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Übersicht

 

Seite 1: Was ist Malware und wie gelangt sie auf den Computer? Phishing & Pharming, die linken Touren!

Seite 2: Gefahren und Funktionsweisen von Viren, Trojanern, bösartigen Skripten und AktiveX-Elementen.

Seite 3: Verhaltensspionage durch Cookies, Webbugs, Spyware und Browserspionage mit Demo.

             Tipp: Hier könnt ihr euren Browser online auf installierte Spyware-Komponenten scannen.

Seite 4: Vorsorge- und Schutzmassnahmen ergreifen. Wie funktioniert eine Firewall?

 

 
  • Vorsorge und Schutzmassnahmen ergreifen

Diese Ratschläge sollte man beherzigen, um einigermassen unbekümmert und problemlos im weltweiten Netzwerk "Internet" umherwandeln zu können!

 

 Regelmässige Updates von Betriebssystem und Browser

Um den eigenen PC vor Übergriffen via Internet zu schützen, sollte man auf jeden Fall dann ein Update herunterladen und installieren, wenn der Hersteller dieses nach bekanntwerden einer Sicherheitslücke veröffentlicht. Auch die jeweils aktuelle Browser-Version zu installieren bietet einen gewissen Schutz vor "alten" Bugs. Vorsicht allerdings vor Beta-Versionen: Sie sind häufig mit mehr Fehlern behaftet als die endgültigen Fassungen.

Was tun gegen Sicherheitslücken:
Die harmloseren Programmierfehler in Browsern werden einfach mit Erscheinen der nächst höheren Versionsnummer behoben. Verursacht ein Bug also kein Sicherheitsproblem für den Computer, verzichten die Hersteller häufig darauf, einen so genannten "Patch" zur Verfügung zu stellen.
Anders sieht es bei Fehlern aus, die wirkliche Sicherheitslöcher im Browser hinterlassen. In solchen Fällen entwickelt der Hersteller in der Regel innerhalb weniger Tage ein kleines Zusatzprogramm (Patch) und bietet es den Anwendern zum Download an.
Sowohl Microsoft wie auch die meisten anderen Software-Anbieter haben auf ihren Servern eine Extra-Rubrik für Sicherheits-Updates. Dort vorbeizuschauen lohnt sich vor allem dann, wenn die verschiedenen Bugreports einen neuen Fehler publiziert haben. Die als "kritisch" bezeichneten Updates sollten für jeden Pflicht sein, der unvorhersehbare Aktivitäten auf seinem PC vermeiden möchte. Grundsätzlich empfiehlt es sich die Windows-Standarteinstellung für die automatische Suche und Installation aller Updates beizubehalten.

 

Abschliessend noch:

Microsoft verschickt keine Updates an User um irgendwelche Bugs oder Windowsfehler zu beseitigen. E-Mails, die unaufgefordert von Absendern wie: support@microsoft oder ähnlich kommen, haben gefälschte Absender.

 

  Die Sicherheitseinstellungen im Internet Explorer

Sehr oft erreichen mich E-Mails mit der Frage: "Wie konfiguriere ich in den Internetoptionen die Sicherheitseinstellungen des Internet Explorers, um wirklich sicher im Internet zu sein?"

Es gibt viele gut gemeinte Ratschläge, was alles am besten deaktiviert werden muss, um sicher surfen zu können. Im Grunde sollte aber die Standardeinstellung des Internet Explorers ausreichend sein, wenn man nicht permanent Webseiten mit zweifelhaften Inhalten besucht.

 

Um das Manko des IE auszugleichen, dass JavaScript nur komplett abgeschaltet werden kann, empfehle ich den Browser zusätzlich mit einem Webfilter abzusichern. Dazu eignet sich sehr gut der Proxomitron. Wie hier vorkonfiguriert kann er ua. bestimmte Skripte blockieren und verändern. Zusätzliche Regeln können eingebaut werden.

