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Microsoft warnt vor Chrome-Plugin
Aus Sicherheitsgründen rät Microsoft Nutzern des Internet
Explorer von der Installation von Googles Chrome Frame ab.
Mit Googles Chrome Frame können Nutzer die
Darstellungs-Engine von Chrome im Internet Explorer nutzen,
ohne den Browser zu installieren. Ein Microsoft Sprecher
erklärte, Microsoft habe viele Sicherheitsupdates und
Verbesserungen herausgebracht, um den Internet Explorer für
seine Nutzer sicherer zu machen. Vor dem Hintergrund der
generellen Sicherheitsprobleme von Plugins und Chrome im
Speziellen würde Chrome Frame die Angriffsfläche für Malware
und Phishing-Attacken verdoppeln.
Gleichzeitig verwies der Sprecher auf den Phishing- und
Malware-Studien von NSS-Labs, die den Internet Explorer noch
vor kurzem noch als den sichersten Browser ausweisen.
Die Stellungnahme Microsoft wird bereits heftig diskutiert.
Ein Artikel der Ars-Technica weist beispielsweise speziell
darauf hin, dass Googles Browser Chrome als einziger nach
einem Tag des Pwn2own-Hacker-Wettbewerbs nicht gekapert
werden konnte, im Gegensatz zu Firefox, Safari und dem
Internet Explorer.
Google begründet die Entwicklung von Chrome Frame mit
mangelhaften HTML5-Fähigkeiten des Internet Explorer.
Google-Wave-Entwickler Lars Rasmussen erklärt in einem
Blog-Posting, dass man besonders bei der Entwicklung von
Google Wave bemerkt habe, dass der Microsoft-Browser der
aktuellen Web-Entwicklung hinterher hinke. Auch die
Performance der JavaScript-Engine des Internet Explorers sei
viel zu schlecht.
Man möchte die Stunden, die man in der Vergangenheit mit
Anpassungen für den Internet Explorer verbracht hat,
zukünftig lieber in die Verbesserung von Wave stecken.
Viele Beobachter sehen daher den eigentlichen Grund für
Microsofts Warnung eher darin, den Internet Explorer vor
fremden Einflüssen zu schützen. (25.09.09, Heise)
Siehe auch:
Drittes Release von Chrome verfügbar
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