Ein Windows System arbeitet nach einer frischen
Installation noch lange nicht effektiv oder ist perfekt konfiguriert.
Hier eine Sammlung von wertvollen Tipps, wie mit nur wenig Aufwand
ein System schneller oder stabiler gemacht werden kann.
Dieser Tipp ist eigentlich gar kein richtiger "Tuning
Tipp", sondern eher eine Vorraussetzung für ein stabiles und schnelles
System. Es empfiehlt sich einmal im Ordner "Autostart" im Startmenü nachzuschauen,
wieviele Anwendungen dort gelistet sind. Diese werden beim Systemstart
vorgeladen und haben oft gar keine wirkliche Notwendigkeit. Allerdings
wird dadurch schon beim Systemstart der Arbeitsspeicher gefüllt. Daher
ist es oft ratsam alle Anwendungen, die nicht unbedingt benötigt werden
in den Ordner "Deaktivierte Objekte in der Autostartgruppe" zu verschieben.
Ein Klick auf "Start" -> "Ausführen" ins Eingabefeld:
"msconfig" eintragen. Dort bei "Autostart" einmal nachsehen, welche Anwendungen
dort noch ua. über die Registrierung geladen werden. Am besten gleich
alle bis auf "Systray" und "ScanRegistry" entfernen. Evtl. trägt sich
auch der Hintergrundwächter eines Antivirenprogramm oder Maustreiber (zb.
Logitech) dort ein. Einen solchen Eintrag sollte dort natürlich bleiben.
weitere Ressourcen schaffen
Weiterhin kann man Ressourcen einsparen, indem unbenötigte
optische Effekte abgeschaltet werden.
Diese benötigen meist nur Rechen- und/oder Arbeitsspeicherkapazität
Mit einem Rechtsklick auf eine freie Stelle auf
dem Desktop gelangt man zu "Eigenschaften von Anzeige". Unter "Effekte"
am besten gleich alle Häkchen von den unter dem Menüpunkt "Visuelle Effekte"
aufgeführten Effekten entfernen.
Registry schnell defragmentieren
Die Registrierung hat bei Windows 95/98/ME die Angewohnheit
auf Dauer immer mehr anzuschwellen. Besonders experimentierfreudige User,
die viel Software installieren und wieder deinstallieren sollten sich
bewusst sein, dass die Deinstallationsroutinen oft Einträge in der Registry
belassen, oder nur unvollständig entfernt werden. Selbst die "Lücken"
die beim Entfernen der Einträge entstehen, werden nicht mehr gefüllt.
Die Registry schwillt an und fragmentiert, was sich durch verzögerte Zugriffe
oder langsamere Programmstarts äussern wird. Auf Dauer hilft dann eigentlich
nur eine Neuinstallation, aber man kann dem Prozess entgegenwirken.
Dazu den Computer Im MS-DOS Modus Neustarten und
"scanreg /fix" eingeben. Die Registry wird so repariert, die Lücken werden
wieder mit gültigen Einträgen gefüllt. Zum Defragmentieren dann
"scanreg /opt" eingeben. (User von WinME können
mit einer Startdiskette von Win98 auf die DOS- Ebene zugreifen oder laden
sich dieses
Patch,
um wieder auf die DOS Ebene zugreifen zu können wie bei Win 95/98.
Es empfiehlt sich vorher mit entsprechender Software
(Download Center) die
Registry aufräumen zu lassen.
Dateisystem optimieren
In der "Systemsteuerung" auf "System" klicken, bei
den "weiteren Eigenschaften" auf "Dateisystem". Das Dateisystem sollte
ab 32 MB Arbeitsspeicher auf "Netzwerkserver" eingestellt werden, um mehr
Dateien und Verzeichnisse zu cachen.
Anwendungen beschleunigen (2000)
Wird der Rechner nicht als Server benutzt, kann bei den Anwendungsprogrammen
so eine kleine Performancesteigerung erzielen.
Unter "Systemsteuerung" -> "System" -> "Erweitert" -> "Systemleistungsoptionen"
dort das Feld "Anwendungen" aktivieren.