 

Es ist dringend angeraten einen Virenscanner im Hintergrund laufen zu lassen, der auch bösartige Skripte erkennen und blockieren kann. Natürlich sollte dieser immer auf dem neuesten Stand sein. Updates der Virensignaturen eines Virenscanners im Minutentakt sind heute Standart.

Als zusätzliche Massnahme gegen die "Datensammelwut" sollten beim Internet Explorer unter

Datenschutz --> Benutzerdefinierte Einstellungen Cookies explizit nur für solche Websites zugelassen sein, bei denen sie wirklich gebraucht werden (evt. Foren, Online Shops usw.)

 

Mit Hilfe von präparierten Webseiten ist es beim Internet Explorer möglich, den Inhalt der Zwischenablage auszulesen. Diese Interaktion ist eine ab Version 5 des IE gewollte Funktion des Browsers. Da es so aber auch möglich ist, vertrauliche Daten auszulesen, sollten Anwender in den Sicherheitseinstellungen der Internet-Zone die Option "Einfügeoperationen über ein Skript zulassen" deaktivieren oder auf "Eingabeaufforderung" setzen.

 

 

  Virenscanner - Schutz leicht gemacht

Erster grundsätzlicher Schutz - eine Anti-Viren-Software
Gerade wenn man viel im Internet stöbert und Dateien von zweifelhafter Herkunft herunterlädt, wird die Anschaffung eines Anti-Viren-Scanners zur Pflicht. Malware verhält sich unauffällig. Ist ein System einmal kompromittiert, bemerkt der Nutzer nichts von dem eigentlichen Geschehen im Hintergrund.

Dabei ist es mittlerweile recht einfach, seinen Rechner gegen Schadensprogramme, wie Viren und Trojanern oder Exploits zu schützen. Es gibt eine Vielzahl hochfunktionaler Programme, die alle Dateien und E-Mails prüfen, bevor Schäden entstehen. Im Software-Center gibt es eine aktuelle Auswahl empfohlener Anbieter.


Mit der Installation eines solchen Wächters ist es aber noch nicht getan. Denn bösartige Programmierer versuchen immer wieder, die Scanner zu umgehen und lassen sich neue Gemeinheiten einfallen, um Schaden anzurichten. Deswegen ist es sehr wichtig, die Anti-Viren-Software so oft wie möglich zu aktualisieren. Deshalb empfehle ich grundsätzlich Antivirenprogramme, die automatisch neue Viren-Signaturen herunterladen.

Einige Viren-Scanner wie zb. Symantecs Norton AntiVirus bieten zusätzlich eine Skriptblockierungs-Funktion, die bösartige VB- und JavaScript- Codes auch auf Webseiten erkennt und blockiert. Auch Schadensprogramme, die mittels eines Rootkits unsichtbar für das Betriebssystem installiert werden, erkennt Norton AntiVirus schon ab der Version 2007.


Den perfekten Schutz vor allen Schädlingen oder Sicherheitslücken kann jedoch kein Programm bieten. Deshalb ist Vorsicht angebracht: E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern gar nicht erst öffnen, Finger weg von unbekannten Dateien mit den Endungen *.bat, *.exe., *.scr und *.vbs.

Beim Herunterladen aus dem Internet oder mit Tauschbörsen sollte man ebenfalls vorsichtig sein, so mancher hat sich auf diese Weise schon einen blinden Passagiere an Bord geholt, der erheblichen Schaden angerichtet hat.

 

 

  Massnahme gegen offene Ports - die "Firewall" 

 

 

Eine Firewall (Brandmauer) ist in unserem Fall eine Art "Schwelle" zwischen dem eigenen PC und dem Internet. Die Firewall überwacht den durch sie hindurch laufenden Datenverkehr und entscheidet anhand festgelegter Regeln, ob bestimmte Netzwerkpakete durchgelassen werden, oder nicht. Auf diese Weise versucht die Firewall unerlaubte Netzwerkzugriffe zu unterbinden. Um Daten auszutauschen muss diese Schwelle also erst einmal überwunden werden. Jegliche Kommunikation läuft also immer über die Firewall.

