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    Kritik an die geplante "Tagesschau-App"


Der Springer-Verlag reagiert mit heftiger Kritik auf die Pläne der ARD, zukünftig die Tagesschau auch als kostenfreie App für mobile Endgeräte anzubieten.

Wie die Zeit berichtet sagte die Unternehmenssprecherin des Springer-Verlag, Edda Fels in Berlin: "Wir haben die Ankündigung der ARD, ein kostenloses Applet der Tagesschau in Apples AppStore anzubieten, mit Befremden zur Kenntnis genommen. Wir gingen davon aus, dass die vorhandenen Gebühren schon nicht mehr zur Finanzierung des bestehenden Angebots ausreichen. Deshalb wundern wir uns, dass im Vorfeld der geplanten Gebührenumstellung das Angebot sogar erweitert werden soll."

Während andere Applets, wie das Angebot der Bild Zeitung nicht kostenlos in Apples AppStrore angeboten werden, so will die ARD die entstehenden Mehrkosten des Angebots aus der Kasse der Rundfunkgebühren decken. Das erklärte am Montag ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke einem dpa-Gespräch. "Mehrere Hunderttausend iPhone-Nutzer dürfen von uns erwarten, dass wir sie auch unterwegs mit seriösen Nachrichten versorgen", so Gniffke.
 


Während die ARD es als selbstverständlich ansieht, den geringen Teil der Besitzer eines Smartphones mit Informationen zu Lasten aller Gebührenzahler zu versorgen, kritisiert Springer-Sprecherin Fels weiter: "Es gehört ganz sicher nicht zum Grundversorgungsauftrag öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten, kostenlose Applets auf dem iPhone zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich hierbei um eine nicht tolerierbare Marktverzerrung." (22.12.09, Zeit online)
 

Siehe auch:

Computer Bild - Heft-CD mit Virus

 

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