Nach der Installation vom Service Pack 4 greift NT ständig auf die Festplatte
zu, obwohl keine Aktivitäten stattfinden. NT schreibt dabei alle paar
Minuten ein Lebenszeichen auf die Festplatte. Diese Funktion war eigentlich
nur für die Server-Version von Windows NT gedacht, hat sich aber auch
in der Workstation Version eingeschlichen. Durch einen Eingriff in die
Registry kann man das aber wieder deaktivieren.
"HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\ Reliability"
dort einen Wert "TimeStampInterval" als Datentyp REG_DWORD erstellen und
ihm den Wert "0" zuweisen.
Festplattencache optimieren
In der Systemdatei "system.ini" folgenden Wert unter
[vcache] eintragen.
MinFileCache=1024
MaxFileCache="1/4 des installierten Arbeitsspeichers" bis 16 MB
ist der Wert 2048 zu empfehlen.
Über 64 MB Arbeitsspeicher
MinFileCache=8192
MaxFileCache16384
Optimieren der Auslagerungsdatei
Die optimale Grösse der Auslagerungsdatei zu definieren ist eine mittlerweile
umstrittene Angelegenheit. Fest steht jedoch das der maximale und minimale
Wert gleich gross eingestellt, um ein zu schnelles fragmentieren zu vermeiden.
Ausreichen sollten Werte von 160MB bis 200MB. Wer 2 Festplatten hat, dem
empfiehlt es sich, die Auslagerungsdatei auf die schnellere von Beiden
zu verlegen. In der "Systemsteuerung" auf "System" klicken, dort in der
Registerkarte "Leistungsmerkmale" auf "Virtuellen Arbeitsspeicher".
Die "Benutzerdefinierte Einstellungen" anklicken und die ermittelten Werte
eingeben. Die Warnmeldung von Windows kann man getrost ignorieren.
DMA-Modus aktivieren
Wenn die Hardware DMA unterstützt, was bei den heutigen PCs in der Regel
der Fall ist, sollte der DMA Modus aktiviert werden. Damit wird die CPU
entlastet. In der "Systemsteuerung" auf "System" klicken und dort im Gerätemanager
in den "Eigenschaften Laufwerke" und "CD-ROM Laufwerke" ein Häkchen im
Kästchen "DMA" machen.
DOS-Speicher um 3 KB erweitern (95/98)
In der Systemdatei "system.ini" folgenden Wert unter
[386 enh] eintragen:
"LocalLoadHigh=1"
DLL's direkt nach Programmende entladen
Windows behält nach einem Programmstart die damit verbundenen Programmbibliotheken
im Arbeitsspeicher, da davon ausgegangen wird, dass diese eventuell noch
mal wieder gebraucht werden. Wer jedoch nur wenig Arbeitsspeicher im Rechner
hat (unter 128 MB), sollte davon nichts verschenken, auch nicht für dll-Dateien.
Folgender Registrierungseintrag entlädt die dll's sofort wieder aus dem
Speicher, nachdem ein Programm beendet wurde.
Im
Registry-Editor folgenden Pfad auswählen:
"HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\ Windows\CurrentVersion\Explorer"
Im rechten Fenster eine Zeichenfolge erzeugen (mit Bearbeiten->Neu->Zeichenfolge)
mit den Namen "AlwaysUnloadDLL".
Nach einem Neustart des Rechners ist die Option aktiv.
Programmstarts beschleunigen durch die Optimierung
der CPU-Priorität
Im Registrierungseditor zu dem Schlüssel gehen:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\VxD\BIOS
Dort den DWORD-Wert <CPU-Priority> suchen und wenn vorhanden diesen auf
den Wert auf "1" setzen. Der Standardwert liegt bei "3"
(Vorsicht)
Windowsstart beschleunigen (95/98)
Einfach mit dem Editor eine leere Datei erzeugen
und als erste Zeile "@echo off" eintragen. Diese Datei dann "winstart.bat"
nennen. Diese dann ins Windows Verzeichnis verschieben. Bei jedem Windowsstart
wird standardgemäss nach der Datei gesucht.
