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  • Vorsorge und Schutzmassnahmen ergreifen

Diese Ratschläge sollte man beherzigen, um einigermassen unbekümmert und problemlos im weltweiten Netzwerk "Internet" umherwandeln zu können!

 

 Regelmässige Updates des Browsers

Um den eigenen PC vor Übergriffen via Internet zu schützen, sollte man auf jeden Fall dann ein Update herunterladen und installieren, wenn der Hersteller dieses nach Bekannt werden eines Browser-Bugs veröffentlicht. Auch die jeweils aktuelle Browser-Version zu installieren bietet einen gewissen Schutz vor "alten" Bugs. Vorsicht allerdings vor Beta-Versionen: Sie sind häufig mit mehr Fehlern behaftet als die endgültigen Fassungen.

Was tun gegen Sicherheitslücken:
Die harmloseren Programmierfehler in Browsern werden einfach mit Erscheinen der nächst höheren Versionsnummer behoben. Verursacht der Bug also kein Sicherheitsproblem für private PCs, verzichten die Hersteller häufig darauf, einen so genannten Patch zur Verfügung zu stellen.
Anders sieht es bei Bugs aus, die wirkliche Sicherheitslöcher im Browser hinterlassen. In solchen Fällen entwickelt der Hersteller in der Regel innerhalb weniger Tage ein kleines Zusatzprogramm (Patch) und bietet es den Anwendern zum Download an.
Sowohl Microsoft wie auch die meisten anderen Software-Anbieter haben auf ihren Servern eine Extra-Rubrik für Sicherheits-Updates. Dort vorbeizuschauen lohnt sich vor allem dann, wenn die verschiedenen Bugreports einen neuen Fehler publiziert haben. Die als "Critical" bezeichneten Updates sollten für jeden Pflicht sein, der unvorhersehbare Aktivitäten auf seinem PC vermeiden möchte.

 

Abschliessend noch:

Microsoft verschickt keine Updates an User um irgendwelche Bugs oder Windowsfehler zu beseitigen. E-Mails, die unaufgefordert von Absendern wie: support@microsoft oder ähnlich kommen, haben gefälschte Absender.

 

  Die Sicherheitseinstellungen im Internet Explorer

Sehr oft erreichen mich E-Mails mit der Frage: "Wie konfiguriere ich in den Internetoptionen die Sicherheitseinstellungen des Internet Explorers, um wirklich sicher im Internet zu sein?"

Es gibt viele gut gemeinte Ratschläge, was alles am besten deaktiviert werden muss, um sicher surfen zu können. Im Grunde sollte aber die Standardeinstellung des Internet Explorers ausreichend sein, wenn man nicht permanent Webseiten mit zweifelhaften Inhalten besucht.

 

Um das Manko des IE auszugleichen, dass JavaScript nur komplett abgeschaltet werden kann, empfehle ich den Browser zusätzlich mit einem Webfilter abzusichern. Dazu eignet sich sehr gut der Proxomitron. Wie hier vorkonfiguriert kann er ua. bestimmte Skripte blockieren/ändern und schützt auch vor einigen Exploits. Zusätzliche Regeln können eingebaut werden.

 

Es ist dringend angeraten einen Virenscanner im Hintergrund laufen zu lassen, der auch bösartige Skripte erkennen und blockieren kann. Natürlich sollte dieser immer auf dem neuesten Stand sein.

Als zusätzliche Massnahme gegen die "Datensammelwut" sollten beim Internet Explorer unter

Datenschutz --> Benutzerdefinierte Einstellungen Cookies explizit nur für solche Websites zugelassen sein, bei denen sie wirklich gebraucht werden (evt. Foren, Online Shops usw.)

 

Mit Hilfe von präparierten Webseiten ist es beim Internet Explorer möglich, den Inhalt der Zwischenablage auszulesen. Diese Interaktion ist eine ab Version 5 des IE gewollte Funktion des Browsers. Da es so aber auch möglich ist, vertrauliche Daten auszulesen, sollten Anwender in den Sicherheitseinstellungen der Internet-Zone die Option "Einfügeoperationen über ein Skript zulassen" deaktivieren oder auf "Eingabeaufforderung" setzen.

Nutzt jemand noch die veraltete Java VM von Microsoft, so empfiehlt es sich die Sicherheitsoption für Java Einstellungen auf "Hoch" zu stellen.

Eine "Hohe Sicherheit" für die "Zugriffsrechte für Softwarechannel" einzustellen kann auch nicht schaden.

