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P2P: Jetzt Ermittlungen gegen Staatsanwalt
Weil der Chef der Wuppertaler Staatsanwaltschaft sich
weigerte, gegen Tauschbörsen-Nutzer zu ermitteln, wird
jetzt gegen ihn selbst ermittelt. Laut einem Bericht der
Neuen Rhein Zeitung bestätigte bereits ein Sprecher des
Düsseldorfer Generalstaatsanwalts die Ermittlungen gegen
den leitenden Oberstaatsanwalt Helmut Schoß wegen
Strafvereitelung und Rechtsbeugung.
Auf weitere Anfragen ergänzte der Sprecher jedoch, dass
sich eine Einstellung des Verfahrens bereits abzeichnet.
Es könne zwar abweichende Rechtsmeinung zur Haltung der
Wuppertaler Staatsanwaltschaft geben, ein
strafrechtlicher Vorwurf könne jedoch nicht daraus
erwachsen.
Die Wuppertaler Staatsanwälte sehen sich von der Musik-,
Porno- und Computerspiele-Industrie missbraucht, die
Ermittlungen "seien nicht mehr verhältnismässig".
In den vergangenen Wochen hat die Wuppertaler
Staatsanwaltschaft Tausende von Strafanzeigen
abgewiesen. Das Herunterladen von Musik oder Filmen
verletze zwar das Urheberrecht, das sei jedoch keine
schwerwiegende Straftat. Weiter gehe es den
Rechteinhaber nicht um eine Strafverfolgung, sondern
lediglich um die Namen und Anschriften der Nutzer, um
diese für Abmahnungen zu verwenden. (26.05.08, Heise)
Siehe auch:
Keine Akteneinsicht für die Musikindustrie
Tauschbörsen: Staatsanwaltschaft verweigert Ermittlungen
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