Windowsstart beschleunigen 2 (98)
Bei jedem Start von Win98 wird die Meldung angezeigt: "Windows 98 wird
gestartet.." und gleichzeitig wird damit der Bootvorgang für etwa 2 Sekunden
unterbrochen. Diese unnütze Wartezeit kann man sich sparen. Dazu die die
msdos.sys mit dem Windows-Editor öffnen, den Eintrag: "BootDelay=2" suchen
und statt der"2" eine "0" eintragen.
Windowsstart beschleunigen durch Entfernen
des Anmeldefensters
Benutzt man keine benutzerspezifischen Profile,
so ist der Anmeldefenster eher lästig statt nützlich.
So kann man die Windowsbenutzeranmeldung entfernen:
Im Registrierungseditior den Schlüssel:
"HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Network\Real
Mode Net"
suchen, mit der rechten Maustaste in die rechte Fensterhälfte klicken
und über "Neu -> Binärwert" einen neuen Eintrag erzeugen, der "AutoLogon"
heissen muss. Jetzt einen Doppelklick auf den gerade erstellten Schlüssel
und im Fenster "Binärwert bearbeiten" 00 00 00 00 (vier mal zwei Nullen)
eingeben. Abschließend auf "OK" klicken und den Editor verlassen. Windows
muss nun neugestartet werden. In Zukunft wird man von dem Anmeldefenster
nicht mehr belästigt, es wird immer der Standard-Benutzer angemeldet.
Falls die Änderung rückgängig gemacht werden soll, den Registrierungs-
Editor öffnen, zu dem oben genannten Schlüssel navigieren und den Eintrag
"AutoLogon" löschen, nach einem Neustart ist alles wieder beim Alten.
Swapverhalten beeinflussen (98/ME)
Windows 98 nutzt die Auslagerungsdatei schon bei
einer Belastung von 50% des Arbeitsspeichers. Bei viel Arbeitspeicher
(ab 128MB) kann es günstig sein das Swap- Verhalten von Win 95 zu nutzen,
wo erst ab 100% Speicherauslastung auf die Festplatte auslagert wird.
Dazu in der system.ini unter der Sektion "386ENH"
den Eintrag: "ConservativeSwapfileUsage=1" anlegen, (oder von 0 auf 1
umstellen, falls schon vorhanden).
Ohne Autostartprogramme starten
Soll ohne die Programme im Autostart Ordner gestartet
werden? Einfach die Shift-Taste während des Bootens von Windows drücken,
ab dem Zeitpunkt, an dem der Hintergrund erscheint. Die Taste solange
gedrückt halten, bis der Startvorgang beendet ist.
Bootvorgang verkürzen durch Abschaltung von
DDC
Beim ersten Booten soll der DDC-Abgleichs (Data Display Channel) die beste
Wiederholfrequenz für den Monitor ermitteln.
Falls Kommunikationsprobleme zum Monitor auftreten oder der Monitor diese
Abfrage gar nicht unterstützt, kann es zu Verzögerungen des Bootvorgangs
kommen. In diesem Fall sollte DDC durch einen Registry Hack unterbunden
werden.
Im Registrierungseditor zu dem Schlüssel:
"HKey_Local_Machine/System/CurrentControlSet/Services/Class/Display/0000/Default"
navigieren.
Im rechten Fenster den Eintrag "DDC" doppelklicken und statt der vorhandenen
"1" eine "0" eintragen.
Windowslogo beim Booten abschalten (95/98/ME)
Eigentlich ist es wichtiger zu sehen, was beim Booten geschieht, statt
das Windows Logo zu bewundern
Dazu die Datei MSDOS.SYS auf dem Laufwerk C mit dem Editor öffnen und
den Eintrag
Logo=1
auf
Logo=0
setzten
Die Einstellung 0 verhindert die Anzeige des Logos und das Hooking verschiedener
Interrupts, die Inkompatibilitäten mit Speichermanagern von Fremdherstellern
verursachen können.
Es sind noch wesentlich mehr Konfigurationen
über die MSDOS.sys möglich