 

 

  Virenscanner - Schutz leicht gemacht

Erster grundsätzlicher Schutz - ein Anti-Viren-Programm
Gerade wenn man viel im Internet stöbert und Dateien von zweifelhafter Herkunft herunterlädt, wird die Anschaffung eines Anti-Viren-Scanners zur Pflicht. Besonders aggressive Viren machen direkt kurzen Prozess mit dem System. Kaum aktiviert beginnen sie mit ihrem zerstörerischen Tun. Schnell sind Dateien unrettbar verloren. Dabei ist es mittlerweile recht einfach, seinen Rechner gegen Schadensprogramme, wie Viren und Trojanern oder Exploits zu schützen. Es gibt eine Vielzahl hochfunktionaler Programme, die alle Dateien und E-Mails prüfen, bevor Schäden entstehen. Im
Software-Center gibt es eine aktuelle Auswahl empfohlener Anbieter.


Mit der Installation eines solchen Wächters ist es aber noch nicht getan. Denn bösartige Programmierer versuchen immer wieder, die Scanner zu umgehen und lassen sich neue Gemeinheiten einfallen, um Schaden anzurichten. Deswegen ist es sehr wichtig, die Anti-Viren-Software so oft wie möglich zu aktualisieren. Deshalb empfehle ich grundsätzlich Antivirenprogramme, die automatisch neue Viren-Signaturen herunterladen.

Einige Viren-Scanner wie zb. Symantecs Norton AntiVirus bieten zusätzlich eine Skriptblockierungs-Funktion, die bösartige VB- und JavaScript- Codes auch auf Webseiten erkennt und blockiert. Auch Schadensprogramme, die mittels eines Rootkits unsichtbar für das Betriebssystem installiert werden, erkennt Norton AntiVirus ab der Version 2007.


Den perfekten Schutz vor allen Schädlingen oder Sicherheitslücken kann jedoch kein Programm bieten. Deshalb ist Vorsicht angebracht: E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern gar nicht erst öffnen, Finger weg von Dateien mit den Endungen *.bat, *.exe., *.scr und *.vbs.

Beim Herunterladen aus dem Internet oder mit Tauschbörsen sollte man ebenfalls vorsichtig sein, so mancher hat sich auf diese Weise schon einen blinden Passagiere an Bord geholt, der erheblichen Schaden angerichtet hat.

 

 

  Was tun als "Dialeropfer"?

Die Verbraucherzentrale rät den Betroffenen, zunächst Widerspruch gegen die Rechnung einzulegen sowie einen Einzelverbindungsnachweis zu fordern. Der Dialer sollte nicht sofort vom Computer gelöscht werden, auf diese Weise können für einen eventuellen Prozess Beweise gesichert werden. Natürlich muss dann darauf geachtet werden, dass der bösartige Dialer nicht weiterhin seine DFÜ-Verbindung als die Bevorzugte einrichtet.

Auf der Webseite der Bundesnetzagentur gibt es Verbraucherinformation zu Dialern und zum Missbrauch von Rufnummern.

Es sollte Einspruch gegen die Telefonrechnung gegenüber dem Rechnungsersteller und bei Forderungen von anderen Anbietern in der Regel zusätzlich auch diesen Anbietern gegenüber geltend gemacht werden. Der Einspruch sollte in jedem Fall begründet werden. Ob eine eigene Forderung des Rechnungserstellers vorliegt oder es sich um eine fremde Forderung handelt, ergibt sich aus der Telefonrechnung.

Immer sollten zum Beweis auch die Daten gesichert werden. Dies kann man mit einem kompletten Abbild der Festplatte tun (Norton Ghost oÄ.) oder zumindest die zum Dialer gehörenden Dateien und ein Screenshot usw.

Auch sollte bei unklaren Strittigkeiten ein Anwalt mit eingeschaltet werden.

Kostenpflichtige Dialer dürfen ab dem 14. Dezember 2003 nur noch über die Rufnummerngasse (0)900 9 betrieben werden. Alle kostenpflichtigen Dialer, die nach dem 13. Dezember 2003 über andere Rufnummerngassen als (0)900 9 betrieben werden, sind nicht registrierfähig und somit illegal. Bei nicht registrierten Einwahlprogrammen besteht nach Rechtsauffassung der Bundesnetzagentur keine Zahlungspflicht.
Weitere Infos und Tipps zum Entfernen eines Dialers gibt es auf der nächsten Seite.

  Massnahme gegen offene Ports - die "Firewall" 

 

 

Eine Firewall (Brandmauer) ist in unserem Fall eine Art "Schwelle" zwischen dem eigenen PC und dem Internet. Um Daten auszutauschen muss diese Schwelle also erst einmal überwunden werden. Die Kommunikation läuft also immer über die Firewall.

Durch erstellte Regeln werden Berechtigungen für Anwendungen gegeben oder verweigert. Somit erfolgt eine Kontrolle des Datenverkehrs. Nur der vertrauenswürdige Datenverkehr darf passieren.

 

 

In der Praxis gibt es zwei grundsätzliche Arten von Firewalls, Hardware-Firewalls und sogenannte Desktop-Firewalls. Während eine Hardware Version oft zu aufwändig für den Normalnutzer ist, bieten die Desktop-Varianten im Verhältnis dazu weniger Sicherheit.

