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Tausende Hotmail-Konten gekapert
Die Zugangsdaten von 10.000 Hotmail-Nutzern sind im Internet
aufgetaucht, Microsoft musste die betroffenen Konten
sperren.
So konnten tausende Kunden des Microsoft E-Mail-Dienstes
Hotmail nicht mehr auf ihre E-Mail-Postfächer zugreifen. Um
nach der Sperrung wieder Zugriff zu erhalten, müssen die
Kunden erst ein Sicherheitsformular auf einer
Microsoft-Seite ausfüllen.
Unter anderem werden dazu Datum und Uhrzeit der letzten
erfolgreichen Anmeldung bei Hotmail und einige persönliche
Daten abgefragt. Wer unsicher ist, ob sein Konto betroffen
ist, kann die Seite auch ohne eine Sperrung zur Überprüfung
nutzen.
Nichts genaues weiss man darüber, wie die Betrüger zu den
Daten gelangt sind. Microsoft schliesst eine Hacker-Attacke
aus und vermutet gezielte Phishing-Attacken. "Phishing ist
heute oft sehr gut gemacht", sagt Microsoft-Sprecher Thomas
Baumgärtner. "Es ist nicht mehr so wie noch vor ein paar
Jahren, als man die gefälschten Mails an schlechtem Deutsch
erkannt hat."
Aber nicht nur über Phising-E-Mails könnten die Daten
gestohlen worden sein. Denkbar wären genauso Trojaner, die
sich beim Besuch infizierter Webseiten auf dem Computer
einnisten und Zugangsdaten protokollieren.
Ersten Meldungen zufolge soll eine Liste im Internet
aufgetaucht sein, die Daten von 10 028 E-Mail-Konten, die
mit A und B beginnen, enthält. Die Liste ist mittlerweile
nicht mehr auffindbar. (06.10.09, Focus)
Update:
Nicht nur Zugangsdaten von Hotmail-Konten wurden gestohlen,
mittlerweile bestätigen auch Yahoo und AOL, dass zahlreiche
Zugangsdaten ihrer Nutzer gephisht wurden. (07.10.09)
Siehe auch:
Sicherheitslücke in Google Mail
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