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  Die Geheimnisse des BIOS  

Das BIOS ist für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln.

Wenn dann der Computer eines Tages nicht mehr starten will und nur noch aufgeregt vor sich hin piept, fühlen sich die meisten Nutzer völlig überfordert.

Hier ist eine Beschreibung der gängigsten Einstellungen des BIOS und eine Diagnose für mögliche Fehlercodes

1. Beschreibung der Einstellungen

2. BIOS Fehlerdiagnose

 

 

Beschreibung der Einstellungen des BIOS

  • Standard CMOS Setup

Option

Einstellung

 

Beschreibung

IDE Primary Master
IDE Primary Slave
IDE Secondary Master
IDE Secondary Slave

Auto

Auto

Auto

Auto

 

Erkennt der Computer eine neue Festplatte nicht korrekt, muss die automatische Erkennung (Auto) für diese Platte ausgeschaltet werden,  (User) um die Werte der Festplatte manuell eingeben zu können.

Bei SCSI-Festplatten muss "None" eingestellt sein.

 

 

Drive A

Drive B

 

1.44 MB

3.5 in

None

 

Typ der Diskettenlaufwerke

Ist kein Diskettenlaufwerk eingebaut, diese Option auf "None" stellen.

 

 

Halt On

All

All but Keyboard

...

 

Bei dieser Option wird angegeben, wie das BIOS beim Booten mit Fehlern umgehen soll.

 

 

 

 

  • Bios Features Setup

   

Option

 

Einstellung

Beschreibung

Boot Sequence

 

C, D, A, CDROM

Diese Option bestimmt, auf welchem Laufwerk das BIOS zuerst nach dem Betriebssystem suchen soll.

 

 

Quick Power On Self Test

 

Enabled

 

Beim Start testet das BIOS einige Komponenten. Den Speicher prüft es mindestens dreimal. Wenn die Option auf Enabled steht, spart man Zeit, denn es wird nur ein kurzer Testlauf durchgeführt.

 

 

Swap Floppy Drive

Disabled

 

Meist lässt sich zum Booten von Diskette nur das Laufwerk A nutzen. Wenn die Option auf Enabled steht, dann werden bei zwei Diskettenlaufwerken beide Laufwerke (A + B)nach einem Bootfähigen System durchsucht, ohne dass die Laufwerke neu verkabelt werden müssen.

 

 

Boot Up Floppy Seek

 

Disabled

Enabled testet das Diskettenlaufwerk. Steht diese Option auf Disabled, bootet der Computer schneller. Das Starten von Diskette lässt beide Einstellungen zu.

 

 

Virus Warning

 

Enabled

 

Das BIOS gibt eine Warnung aus, wenn auf den MBR (Master Boot Record) der Festplatte zugegriffen wird. Wird ein Bootmanager benutzt oder Windows neu installiert, dann muss die Option auf Disabled gestellt werden.

 

 

CPU Internal Cache
External Cache

Enabled

Enabled

Beide Optionen für den Zwischenspeicher im Prozessor sollten für die optimale Performance immer eingeschaltet sein.

 

 

Video BIOS Shadow

Disabled

Mit dieser Option wird der Code des Grafikkarten-Bios vom langsamen ROM ins schnelle RAM verlagert. Wird oft im DOS-Modus gearbeitet, dann sollte die Option auf Enabled stehen.

 

 

C8000-CBFFF Shadow
CC000-CFFFF Shadow
D0000-D3FFF Shadow
D4000-D7FFF Shadow
D8000-DBFFF Shadow
DC000-DFFFF Shadow

 

Disabled
Disabled
Disabled
Disabled
Disabled
Disabled

 

 

Mit diesen Optionen können bestimmte Speicheradressen für einige Geräte reserviert werden, die bei Enabled in das RAM verlagert werden.

OS Select For DRAM > 64MB

Non-OS-2

Für das Betriebssystem OS/2 bestimmt, da das OS/2 die Größe des Arbeitsspeichers auf eine eigene Weise ermittelt. Ist auf dem Computer das OS/2 installiert, dann muss auf Enabled gestellt werden damit Zugriff auf den gesamten RAM-Speicher besteht. Das Betriebssystem erkennt sonst nur maximal 64 MB RAM.

