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Trojaner findet urheberrechtlich geschützte Dateien
Mehrere Antiviren-Hersteller warnen vor einem dreisten
Trojaner, der als Antipiraterie-Scanner getarnt, mit einem
Gerichtsverfahren droht.
Der angebliche Antipiraterie-Scanner scannt das System
tatsächlich nach urheberrechtlich geschützten
Torrent-Dateien und listet diese dem betroffenen
Windows-Anwender in einem Fenster samt Beschreibung und
rechtlichen Konsequenzen auf. Die Meldungen und Warnungen
lassen sich zwar wegklicken, werden aber nach dem nächsten
Systemstart erneut angezeigt. Der Trojaner wechselt zudem
das Hintergrundbild gegen ein Bild mit der Warnung "Warning!
Piracy Detected" aus.
Als nächsten Schritt schlägt der Trojaner dem Anwender im
Namen der angeblichen Copyright-Initiative "ICPP Foundation"
eine aussergerichtliche Einigung vor. Der Anwender soll 400
Dollar zahlen, andernfalls sollen die gesammelten Daten an
ein Gericht weitergeleitet werden. Dem Nutzer würden bei
einer Verurteilung bis zu fünf Jahren Haft und mehreren
hunderttausend Dollar Strafe drohen.
Folgt der Nutzer den Anweisungen, wird er auf eine
angeblichen Webseite der ICPP-Foundation geleitet, auf der
man den geforderten Betrag per Kreditkarte überweisen kann.
Ein echtes Zahlungssystem steckt aber nicht in der Webseite,
der Sinn besteht darin in den Besitz der Kreditkartendaten
zu kommen.
Laut F-Secure soll sich der Trojaner unter anderem als
iqmanager.exe in C:\documents and settings\USERNAME\application
data\IQManager\ verstecken. Er gelangt vermutlich in
Zusammenhang mit Scareware-Seiten auf den Rechner, wobei das
Opfer die Datei vermutlich selbst heruntergeladen und
installiert hat. (13.04.10, Heise)
Siehe auch:
Trojaner in USB-Ladegerät
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