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Steganos hat Insolvenz angemeldet
Der Anbieter für Verschlüsselungssoftware Steganos hat
Insolvenzantrag gestellt. Nun wird geprüft, ob das
Unternehmen weitergeführt werden kann.
Das Amtsgericht Frankfurt hat für das
Insolvenzantragsverfahren der Steganos GmbH die Franfurter
Rechtsanwältin Hildegard A. Hövel zur vorläufigen
Insolvenzverwalterin bestellt (Aktenzeichen 810 IN 66/10).
Sie wird nun prüfen, ob und wie das Unternehmen
weitergeführt werden kann.
Genauere Auskünfte, wie es zu dem schlechten Zustand des
Unternehmens gekommen ist, wurden noch nicht gegeben. Eine
allgemeine Erklärung wäre das verschärfte Wettbewerbsumfeld.
Schon in der letzten Woche hatte sich Steganos von der
Vermarktung seiner Produkte über Affiliate-Netzwerke
verabschiedet.
Im vergangenen Jahr hatte das britische Unternehmen Sophos
das ebenfalls deutsche Verschlüsselungs-Unternehmen Utimaco
aufgekauft. Auch Symantec ist seit einiger Zeit mit Symantec
Endpoint Encryption immer stärker im Bereich Verschlüsselung
aktiv, ebenso Microsoft mit seinem BitLocker.
Steganos ist bereits seit 1996 in der Entwicklung und
Vermarktung von Sicherheitssoftware für Privatanwender und
kleinere Firmen aktiv. Mit Steganos-Software lassen sich
Fotos, Dokumente oder Kontaktdaten vor unbefugten Zugriff
schützen. Einige der Steganos-Tools sind auch als Freeware
auf dem Markt, etwa ein Tool zur Passwortsicherung und
Verwaltung. (30.01.10)
Siehe auch:
Malware erschreckt mit defekten Dateien
Computervirus verschlüsselt Daten
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