Reine Desktop-Firewalls werden jedoch immer seltener. Immer mehr setzen sich komplette Suites bestehend aus Firewall und Antiviren-Programm durch. Ihr Vorteil ist, dass sie einen kompletten Schutz und eine verständlichere Konfiguration bieten, die kaum noch Hintergrundwissen voraus setzt. Ein grosser Nachteil ist der Ressourcenhunger solcher Komplettlösungen, auch weiss man nicht mehr sofort, was wirklich detailliert passiert.

Empfehlenswerte Komplettlösungen dieser Art sind Norton Internet Security, Kaspersky Internet Security, Bitdefender Internet Security oder auch ZoneAlarm Pro

Ein kleiner Geheimtipp ist die ehemalige Kerio Personal Firewall, eine reine Firewall, so wie eine Desktop-Firewall eigentlich aussehen sollte. Die Kerio Personal Firewall ist Freeware, lässt sich bis ins Detail konfigurieren, gilt als sehr sicher, läuft stabil, sichert Anwendungen durch einen MD5-Schlüssel und benötigt wenig Systemressourcen.

Eine reine Firewall bietet jedoch keinerlei Virenschutz, es sollte daher zusätzlich immer ein aktueller Virenscanner aktiv sein.

Völlig wertlos sind hingegen reine IDS-Firewalls (IDS = Intrusion Detection System) Diese Firewalls überprüfen die Ports eines Computers auf Signaturen, die auf Angriffe durch Schadensoftware wie Trojaner hindeuten.  Derartige Anwendungen (zBsp. BlackIce) bieten weder einen ausreichenden Schutz als Virenscanner, noch sind sie annähernd eine ausreichende Firewall.

 

F01 ZoneAlarm Internet Security Suite

 

 

  Warum die verbesserte Firewall und der Virenscanner des XP-Service Pack 2 nicht ausreichen!


Auch die verbesserte Windows-Firewall bietet nicht den gleichen Schutz wie z.B. Kerio oder ZoneAlarm, da lediglich eingehender Netzwerkverkehr überwacht und gesteuert wird. So besteht kein Schutz vor Programmen, die sich auf dem System einnisten und über gebräuchliche Ports (für Mail, Webbrowser etc.)  Daten versenden. Wer wissen möchte, welche Programme mit dem Internet Kontakt aufnehmen möchte, ist daher weiterhin auf einer zusätzlichen Desktop-Firewall angewiesen.
Auch werden autorisierte Programme in den Ausnahmen nicht mit einem Prüfsummenschlüssel (MD5) versehen. Entsprechende Schadsoftware könnte so unbemerkt vorhandene Applikation verändern. War die bestehende Applikation für den Zugriff in das Internet bereits berechtigt, gilt das auch für die schädliche, veränderte Version.

Das Sicherheitscenter des Service Pack 2 überwacht zwar vorhandene Antivirus-Software, enthält aber selbst keinerlei Antivirus-Funktionen. Für die fortgesetzte Sicherheit des Computers ist es daher unerlässlich weiterhin Antiviren-Software zu verwenden.

 

Man kann den eigenen Rechner nach Installation einer Firewall auch online auf offene Ports oder Sicherheitslücken hin überprüfen lassen. Alle Ports sollten dabei im Stealth (unsichtbar) Modus sein. Der Rechner sollte auch nicht mehr auf Ping Anfragen antworten, was damit gleichkäme, dass dieser für andere als gar nicht vorhanden gilt. Ohne Firewall sollten wenigstens keine Ports offen sein, was sonst darauf hindeuten könnte, dass eine Anwendung (evtl. Trojaner?) an einem Port wartet.

 

Anonyme Portscans zum Testen einer Firewall lassen sich durchführen bei:

Texosoft Online-Firewalltest

Gibson Research

 

  .. zu guter Letzt

Ich denke jedem sollte auf den letzten Seiten etwas klar geworden sein.

Wir alle, die das Internet nutzen, sind Teil dieses Netzwerkes und haben somit auch eine gewisse Verantwortung dem Anderen gegenüber.

Wenn jetzt noch Leute dabei sind, die dies alles gelesen haben und trotzdem noch der Meinung sind, es wäre nicht nötig ihr Betriebssystem auf dem neuesten Stand zu halten und die Windows-Update Taste nicht einmal kennen, handeln grob fahrlässig.

Genauso wie diejenigen, die es nicht für nötig halten einen Virenscanner zu installieren oder denken, sie erkennen Viren und Würmer auf Grund ihrer Erfahrung schon rechtzeitig selbst. Leute, euch sei gesagt, gerade Ihr seid für die rasante Massenverbreitung dieser Schädlinge, Wurmepidemien usw. verantwortlich! Selbst Microsoft stellt sicherheitsrelevante Updates sogar denen weiterhin zur Verfügung, die keine legale Windows Kopie nutzen. Das sollte uns doch zu denken geben, oder?

 

 

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