 

 

BIOS Flash Protection

 

Enabled

Diese Option schützt das BIOS davor überschrieben zu werden. Vor einem BIOS-Update muss dieser Schutz ausgeschaltet werden. (Disabled)

 

 

PCI/VGA Palette Snoop

Disabled

Mit dieser Option kann ein anderer Farbsatz im 256-Farben-Modus einer Grafikkarte verwendet werden. Die Option sollte nur auf Enabled gesetzt werden, wenn im 256-Farben-Modus gearbeitet wird und die Farben falsch auf dem Bildschirm erscheinen.

 

 

 

  • Chipset Features Setup

Option

 

Einstellung

Beschreibung

DRAM Frequency

 

 

Auto

Mit der Einstellung Auto konfiguriert das BIOS den Speichertakt automatisch. Läuft der Computer instabil, dann muss die Frequenz manuell eingegeben werden.

Beispiele:
Bei PC-100-SDRAM - 100 MHz

Bei PC-133-SDRAM - 133 MHz

Bei PC-266-DDRAM - 133 MHz

Bei PC-400-DDRAM - 200 MHz
Bei PC-800-Rambus - 400 MHz

 

 

CPU:DRAM Clock Ratio

Auto

Funktioniert die automatische Voreinstellung nicht, muss der Speichertakt manuell eingegeben werden und zwar als Verhältnis zum Takt des FSB (Front Side Bus). Wenn also die CPU mit 100 MHz FSB-Takt läuft und PC-133-SDRAM verwendet wird, dann muss die Einstellung 100:133 oder 3:4 gewählt werden.

 

 

DRAM CAS Latency Time

3 (SPD)

Diese Option gibt an, wie lange der Chipsatz warten muss, bevor gültige Daten am Ausgang des Moduls anliegen.

Hier sollte  der Takt eingegeben werden, der auf Speichermodul steht z.B. "PC133-322" steht für ein PC-133-Modul, das den Takt 3 benötigt.

Dafür muss die Selbsterkennung (SPD) vorher auf "manuell" gesetzt werden

(Geringerer Wert = Höhere Geschwindigkeit aber möglicherweise auch Instabilität)

 

 

DRAM RAS to CAS Delay

2 (SPD)

Eine Speicherzelle wird durch eine Zeilen- und eine Spaltenadresse angesprochen. Die Anzahl der Takte, die der Chipsatz nach dem Anlegen der Zeilenadresse warten muss, bevor er die Spaltenadresse nennen darf.

Der zweite Wert auf dem Speichermodul z.B. "PC133-322".

(Geringerer Wert = Höhere Geschwindigkeit aber möglicherweise auch Instabilität)

 

 

DRAM RAS Precharge Time

2 (SPD)

Mit dieser Option wird die Zeitspanne eingestellt, die der Chipsatz nach dem Auslesen einer Speicherzelle warten muss, bevor er die nächste Zeilenadresse anlegen darf z.B. "PC133-322" kommt mit 2 Takten aus

(Geringerer Wert = Höhere Geschwindigkeit aber möglicherweise auch Instabilität)

 

 

Delayed Transaction

Enabled

Damit blockieren ISA-Geräte den PCI-Bus nicht unnötig lange. Die Daten werden in einem Puffer im Chipsatz ausgetauscht, der die Daten an den PCI-Bus weiterleitet. PCI-Geräte arbeiten dadurch schneller.

 

 

 AGP Aperture Size

64

Damit wird angegeben, wieviel RAM der Grafikchip direkt ansprechen kann, um z.B. Texte zu speichern. Weniger als 32 MB sollte nicht angegeben werden, da sonst die Leistung gemindert wird.

 

 

Memory Hole At 15M-16M

Disabled

Wenn die Option aktiviert ist, wird das RAM um 1 MB verkleinert. Diese Option wird nur für sehr alte ISA-Karten benötigt.

 

 

  • PnP/PCI Configuration Setup

Option

 

Einstellung

Beschreibung

PNP OS Installed

No

Mit der Einstellung No konfiguriert das BIOS alle Komponenten. Bei Yes oder Enabled können durch das BIOS Konflikte ausgelöst werden, die die Boot-Hardware betreffen.

 

 

Reset Configuration Data

Disabled

 

 

Diese Option nur dann auf Enabled stellen, wenn der Computer nach einer Hardware-Änderung nicht mehr hochfahren will und eine Meldung "Invalid System Configuration Data" erscheint, oder wenn ein BIOS-Update durchgeführt wurde.

