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RPC-Wurm blockiert Windows Update
Die Sicherheitsspezialisten von Symantec haben einen
Wurm entdeckt, der genau ab dem 1. Januar beginnt,
Unheil anzurichten. Der Wurm verbreitet sich über eine
RPC-Sicherheitslücke, die Microsoft allerdings bereits
im Oktober mit einem ausserplanmässigen Update gepatcht
hat.
Der Wurm kommt zwar erst zwei Monate nach Bekanntwerden
der Lücke, sodass die meisten Rechner bereits gepatcht
sein dürften, wer sich den Wurm dennoch eingefangen hat,
muss mit einer ganzen Reihe von Schäden rechnen. Der
Wurm macht das Windows-Update unbrauchbar, löscht alle
verfügbaren Wiederherstellungspunkte und blockiert den
Zugang auf alle Domains der bekannten
Antivirus-Hersteller, um zu verhindern, dass die Nutzer
Updates für Antivirenprogramme herunterladen können.
Zudem versucht der Wurm sich im Intranet zu verbreiten,
indem er eine Verbindung mit dem ADMIN$-Share auf jedem
Windows-Rechner aufnimmt. Dabei probiert er eine Reihe
von häufig genutzten Passwörtern aus. So kann sich der
Wurm auch auf bereits gegen die RPC-Lücke gepatchte
Rechner verbreiten.
Ab dem 1. Januar 2009 wird der Wurm dann aktiv, indem er
versucht, einen Webserver auf einem Zufallsport zu
starten und DSL-Router per UPnP zu modifizieren, um so
den Port ins Internet zu routen. Anschließend meldet er
den Port und die öffentliche IP-Adresse an mehrere von
den Cyberkriminellen aufgesetzte Server, die auf diese
Weise Zugriff auf die verseuchten Computer erhalten. Ein
Zurücksetzen des Datums auf 2008 bringt dabei keine
Abhilfe, da der Schädling das Datum aus dem Internet
bezieht.
Gefährdet ist zunächst jeder PC, der den Patch
MS08-067 nicht installiert hat. Rechner in einem
Netzwerk sind grundsätzlich gefährdet, wenn bereits ein
Rechner verseucht ist und ein Administrator Kennwort aus
der von Symantec veröffentlichten Liste genutzt wird.
(02.01.09, ZDNet)
Siehe auch:
Liste der Passwörter von Symantec und Removal-Tool
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