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China: Klage gegen Microsoft
Zahlreiche Computernutzer in China sind verärgert über Microsofts Vorgehen gegen
die Nutzung von illegaler Software. Microsofts Aktion zum Anti Piracy Day den
Bildschirmhintergrund bei nicht bestandener Gültigkeitsprüfung stündlich schwarz
werden zu lassen, hat Chinas Computernutzer so verärgert, dass der Anwalt Dong
Zhengwei beim Ministerium für Innere Sicherheit und beim Handelsministerium
Klage gegen das Softwareunternehmen eingereicht hat.
"Microsoft nutzt sein Monopol aus, um seine Aktualisierungen mit der
Gültigkeitsprüfung von Programmen zu koppeln und zwingt die Nutzer dazu, die
Echtheit ihrer Software zu beweisen", so der Anwalt gegenüber der Tageszeitung
"China Daily". Es sei nicht die Aufgabe der Nutzer von gekaufter Software,
Microsoft bei seiner Kampagne gegen Raubkopien zu unterstützen.
Auch Yan Xiaohong, Vizechef der National Copyright Administration der
Volksrepublik China (NCAC), bezweifelt, dass ein schwarzer Bildschirmhintergrund
die richtige Massnahme sei, um dem Problem der Raubkopien Herr zu werden. Er
sieht die Ursache beim Preis der Software. "Unternehmen wie Microsoft sollten
ihre Preispolitik anpassen, damit ihre Produkte erschwinglich sind".
Microsoft verteidigt seine Aktion weiterhin. Es sei eine Massnahme geistiges
Eigentum zu schützen und die Nutzer zu veranlassen, legale Software zu nutzen,
heisst es in einer Mitteilung des Softwareunternehmens. "Ein Marktumfeld
aufzubauen, das geistige Eigentumsrechte beachtet, ist entscheidend für die
Entwicklung der Softwareindustrie und der Informationsökonomie in China", ist in
der Mitteilung weiter zu lesen. Microsoft wies auch darauf hin, dass man in
China kürzlich noch die Preise für seine Produkte gesenkt habe. (28.10.08)
Siehe auch:
Schwarze
Bildschirme in China
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