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Innenminister de Maizière will Domainvergabe verstaatlichen
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will die
Vergabe von Adressen im Internet unter staatliche Aufsicht
stellen.
Nach Meinung des Innenministers ist der Umstand, dass
derzeit weitgehend private Einrichtungen dir Adressvergabe
kontrollieren kontrollieren "keine ausreichende Antwort für
die Zukunft." Stattdessen müssten staatliche Einrichtungen
eine "Schutzpflicht für sichere Online-Kommunikation"
übernehmen, um das Vertrauen der Bürger in der Sicherheit
von Diensten wie das Online-Banking und E-Mails zukünftig
ausreichend zu gewährleisten.
Derzeit wird die Domainvergabe in Deutschland von der
genossenschaftlich organisierten Denic organisiert. Die
Denic geht dabei nach dem Prinzip "First-come-first-served"
vor und macht dabei keinen Unterschied zwischen Privatleuten
oder Unternehmen. Bei Streitigkeiten, etwa wegen verletzter
Marken- und Namensrechte, greift die Denic nicht ein, diese
müssen von einem Gericht entschieden werden. Denic bietet
lediglich Hilfestellungen bei der Konfliktlösung an, etwa
das Setzen eines Dispute-Eintrags.
In einem Interview mit der taz äusserte sich de Maizière,
dass es ein Phänomen sei, dass die Adressvergabe überhaupt
funktioniere, obwohl sie nur von Privatleuten verabredet
sei. (03.05.10, ZDNet)
Siehe auch:
Denic: First-come-first-served
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