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Constantin Film mahnt Filesharer ab
Deutschlands grösster Filmproduzent Constantin verschickt im
Kampf gegen Raubkopien derzeit massenhaft Abmahnungen an
private Filesharer.
Ungewöhnlich dabei ist, dass der Filmverleiher und
-produzent (Der Baader Meinhof Komplex oder Männersache)
dabei in erster Linie gegen private Tauschbörsennutzer
vorgeht. Das Unternehmen verlangt von privaten Uploadern
neben einer Unterlassungserklärung Schadenersatz von rund
800 Euro.
Nach eigenen Angaben hat Constantin Film etwa 10.000
IP-Adressen durch "einen technischen Dienstleister"
identifiziert. Provider, wie die Telekom, haben anhand der
IP-Adressen bislang 500 Kundendaten ermittelt und zu
Constantin übermittelt.
Auf einer Anfrage von Golem.de erklärte Rechtsanwalt
Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde & Beuger, dass
"hauptsächlich private Filesharer abgemahnt werden. Das ist
bezogen auf die Filmindustrie neu. So etwas habe ich in den
letzten zweieinhalb Jahren nicht erlebt".
Constantin Film selbst bestätigte auf einer Anfrage, dass
gegen private Uploader vorgegangen wird. Bislang habe man
zwei Unterlassungserklärungen zurückerhalten, so Sprecherin
Valeria Kurz. (06.05.09, Golem.de)
Siehe auch:
Hustler im Kampf gegen Filesharer
Musikindustrie stellt Massenklagen ein
Staatsanwälte gegen Filesharer machtlos
Schonzeit für deutsche Tauschbörsennutzer
Keine Akteneinsicht für die Musikindustrie
Musikindustrie mahnt wahllos Filesharer ab
Tauschbörsen: Staatsanwaltschaft verweigert Ermittlungen
P2P: Jetzt Ermittlungen gegen Staatsanwalt
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