Durch erstellte Regeln werden Berechtigungen für Anwendungen gegeben oder verweigert. Somit erfolgt eine Kontrolle des Datenverkehrs. Nur der vertrauenswürdige Datenverkehr darf passieren.

 

 

In der Praxis gibt es zwei grundsätzliche Arten von Firewalls, Hardware-Firewalls und sogenannte Desktop-Firewalls.

Gegenüber einer Firewall, wie sie beispielsweise in vielen Routern integriert ist, haben Desktop- oder Personal-Firewalls den Nachteil, dass die Datenpakete erst dann gefiltert werden, wenn sie das Betriebssystem bereits erreicht haben. Ein Vorteil dagegen ist, dass sich mit ihnen jede Anwendung überwachen lässt, die Zugriff auf das Internet nimmt.

Reine Desktop-Firewalls sind als StandAlone-Programm nur noch selten zu finden. Immer mehr setzen sich komplette Suites bestehend aus Firewall und Antiviren-Programm durch. Ihr Vorteil ist, dass sie einen kompletten Schutz und eine verständlichere Konfiguration bieten, die kaum noch Hintergrundwissen voraus setzt. Ein Nachteil ist der Ressourcenhunger solcher Komplettlösungen, auch weiss man nicht mehr sofort, was wirklich detailliert passiert. Auch kann eine solche Komplett-Suite bereits durch eine Sicherheitslücke in allen Komponenten unterwandert werden.

Eine empfehlenswerte Stand-Alone-Firewall ist die Comodo-Firewall. Empfehlenswerte Komplettlösungen dieser Art sind Norton Internet Security, Kaspersky Internet Security, Bitdefender Internet Security oder auch ZoneAlarm Pro

 

Eine reine Firewall bietet keinerlei Virenschutz, es sollte daher zusätzlich immer ein aktueller Virenscanner aktiv sein. Firewalls schützten auch nicht automatisch vor Sicherheitslücken.

Völlig wertlos sind übrigens reine IDS-Firewalls (IDS = Intrusion Detection System) Diese Firewalls überprüfen die Ports eines Computers auf Signaturen, die auf Angriffe durch Schadensoftware wie Trojaner hindeuten.  Derartige Anwendungen bieten weder einen ausreichenden Schutz als Virenscanner, noch sind sie annähernd eine ausreichende Firewall, sie stellen eher einen Bestandteil einer Anti-Viren-Software dar.

 

F01 ZoneAlarm Internet Security Suite

 

Man kann den eigenen Rechner nach Installation einer Firewall online auf offene Ports hin überprüfen. Alle Ports sollten dabei im Stealth (unsichtbar) Modus sein. Ohne Firewall sollten wenigstens keine Ports offen sein, was sonst darauf hindeuten könnte, dass eine Anwendung (evtl. Trojaner?) an einem Port wartet.

 

Anonyme Portscans zum Testen einer Firewall lassen sich durchführen bei:

Texosoft Online-Firewalltest

Gibson Research

 

  .. zu guter Letzt

Ich denke jedem sollte auf den letzten Seiten etwas klar geworden sein.

Wir alle, die das Internet nutzen, sind Teil dieses Netzwerkes und haben somit auch eine gewisse Verantwortung dem Anderen gegenüber.

Wenn jetzt noch jemand der Meinung ist, es wäre nicht nötig ein Betriebssystem auf dem neuesten Stand zu halten und die Windows-Update Taste nicht einmal kennt, der handelt grob fahrlässig.

Genauso wie diejenigen, die es nicht für nötig halten einen Virenscanner zu installieren oder denken, sie erkennen Viren und Würmer auf Grund ihrer Erfahrung schon rechtzeitig selbst. Leute, euch sei gesagt, gerade Ihr seid für die rasante Massenverbreitung von Schädlingen, Wurmepidemien, das Wachstum von Botnetzen usw. verantwortlich! Selbst Microsoft stellt sicherheitsrelevante Updates auch denen zur Verfügung, die keine legale Windows Kopie nutzen. Das sollte uns doch zu denken geben, oder?

 

 

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