Dann löscht das BIOS den ESCD-Speicher (Extended System Configuration Data) beim nächsten Booten und beschreibt den Speicher neu. Dieser Speicher enthält Einträge über alle Komponenten und deren Ressourcen.

 

 

Resources Controlled By

 

 

Auto

Das BIOS verteilt die Ressourcen automatisch. Wenn nicht Plug&Play-fähige ISA-Karten benutzt werden, dann kann man mit der Einstellung "Manual" die Ressourcen selbst zuweisen.

 

 

Assign IRQ For VGA

Enabled

Damit wird sicher gestellt, dass die Grafikkarte immer einen IRQ bekommt, unabhängig von anderen Einstellungen. Bei Disabled kann es vorkommen, dass die Grafikkarte keinen IRQ bekommt. Eventuell funktioniert sie dann gar nicht, nur mit geringer Auflösung, oder der Bildschirminhalt wird zu langsam aufgebaut.

 

 

 

  • Integrated Peripherals Setup

Option

Einstellung

 

Beschreibung

 

On-Chip Primary PCI IDE
On-Chip Secondary PCI IDE

Enabled

Enabled

 

Der EIDE-Controller regelt den Datenaustausch zwischen CPU und Festplatte bzw. CD-Laufwerke und Brenner. Der Controller besitzt zwei Signalkanäle, "Primary" und "Secondary". Wird bei beiden Enabled eingestellt, dann können bis zu vier EIDE-Geräte benutzt werden.

 

 

IDE Primary Master PIO/UDMA
IDE Primary Slave PIO/UDMA
IDE Secondary Master PIO/UDMA
IDE Secondary Slave PIO/UDMA 

Auto
Auto
Auto
Auto

Mit diesen Optionen wird festgelegt, mit welcher Geschwindigkeit EIDE-Geräte Daten lesen oder schreiben.

 

 

 

Onboard Serial Port 1
Onboard Serial Port 2

 

Auto

Auto

 

Viele Hauptplatinen eine oder mehrere serielle Schnittstellen. Mit der Einstellung Auto ermittelt das BIOS selbstständig die Adresse der COM-Ports. Nur bei Ressourcen-Konflikten wählen Sie eine andere Adresse aus den angebotenen Einstellungen.

 

 

UART Mode Select

Normal

Mit der Einstellung Normal wird die zweite serielle Schnittstelle als COM-Port verwendet. Wenn ein Infrarot-Adapter angeschlossen werden soll, muss diese Option geändert werden.

 

 

Onboard Parallel Port

 

Auto

Standardadresse ist 378/IRQ7. Mit der Einstellung Auto kann das BIOS eine andere Adresse konfigurieren, falls es bei der Standardadresse Probleme gibt

 

 

Parallel Port Mode

 

ECP + EPP

 

ECP (Enhanced Capability Port) ist die schnellste Betriebsart, weil sie die Datenkomprimierung beherrscht. EPP (Extanded Parallel Port) arbeitet wie ECP standardmäßig bidirektional. Beide schaffen eine Datenrate von rund 500 Kbps bis 2 Mbps.

 

 

EPP Mode Select

EPP 1.9

 

EPP 1.9 ist Teil des offiziellen Standards der parallelen Schnittstelle und abwärts- kompatibel. Nur wenn das Gerät am Parallel-Port nicht richtig funktioniert, kann EPP 1.7 eingestellt werden.

 

 

ECP Mode Use DMA

3

Im ECP-Modus benötigt die parallele Schnittstelle einen DMA-Kanal. Die CPU wird entlastet, da der Parallel-Port direkt mit dem Arbeitsspeicher Daten austauscht. Die Einstellung ändern Sie nur, wenn durch einem anderem Gerät dieser DMA-Kanal besetzt ist.

 

 

USB Device  

 

Enabled

Die Enstellung Enabled aktiviert den integrierten USB-Controller im Chipsatz und die USB-Ports können benutzt werden. Wenn keine USB-Geräte genutzt werden, kann diese Option auf Disabled gesetzt werden. Damit wird ein IRQ für andere Komponenten frei.

 

 

USB Keyboard Support

Enabled

Im Block Mode überträgt die Festplatte mehrere Sektoren auf einmal, das erhöht die Transferrate. Nur bei älteren Festplatten kann es Probleme geben. Die Option dann auf Disabled stellen.

 

 

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