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    Backdoor in Quicktime gefunden


Der Sicherheitsexperte Ruben Santamarta hat einen Parameter im ActiveX-Plugin von Quicktime entdeckt, der sich zum Einschleusen von Schadcode eignet.

Um ein System erfolgreich zu infizieren reicht eine entsprechend präparierte Webseite aus, die von den Opfern besucht wird. Ein Angreifer übergibt mit dem undokumentierten Parameter _Marshaled_pUnk einen Object Pointer an das Plugin und Quicktime steuert Funktionen in fremden DLLs an. Santamarta war mit seinem Exploit in der Lage, die Datenausführungsverhinderung (DEP) und Speicherverwürfelung (ASLR) von Windows 7 und Vista auszuhebeln.


Der Parameter _Marshaled_pUnk ist offenbar ein Überbleibsel einer Funktion, die zuletzt in einer 2001er Version von Quicktime genutzt wurde. Die Funktion wurde von Apple in späteren Versionen entfernt, wobei man den dazugehörigen Parameter wohl übersehen hat. Da der Parameter bewusst eingebaut wurde und kein Programmierfehler ist, handelt es sich streng genommen um einen Backdoor.

Betroffen sind die Quicktime-Versionen 7.x, 6.x, möglicherweise auch ältere. Ein Update gibt es noch nicht, wer sich schützen will, muss das Plugin über die Add-on-Verwaltung des Internet Explorers deaktivieren, das Killbit setzen oder einen alternativen Browser nutzen. (01.09.10, Heise)

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