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    Google stoppt Erfassung von WLAN-Daten


Der Internetdienstleister Google wird nun nicht mehr weiter im Zuge seines Street View Projektes die Daten von WLAN-Netzen erfassen.

Ohne rechtliche Grundlage und ohne die Bürger zu informieren, hat Google in der Vergangenheit systematisch während der Arbeiten an Street View auch deutsche WLAN-Netze erfasst, egal ob gesichert oder ungesichert. Nachdem der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar sowie der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Peter Schaar, davon in Kenntnis gesetzt wurden, hatten sie gefordert, dass Google die WLAN-Scanner aus Street-View-Fahrzeugen unverzüglich ausbaut, da die privaten Funknetze rechtswidrig gescannt würden. Daraufhin beteuerte das Unternehmen noch im April, lediglich die MAC-Adressen und die Namen (SSID) der Funknetze zum Zweck der Positionsbestimmung für Geräte ohne GPS erfasst zu haben.
 


Nachdem Caspar um eine Überprüfung der von den Street-View-Autos gesammelten Daten gebeten hatte, sah man sich bei Google dazu veranlasst, intern die Datensammlung selbst zu sichten. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Stellungnahme vom 27. April zum Umfang der Datensammlung falsch gewesen sei. Versehentlich seien auch Nutzdaten von offenen Funknetzen aufgezeichnet worden, schilderte Google-Manager Alan Eustace im Google-Blog und versichert auch gleich, dass Google diese Daten für keines seiner Produkte verwendet habe. Sofort habe man die Daten isoliert und sie aus dem Unternehmensnetz genommen, damit sie nicht mehr zugänglich seien. Die Software war unbeabsichtigt in den seit 2007 fahrenden Street-View-Autos mitgeführt worden, so Eustace.
 


Für Google sei das Vertrauen der Menschen wichtig, beteuerte der Google-Manager weiter in seinem Blog und gab zu, dass hier das Unternehmen gefehlt habe. Nun sollen unabhängige Experten hinzugezogen werden, die die Software zur Aufzeichnung der WLAN-Daten überprüfen sollen. Dazu will man intern die Handlungsabläufe inspizieren, um sicherzustellen, dass die Kontrollen ausreichen, damit sich derartige Vorfälle nicht mehr wiederholen können. (15.05.10, Heise)
 

Siehe auch:

Google erfasst flächendeckend WLAN-Netze


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