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Finanzkrise: Sparer sollen Falschberatung melden
Fühlen sich Sparer durch ihre Bank wegen Falschberatung
über den Tisch gezogen, können sie das bei den Verbraucherzentralen
online dokumentieren. Für Anleger, die sich von ihrer Bank
geprellt fühlen, hat die Verbraucherzentrale NRW einen
Fragenkatalog zusammengestellt, der online ausgefüllt
werden kann.
"In der Berichterstattung der Medien zur Finanzkrise drängt
sich vielfach schon der Eindruck auf, dass die in Not geratenen
Banken das Opfer anonymer Marktkräfte seien, durch die die
Branche unschuldig ins Verderben gestürzt wurde", so die
Verbraucherzentrale. Man hat darauf reagiert und möchte
nun zeigen, "wer die tatsächlichen Verlierer sind und dokumentieren,
wie Kreditinstitute Kunden systematisch über den Tisch gezogen
haben."
Auch die
Verbraucherzentrale Hamburg unterstützt geprellt Sparer
auf ihrer Internetseite mit Fallbeispielen und gibt Antworten
zu häufig gestellte Fragen.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert die Bundesregierung
auf, beim Rettungsplan für den Finanzmarkt die Verbraucher
nicht zu vergessen. "Die eigentlich Betroffenen sind nicht
die Banken, sondern ihre Kunden", so Vorstand Gerd Billen.
In dem Rettungsplan der Bundesregierung ist kein Cent vorgesehen,
um Kunden vor Fehlinvestitionen zu retten.
Unter anderem fordern die Verbraucherzentralen endlich die Beweislast
bei Schadenersatzansprüchen umzukehren. Nicht länger sollen
Anleger vor Gericht beweisen müssen, dass sie falsch beraten
wurden. Dafür hätte unzumutbar im Vorfeld jedes Gespräche
protokolliert oder unter Zeugen stattfinden müssen. (20.10.08)
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