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Googles personalisierte Suche bedenklich
Datenschützer halten Googles neue Suche "Search plus Your World" in mehrfacher
Hinsicht für bedenklich und fordern Untersuchungen.
Das Electronic
Privacy Information Center (EPIC) steht Googles neue Suchfunktion äusserst
kritisch gegenüber. Neben kartellrechtlichen Problemen, die es zu bedenken gibt,
zeigt sich die EPIC auch um die Privatsphäre der Nutzer besorgt.
"Search
plus Your World" ist Googles neue Suchfunktion für noch personalisierte
Suchergebnisse. "Wir glauben, das ist etwas, was sich die FTC ansehen muss"
sagte EPIC-Chef Marc Rotenberg gegenüber der Los Angeles Times.
"Google ist ein etablierter Marktteilnehmer, der den Herausforderer Facebook
abzuwehren versucht, indem er seine Marktdominanz in einem anderen Bereich
einsetzt", erklärte Rotenberg. "Ich denke, das sollte viele beunruhigen." In den
personalisierten Suchergebnissen, die persönliche Daten der Teilnehmer von
Google+ leichter zugänglich machten, sieht Rotenberg Gefahren für die
Privatsphäre und erwägt eine Beschwerde bei der US-Handelsaufsicht FTC
einzureichen. Die FTC soll eine Untersuchung der neuen Google-Suche einleiten.
Google darf eine drohende Untersuchung gegen seine personalisierte Suche
durchaus ernst nehmen. Eine frühere EPIC-Beschwerde bei der FTC, Google Buzz
betreffend, führte nach einem Jahr zu einem Vergleich und Google musste sich zu
umfassende Datenschutzmassnahmen verpflichten. Buzz wurde im Oktober letzten
Jahres eingestellt, Google+ hingegen erreicht heute etwa 60 Millionen Nutzer.
Ein weiterer Punkt, der Googles "Search plus Your World" in die Kritik
bringt ist, dass bei der Suche in erster Linie Google+ und nicht Informationen
von Twitter und Facebook berücksichtigt werden. Facebook schweigt noch zu dem
Punkt, Twitter beschwerte sich schon lautstark. Laut Google Fellow Amit Singhal
will man sich jedoch offen gegenüber anderer sozialer Netzwerke zeigen und
signalisiert Verhandlungsbereitschaft. "Allerdings muss es in einer Weise
umgesetzt werden, die nicht zu einer allmählichen Verschlechterung der
Nutzererfahrung führt. Die Nutzer müssen bestimmen können, was sie von wem zu
sehen bekommen, und nicht Drittanbieter."
Ganz anders interpretiert TeleCrunch das offensichtliche Dilemma, in dem
sich Google Angriffen von allen Seiten ausgesetzt sieht. Es könnte sein, dass
man kritischen Reaktionen erwartet habe. "Es könnte eine gross angelegte
Strategie sein, um die US-Regierung zu einer Untersuchung der Marktanteile von
Suche und Social-Products als einem gemeinsamen Bereich zu provozieren - in
einer Weise, die Facebook in die Defensive drängt, während es sich auf seinen
Börsengang vorbereitet." (12.01.12, ZDNet)
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