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Microsoft-Kunden bekämpfen Software-Piraterie
Microsoft will zukünftig auch seine Kunden in den Kampf
gegen illegale Softwarekopien als Partner mit einbeziehen.
Da immer mehr Kunden zum Hersteller kommen, weil sie sich
nicht sicher sind legale Produkte erworben zu haben, bietet
Microsoft nun in vielen Städten weltweit einen "Produktidentifikationsservice"
(PID) an, über den Verbraucher innerhalb eines Tages prüfen
lassen können, ob sie Fälschungen aufgesessen sind. Eine
dazu eigens eingerichtete
Webseite darüber hinaus Tipps an, wie eine Fälschung zu
erkennen ist.
Microsoft-Justiziarin Swantje Richters ist davon überzeugt,
dass die Kunden diesbezüglich "einen guten Riecher" haben.
Von den in den letzten zehn Jahren überprüften Produkten
haben sich tatsächlich 90 Prozent als gefälscht heraus
gestellt. Wer einen Kaufbeleg oder eine eidesstattliche
Versicherung über den Kauf der Software vorweisen kann, der
erhält von Microsoft ein lizenziertes Produkt. Ausgenommen
davon sind Personen, die sich Software online besorgen oder
Händler, die jedes einzelne gekaufte Paket ersetzt haben
wollen, so Richters.
"Wir wollen, dass Verbraucher nein sagen zum Kauf von
Fälschungen", erklärt Doris Möller vom Deutschen Industrie
und Handelskammertag (DIHK). Wenn den Verbrauchern stärker
bewusst wäre, dass sie mit dem Kauf von raubkopierter
Software der organisierten Kriminalität in die Hände
spielen, würden wahrscheinlich einige Kunden von alleine die
Finger davon lassen.
Aktuell laufen zehn zivilrechtliche und zwei strafrechtliche
Verfahren von Microsoft gegen Anbieter gefälschter
Microsoft-Produkte übers Internet in Deutschland und 200
Verfahren weltweit. (03.12.09, Heise)
Siehe auch:
Urheberrecht: Zoll soll MP3-Player kontrollieren
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