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    Internetsperre in Deutschland gestoppt


Die von Bundestag und Bundesrat gerade beschlossene Internetsperre zur Eindämmung von Kinderpornografie wurde auf Eis gelegt.

Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat die beschlossene Internetsperre gestoppt, weil die gesetzliche Grundlage fehlt. Damit kann die geplante Internetsperre zunächst nicht mehr in Kraft treten.
Die Internet-Sperrverträge, die zwischen dem Bundeskriminalamt und den Internetprovidern getätigt wurden, haben nach Ansicht des Wiesbadener Verwaltungsgerichtes keine gesetzliche Grundlage und sind somit gesetzeswidrig. Das BKA darf nun keine Sperrlisten mehr an die Provider ausliefern. Der BKA-Präsident und der zuständige Referatsleiter wurden zudem von dem Gericht dazu aufgerufen, eidesstattliche Versicherungen abzugeben, dass keine Sperrlisten an die Provider ausgeliefert werden.


Das Gericht begründet den Entscheid damit, dass das Gesetz zwar von Bundestag und Bundesrat verabschiedet, bisher aber noch nicht veröffentlicht wurde. Damit fehlt die rechtliche Grundlage für die Auslieferung der BKA-Sperrlisten.
 


Die viel kritisierte Internetsperre soll die Kinderpornografie im Internet eindämmen. Ruft ein Internetnutzer eine vom BKA indizierte Webseite auf, so sollte der Seite ein Stoppschild eingeblendet werden. Kritiker bemängeln, dass diese Art der Sperrung jedoch leicht umgangen werden kann, man solle viel mehr diese Seiten sofort vom Netz nehmen, statt sie zu verstecken.
Andere sehen in den Sperren einen ersten Schritt zur Zensur, was nicht unbegründet zu sein scheint, da erste Forderungen bereits laut geworden sind sind, diese Art Sperre auch auf andere Bereiche im Internet auszudehnen. (09.10.09)

 

 

Siehe auch:

ZDF löscht Umfrage zu Internetsperren

Weitere Internetsperren gefordert

 

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