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    Botnetz zerstörte sich selbst


Wie Beobachtungen zeigen, hat sich offenbar im April ein Botnetz mit einem Umfang von ungefähr 100.000 PCs selbst zerstört.

Besagtes Botnetz beruhte auf ZeuS, einem Botnet-Toolkit, welches schon für einige hundert Dollar zu haben ist und mit dem Kriminelle PCs von Anwendern infizieren und danach aus der Ferne für ihre Zwecke einsetzen können.
Vermutlich wurde der Steuerserver von einer feindlichen Bande übernommen, denn vom Steuerserver wurde ein Kill-Befehl gesendet, durch den ein infiziertes System sofort die Windows-Registry-Pfade HKEY_CURRENT_USER, HKEY_LOCAL_MACHINE\Software und HKEY_LOCAL_MACHINE\System löschen würde und den virtuellen Windows-Speicher mit Nullen überschreibt. Dadurch wird ein Windows-System unbrauchbar.
Solche Selbstzerstörungsfunktionen in Bots sind nicht ungewöhnlich. Sie dienen etwa dazu, ein Opfer gezielt nach dem Diebstahl seiner Bankzugangsdaten vom Internet abzuschneiden, damit es so schnell keine weiteren Kontobewegungen mehr verfolgen kann.
 


Warum in diesem Fall gleich ein ganzes Botnetz ausgeschaltet wurde, lässt sich nur vermuten. Anti-Spam-Aktivist Roman Hüssy, der die Seite ZeusTracker zur Überwachung mehrerer ZeuS-Steuerserver verschiedener Banden betreibt, vermutet ein Versehen. Häufig handele es sich bei den Betreibern von Botnetzen nicht um besonders befähigte Personen. (11.05.09, Heise)

 

Siehe auch:

Würmer verbreiten sich über MySpace und Facebook

 

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