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    iPhone protokolliert mit Screenshots

Einem US-Sicherheitsexperten ist es aufgefallen, das iPhone macht offenbar selbstständig Schnappschüsse vom Bildschirm des Nutzers. Angeblich sollen Ermittler auf die Daten zugreifen können und diese Sicherheitslücke auch schon genutzt haben. Apple schweigt dazu.

Wie die Sicherheitslücke ausgenutzt werden kann, demonstrierte Hacker und IT-Sicherheitsfachmann Jonathan Zdziarski am vergangenen Donnerstag live im Netz.

Das iPhone macht offenbar automatisch Screenshots von allem, was der Nutzer damit tut. Jedes Mal, wenn der Nutzer auf den Home-Button klickt, schrumpft das Bild zu einem Punkt zusammen und gibt das Menü frei. Um diesen Effekt darstellen zu können, muss das iPhone vorher ein Abbild des aktuellen Inhalts abgespeichert haben. Dazu macht es einen Screenshot, von dem, was zuletzt angezeigt wurde, sei es eine Strassenkarte, eine Adresse oder eine E-Mail des Nutzers. Dies soll bereits ausgenutzt worden sein, um Verdächtigen auf die Schliche zu kommen.

 


Die Datenschutzlücke sei in Kombination mit Daten aus dem Tastaturspeicher, dem Browser-Cache, den gespeicherten Zugriffen auf Google Maps und anderen Informationen, die iPhones speichern, gegen Verdächtige in Fällen von "Vergewaltigung, Mord und Drogenhandel" eingesetzt worden, sagte Zdziarski in dem Webcast.
Im gleichen Webcast demonstrierte Zdziarski, wie auch der PIN-Schutz umgangen werden kann. Ursprünglich war die Demo für Forensiker und Ermittler gedacht. Einen Kommentar seitens Apple zu den Enthüllungen Zdziarskis gibt es bisher nicht. (12.09.08, Spiegel)

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