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    Neue Facebook-Richtlinien nicht ausreichend


Datenschützer kritisieren auch die neuen Facebook-Richtlinien, immer noch müssen die Nutzer die Weitergabe von Daten erst abwählen.

Vor allem sehen die Datenschützer die jüngsten Änderungen an den Facebook-Einstellungen zur Privatsphäre als halbherzig durchgeführt. Immer noch handelt es sich im ein Opt-Out-verfahren, bei denen die Nutzer aktiv die ungewollte Weitergabe der Daten erst abwählen müssen. Es wird also nicht um Erlaubnis gefragt, sondern diese zunächst vorausgesetzt. Während die Electronic Frontier Foundation (EFF) die neuen Richtlinien schon als einen ersten Schritt in die richtige Richtung sieht, fordern andere Datenschützer nun regulatorische Massnahmen.
 


Bei den Änderungen hat Facebook immerhin bemüht dem Nutzer eine Vereinfachung bei den Einstellungen zu bieten. So wurden die zu wählenden Optionen von 50 auf 15 und die Seitenzahl von 7 auf 3 reduziert. Den US-Datenschützern von Privacy Journal oder PrivacyActivism.org ist das nicht genug. Immer noch arbeitet Facebook nach dem Motto, sich lieber hinterher zu entschuldigen, statt vorher um Erlaubnis zu bitten.

Mittlerweile werden Rufe nach einem Einschreiten der Regierung laut. So fordert Jeff Chester vom Center for Digital Democracy: "Wir wollen, dass der Gesetzgeber sich mit dieser massiven heimlichen Datensammlung beschäftigt." Vor allem stört ihm die Entwicklung der Standard-Profileinstellungen im Lauf der Zeit. Die Nutzer sollten seiner Menung nach die Daten aktiv freigeben bevor andere diese einsehen können. Die Rufe verhallen nicht ungehört. Das US-Repräsentantenhaus arbeitet an einem Gesetzesentwurf, und die Federal Trade Commission führt bereits Vorermittlungen durch.
 


Facebook weist die Argumentation der Kritiker dagegen zurück "Entweder können Websites nie ihre Standardeinstellungen ändern, egal wie sich die Anwenderbasis oder die Welt verändern, und das käme mir ziemlich komisch vor, oder die Leute bekommen solche Änderungen nicht mit. Und dazu sage ich, dass es Bemühungen wie die unseren, die Anwender aufzuklären, bisher nicht gegeben hat. 350 Millionen Anwender mussten ihre Einstellungen überprüfen, bevor sie den Dienst weiter nutzen konnten", sagte Facebook-Sprecher Barry Schnitt. (30.05.10)
 

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