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Windows-Sicherheitslücke blieb 17 Jahre verborgen
Ein Google Mitarbeiter hat eine Sicherheitslücke entdeckt,
durch die Anwender mit eingeschränkten Rechten an
System-Rechte gelangen können.
Verursacht wird die Lücke durch Fehler in der 1993
eingeführten Virtual DOS Machine zur Unterstützung von
16-Bit-Anwendungen. Daher kann davon ausgegangen werden,
dass die Lücke in allen 32-Bit-Versionen von Windows
existent ist, von Windows NT 3.1 bis hin zum aktuellen
Windows 7.
Die Virtual DOS Machine (VDM) beruht auf dem Virtual 8086
Mode (VM86) der 80386-Prozessoren und fängt unter anderem
Hardware-Zugriffe wie BIOS-Aufrufe ab. In dessen Umsetzung
fand der zum Google Sicherheitsteam gehörende Tavis Ormandy
Schwachstellen, durch die ein nicht privilegiertes
16-Bit-Programm den zu jedem Prozess gehörenden Kernel-Stack
manipulieren kann. Das ermöglicht die Ausführung von eigenen
Code mit Systemrechten.
Ormandy hat zu der Sicherheitslücke auch einen Exploit
veröffentlicht, der unter Windows XP, Windows Server 2003
und 2008, Windows Vista und Windows 7 funktioniert. Einen
Patch gegen die Lücke gibt es seitens Microsoft immer noch
nicht und das, obwohl nach Angaben von Ormandy Microsoft
bereits Mitte letzten Jahres informiert wurde. Tavis Ormandy
hat sich nun entschlossen, die Lücke zu veröffentlichen, da
seiner Meinung nach die Workarounds zur Beseitigung relativ
einfach zu bewerkstelligen sind. Das MSDOS-Subsystem sollte
einfach deaktiviert werden. Da sowieso kaum noch
16-Bit-Anwendungen ausgeführt werden, werden dadurch bei den
meisten Anwendern keine Probleme entstehen.
System-Administratoren können die oben genannte Option
deaktivieren, indem in der Registry der Schlüssel: "\HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\AppCompat"
erzeugt und dort als D-Word-Wert "VDMDisallowed = 1"
angelegt wird. (Download
.reg-Datei)
Alternativ, wenn vorhanden, lässt sich die Ausführung von
16-Bit-Anwendungen auch über den Editor für
Gruppenrichtlinien abschalten. (20.01.10, Heise)
Siehe auch:
Schwere Sicherheitslücke in Internet Explorer
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