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    Google soll in Ratingen Kilometergeld bezahlen


Das US-Unternehmen Google soll künftig für jeden Kilometer Strasse, den es in der Stadt Ratingen fotografiert, 20 Euro zahlen.

Da das Abfotografieren von Strassenzügen durch Google für seinen Dienst Google Street View rechtlich wohl nicht zu verhindern ist, verlangt die Stadt Ratingen von dem Unternehmen nun eine Sondernutzungsgebühr. Den entsprechenden Beschluss hat der Stadtrat von Ratingen bereits mit Mehrheit gefasst.

Beim Befahren für die Datenerhebung durch fotografische Erfassung des gesamten Stadtgebietes handele es sich um eine Sondernutzung im Sinne des Paragraph 18 Straßen- und Wegegesetz Nordrhein Westfalen (StrWG). Diese sei genehmigungsbedürftig, begründet die Stadt Ratingen ihren Beschluss. Bei 309 Kilometern kommunaler Straßen müsste Google nach Berechnungen der Stadt eine Gebühr von 6180 Euro zahlen.
 


Allerdings geht aus dem Beschluss auch hervor, dass die Abgrenzung zwischen gebührenfreien Gemeingebrauch und einer Sondernutzung wie im Falle Google Street View von der Rechtsprechung bislang noch nicht einwandfrei geklärt ist. "Alle hierzu vertretenen Auffassungen können durchaus respektable Argumente vorbringen. Daher besteht im Falle einer Klage der Firma Google Street View ein prozessuales Risiko."

Bislang ist das Abfotografieren der Strassen in Ratingen von Google noch nicht vorgesehen, es sei aber früher oder später zu erwarten, so die Beschlussvorlage. Auch ähnliche Vorhaben konkurrierender Firmen können nicht ausgeschlossen werden. (16.12.09, Heise)
 

Siehe auch:

Städte wehren sich gegen Google

 

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