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Internet fördert Gleichgültigkeit
Einer Studie von Forschern an der Universität von
Süd-Kalifornien zufolge, lässt das Internet den Sinn für
Moral abstumpfen.
Die Forscher des "Brain and Creativity Institute", die diese
Studie an der Universität durchgeführt haben, stellten zudem
weiter fest, dass das Internet langfristige Schäden bei der
Gehirnentwicklung junger Menschen anrichten kann.
Das Überfluten mit ständig neuen Nachrichten und die
Möglichkeit sozialen Kontakten unmittelbar herzustellen,
seien für den "moralischen Kompass" des Gehirns einfach zu
schnell. Es fehle einfach die Zeit über Ereignisse und
Gefühle nachzudenken und diese ausreichend zu verarbeiten.
Besonders starke Nutzer von sozialen Netzwerken wie Twitter
oder Facebook tendieren dahin, menschlichen Gefühlen und
Leiden gleichgültig gegenüber zu stehen.
Das Gehirn könne zwar in einem Bruchteil einer Sekund etwas
offensichtliches wie physische Schmerzen bei anderen
Menschen erkennen, jedoch dauert die Verarbeitung von
Gefühlen wie Bewunderung oder Mitgefühl länger. Gerade diese
seien aber für die Entwicklung von Moral entscheidend.
Wer viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringt, dem bleibt
offenbar zu wenig Zeit für Moral-formende Tätigkeiten wie
reale Freunde zu treffen oder ein Buch zu lesen. (16.04.09,
gamestar.de)
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