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Street View: Fotograf will Zensur umgehen
Jens Best, Fotograf und ein Fan von Google Street View,
plant Häuser online sichtbar zu machen, die in Street View
verpixelt wurden.
Seit Dienstag haben Eigentümer und Mieter vier Wochen Zeit,
Google dazu aufzufordern ihre Wohnungen und Häuser bei
Street View unkenntlich zu machen. Es wird erwartet, das
Zigtausende von der Möglichkeit des Einspruchs entweder
online oder per Postbrief Gebrauch machen werden.
Jens Marder, IT-Berater und Fotograf will dagegen wieder
sichtbar machen, was digital unkenntlich gemacht wurde. Der
Fotograf plant alle auf Wunsch der Antragsteller verpixelten
Gebäude erneut zu fotografieren und samt GPS-Koordinaten ins
Internet zu stellen.
Best ist der Meinung, für das Internet müsse dasselbe
gelten, wie für die reale Welt. Dazu zählt für ihn das Recht
auf Panoramafreiheit genauso, wie das Recht auf Fotografie
im öffentlichen Raum. Beides seien Grundlagen, die
festlegen, dass fotografiert werden darf, was von
öffentlichen Strassen und Plätzen dieser Welt zu sehen ist.
Spricht Best von Street View, so bezieht er das auf den
digitalen öffentlichen Raum, dessen Zugänglichkeit er
verteidigen will.
Noch ist seine Aktion erst in der Organisations- und
Planungsphase. Per Twitter hat der Fotograf zur Mithilfe bei
seinem Vorhaben aufgerufen und per Doodle bereits 269
Unterstützer für sich gewinnen können, die bereit sind beim
fotografieren der verpixelten Gebäude zu helfen. Mit seinem
Vorhaben erntet Best aber nicht nur Zustimmung. Im Netz
werde er deshalb auch schon mal als Terrorist beschimpft,
erklärte er in einem Interview gegenüber Spiegel online.
(19.08.10, Spiegel)
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