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Datenschutz: Klage gegen Disney und Warner
Im US-Staat Kalifornien haben mehrere Internetnutzer Klage
gegen die Speicherung persönlicher Daten über Flash-Cookies
eingereicht.
Die Klage wendet sich gegen mehrere grosse
Webseitenbetreiber, darunter Walt Disney und Warner Records,
vor allem aber gegen den Werbenetzbetreiber
Clearspring. Letzterer bietet Webseitenbetreiber eine
Anzahl kostenloser Widgets zur Einbindung in die eigene
Homepage an. Diese Widgets speichern allerdings Daten,
einmal in Form üblicher HTTP-Cookies, zum anderen auch mit
Hilfe von LSO-Objects, besser bekannt als Flash-Cookies. Das
Verwerfliche dabei ist: Löscht der Nutzer die HTTP-Cookies,
stellt bei dem von Clearspring verwendete Verfahren, Flash
die gelöschten Cookies wieder her. Adobe selbst verurteilte
ein solches Verfahren als "Missbrauch von Local Storage".
Clearspring-CEO Hooman Radfar erklärte Ende letzten Monats
gegenüber dem Wall Street Journal, dass es sich beim Einsatz
der Flash-Cookies um einen Fehler gehandelt habe, der
inzwischen korrigiert sei. Gleichzeitig rühmt man sich
jedoch auf der Website von Clearspring, von 200 Millionen
US-Bürgern präzise Daten zu besitzen.
In der
Klageschrift werden ausser Clearspring sieben seiner
Affiliate-Partener als beschuldigte genannt. Darunter
Disneys Internet-Gruppe, Warner Records, Demand Media,
Playlist.com, Soapnet, Sodahead und Ustream. Ihnen wird
vorgeworfen, dass teilweise sensible private und
personenbeziehbare Daten in falsche Hände gegeben zu haben,
obwohl in den Browsern Third-Party-Cookies verboten wurden.
Die Klägerschaft sieht die Tatbestände des Computerbetrugs,
des Datenmissbrauchs, des unlauteren Wettbewerbs sowie der
ungerechtfertigten Bereicherung erfüllt. (17.08.10, Heise)
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