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Verbraucherzentrale warnt vor "Grevenreuth AG"
Die Osnabrücker Scheinfirma verschickt E-Mails, in denen sie
den Empfängern diverse Urheberrechtsverletzungen vorwirft.
Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor E-Mails der
Grevenreuth AG, in denen zu lesen ist, dass der Mandant
Universal Music festgestellt habe, dass über die IP-Adresse
des Adressaten "häufig urheberrechtlich geschütztes Material
in Form von Musik heruntergeladen" worden sei. Danach folgt
eine Zahlungsaufforderung von 50 Euro an Mahngebühren, die
per Paysafecard zu zahlen sind, um weitere Schritte zu
vermeiden.
In den E-Mails droht die Grevenreuth AG mit erheblichen
Anwalts- und Gerichtskosten, einer etwaigen
Zwangsvollstreckung sowie Eintragung in
Schuldnerverzeichnisse und dem Verlust der Kreditwürdigkeit.
Sogar von einer Gefängnisstrafe ist in den E-Mails zu lesen,
die den Empfänger im Begrüssungstext mit "Sehr geehrte Damen
und Herren" anredet.
Der Name der Osnabrücker Scheinfirma erinnert zwangsläufig
an den Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth, der sich als
hemmungsloser Abmahnanwalt einen Namen gemacht hat und im
Februar Selbstmord begangen hatte. Im Jahr 2008 wurde
Gravenreuth von Landgericht Berlin 2008 zu 14 Monaten Haft
verurteilt. Seine Revision wurde vom Kammergericht 2009
abgelehnt. (24.06.10, ZDNet)
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