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    Google und Facebook starten Datenschutz-Offensive


Der häufig wegen seiner Datenschutzpolitik kritisierte Internetriese Google will seinen Nutzern künftig mehr Kontrolle über ihre Daten geben.

Über ein spezielles Dashboard sollen sich die Nutzer von Google-Diensten einen Überblick aller gespeicherten Daten, die sie ins Netz gestellt haben verschaffen können. Dazu werden in dem Dashboard alle vom Nutzer verwendeten Dienste aufgezählt und ihm einen Überblick etwa über verschickte E-Mails, Chat-Beiträge oder hochgeladene Bilder zur Verfügung gestellt. Parallel dazu hat der Nutzer über Links Zugriff auf seine Sicherheitseinstellungen in den jeweiligen Diensten.

Momentan werden bereits mehr als zwanzig Google-Dienste in der Anwendung erfasst, neben Google Mail beispielsweise auch das Video-Portal YouTube, der Bilderdienst Picasa und dem Kalender. Zugriff auf die von Google aufgrund der IP-Adresse gesammelten Informationen, bietet das neue Werkzeug dem Nutzer allerdings bislang nicht.
 


Mit den neuem Tool möchte Google den Nutzern mehr "Transparenz und Kontrolle über ihre Daten", so Wieland Holfelder, Leiter des Google-Entwicklungszentrums in München. Es sei wichtig, "dass sich Nutzer bewusst sind, welche Daten online sind und wie sie diese steuern könnten".

Auch das Online-Netzwerk Facebook ist bemüht, seinen Nutzern zukünftig einen besseren Datenschutz zu bieten. Als erstes will man die Datenschutzerklärung verständlicher gestalten. Damit reagiert der mit weltweit mehr als 300 Millionen registrierten Nutzern Marktführer Facebook, auf die Kritik kanadischer Datenschützer.
Im August bemängelte die kanadische Datenschutz-Beauftragte Jennifer Stoddart, dass dass die Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten "oft verwirrend und unvollständig" seien. Darauf wil Facebook nun reagieren. "Unsere wichtigsten Ziele waren Transparenz und Lesbarkeit", sagte Facebook-Manager Elliot Schrage. Daher ist man jetzt bemüht eine einfache Sprache zu verwenden und zur Verdeutlichung vielfach Beispiele zu nennen. (06.11.09, Tagesschau)

 

Siehe auch:

Soziale Netzwerke im Visier der Verbraucherschützer

Mobbing im Internet: 15-Jährige begeht Selbstmord

 

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