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Fast Jeder im Netz wiedererkennbar
Einer Untersuchung der Electronic Frontier Foundation (EFF)
zufolge lassen Browser auch ohne Cookies eine eindeutige
Identifikation zu.
Die Untersuchung "How
Unique Is Your Web Browser?" belegt, dass sich
Internetnutzer anhand der von ihnen übermittelten
Systemkonfiguration immer wieder recht zuverlässig
wiedererkennen lassen. Besonders Nutzer, die den eigenen
User-Agent fälschen oder Flash-Cookies blockieren, lassen
sich leicht wiedererkennen.
In dem Experiment bei dem die Spuren von 470.161
Internetnutzern untersucht wurden, wiesen 83,6 Prozent der
verwendeten Browsern einen eindeutigen Fingerabdruck auf.
Weitere 5,3 Prozent kamen nur zweimal vor. Bei Nutzern, die
mit aktiviertem JavaScript oder dessen Browser Adobe Flash
verwenden, stieg die Wiedererkennungsrate auf 94,2 Prozent
an. Nur ein Prozent gingen in der Masse unter.
Auch Änderungen der Systemkonfiguration nehmen kaum Einfluss
auf die Wiedererkennbarkeit eines Internetnutzers. Zwar
änderte sich bei 37,4 Prozent unter den per Cookies
identifizierbaren Teilnehmern der Fingerabdruck mit der
Zeit, doch mit einem einfachen Algorithmus gelang es immer
noch, den Browser in 99,1 Prozent der Fälle eindeutig
wiederzuerkennen.
Der EEF nutzte zum Erstellen der eindeutigen Fingerprints
Daten, wie den vom Browser gesendeten User-Agent, die per
HTTP übermittelten ACCEPT-Header, die Cookie-Akzeptanz sowie
die per JavaScript auslesbare Bildschirmauflösung, Zeitzone
und die installierten Browser-Plugins. Per Flash oder
Java-Applet wurden die Systemschriften abgefragt und per
Javascript auf Supercookies getestet. Wer wissen will, wie
einzigartig sein Browser ist, kann dies noch unter
https://panopticlick.eff.org/ testen.
Die Untersuchung zeigt weiter, dass viele Massnahmen zur
Steigerung der Anonymität oft kontraproduktiv zu bewerten
sind. In den meisten Fällen vereinfacht es das Erstellen
eines eindeutigen Fingerabdrucks, wenn Nutzer
User-Agent-Strings ändern oder Flash-Blocker verwenden. Das
Blockieren von JavaScript erschwert dagegen die eindeutige
Identifikation des Browsers, da dadurch weniger eindeutige
Informationen gesendet werden. (18.05.10)
Siehe auch:
Browser-Spy: Welche Informationen verrät der Browser
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