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Warnung vor Kino.to
Webseiten mit Streams von raubkopierten Filmen und
TV-Inhalten gehören zur Zeit zu den begehrtesten
Web-Angeboten.
Unter Jugendlichen sind Anbieter von Video-Streams wie
Kino.to nicht weniger bekannt, als Google oder Wikipedia.
Der Stream-Aggregator versorgt vor allem junge Fans mit
raubkopierten Filmen oder mitgeschnittenen Fernsehsendungen.
Die Abrufstatistiken von kino.to zeigen dabei klar auf, wie
beliebt derartige Streaming-Dienste mittlerweile sind.
Einzelfilme kommen nicht selten Millionen Abrufe,
Fernsehserien generieren bis zu 40 Millionen.
Mittlerweile bereichert sich Kino.to allerdings mit Hilfe
von Partnern auf Kosten der Nutzer. Martin Wieler von der
Verbraucherzentrale in Siegburg warnt vor versteckten
Abo-Fallen auf der Seite. Noch liegt keine genaue Zählung
vor aber aber es gehe mittlerweile um Tausende von Fällen
abgezockter Nutzer monatlich.
Seit Herbst 2008 bombardiert Kino.to seine Nutzern mit ganze
Kaskaden von Werbebannern und Abo-Fallen, die vor allem von
jugendlichen Nutzern nicht immer als solche erkannt werden.
Immer geht es darum, von den Usern entweder Einmalzahlungen
zu erschleichen, oder sogar langfristige Verträge, die mit
bis zu 96 Euro im Jahr zu Buche schlagen.
Dabei stammt ein grosser Teil der Werbung von sogenannten
Fakeware-Anbietern. Mit Hilfe einer Einblendung wird dem
Nutzer eine Virenverseuchung des Rechners vorgetäuscht, um
ihn dazu zu bringen, eine Software zu kaufen oder kostenlos
herunterzuladen.
Auch werden kleine Fenster mit Fehlermeldungen auf Kino.to
eingeblendet. Klickt man auf diese, führt das sofort zur
Installation einer kleinen Software. Die Krönung dieser
dubiosen Angebote ist dann oft die Forderung nach einer zu
zahlenden Summe oder einer Abo-Gebühr, um den Rechner wieder
freizubekommen, im Grunde ein Lösegeld.
Eine weitere Masche von Kino.to sind Meldungen von fehlenden
Plugins, ohne die der Nutzer das Filmangebot nicht sehen
kann. Will der Nutzer ein fehlendes Plugin installieren,
wird er auf gefälschten Webseiten legaler Anbieter wie Adobe
oder DivX geleitet. Vor dem Download kommt eine
Registrierung, mit der schon durch Drücken auf "Anmelden"
ein angeblicher Vertrag zustande kommt, der 96 Euro kosten
wird. Der Hinweis dazu ist versteckt zwischen Erklärungen
zum Gratis-Angebot. (06.04.09)
Siehe auch:
Verbraucherschutz warnt vor neuer Abzocke
Abzocke mit Hausaufgaben
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