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    Bürgerrechtler fordern Umdenken der Regierung


Bürgerrechtler des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung fordert von Bundesinnenminister Thomas de Maizière einen "radikalen Wandel der Innenpolitik".

In einer Mitteilung anlässlich des heutigen, ersten Treffens von Bürgerrechtlern, Verbraucherschützern, Wissenschaftlern und Vertretern aus der Wirtschaft mit dem Minister, fordert der Arbeitskreis, der Staat solle Überwachung abbauen und Projekte wie die Vorratsdatenspeicherung, De-Mail und den biometrischen Personalausweis stoppen. Mit diesen Projekten leiste der Staat Datenpannen Vorschub und könne gleichzeitig von anderen nicht mehr glaubwürdig mehr Anstrengungen im Bereich Datenschutz und Datensicherheit verlangen.
 


Im ersten Halbjahr 2010 plant der Bundesinnenminister insgesamt vier Dialogveranstaltungen zu den "Perspektiven deutscher Netzpolitik" durchzuführen. Die heutige, erste Veranstaltung steht unter dem Thema: "Datenschutz und Datensicherheit im Internet". An dem Treffen nehmen neben dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung auch Mitglieder von Netzpolitik.org und dem Chaos Computer Club teil. Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, Gerd Billen vom Verbraucherzentrale Bundesverband, Bernhard Rohleder vom Verband Bitkom werden teilnehmen.

Um Spam, Datendiebstahl und Datenmissbrauch zukünftig wirksam entgegenzutreten, ist neben einer Erhöhung des gesetzlichen Schutzniveaus zunächst die Durchsetzung vorhandener Gesetze angebracht, so der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Um Datenschutzpannen zu verhindern, müsse die Politik Abmahnungen durch Konkurrenten zulassen und Klagen von Verbraucherzentralen oder Datenschutzverbänden ermöglichen. Auch müssen Entschädigungen bei Datenpannen vorgeschrieben werden. Bei kommerzieller Software und Diensten soll man verlangen können, dass die Voreinstellungen datenschutzkonform sind, heisst es in einer Stellungnahme der Bürgerrechtler. (18.01.10, Heise)

 

Siehe auch:

Arbeitskreis rät zu Anonymisierungsdiensten

 

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