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Tauschbörsen schuldlos an Umsatzeinbrüchen
Die Musik- und Filmindustrie behauptete lange Zeit, dass
Musik- und Film-Tauschbörsen für ihre Verluste
verantwortlich seien. So setzte man sich dahingehen
durch, dass Filesharer wie Kriminelle behandelt
werden sollen, die sich des Diebstahls und der
Urheberrechtsverletzung schuldig machen. Durchschlagend
wurde die Argumentation ab dem Zeitpunkt, als der
damalige Administrator von Elite Torrents, Daniel Dove,
wegen Konspiration und schwerer Urheberrechtsverletzung
zu 18 Monaten Gefängnis
verurteilt wurde.
Nun unterstreicht der US-Bezirksrichter James P. Jones
in einem 16-seitigem Dokument, dass die Argumentationen
der MPAA und RIAA nicht haltbar seien. Vielmehr seien
die Ursachen der sinkenden Umsätze der Musik- und
Filmindustrie in dem Grundprinzip der Betriebswirtschaft
zu finden, dass die Nachfrage immer dann sinkt, wenn die
Preise steigen.
Nutzer die Musik oder Videos ohne Bezahlung aus dem
Internet herunterladen, würden die selben Produkte nicht
zwangsläufig auch käuflich erwerben, selbst wenn die
Möglichkeit dazu nicht bestehe. Die Produkte seien ihnen
einfach zu teuer. (18.01.09, Heise).
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