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Yahoo: Microsoft macht Rückzieher
Die Redmonder haben ihr milliardenschweres Angebot
für die Übernahme des Internet-Konzern Yahoo wieder
zurückgezogen.
Microsoft war zwar bereit, das ursprüngliche Angebot von
31 Dollar pro Aktie auf 33 Dollar pro Aktie auf
insgesamt 47,5 Milliarden Dollar zu erhöhen, doch auch
das war Yahoo zu wenig. Yahoo hingegen verlangte 37
Dollar pro Aktie und befand sich durch das Angebot von
Microsoft unterbewertet.
"Nach eingehender Überlegung glauben wir, dass die von
Yahoo verlangten wirtschaftlichen Forderungen für uns
keinen Sinn ergeben", schrieb Microsoft-CEO Steve
Ballmer in einem Brief an seinen Yahoo-Kollegen Jerry
Yang. "Und wir denken daher, dass es im Interesse der
Microsoft-Aktionäre, Mitarbeiter und der anderen
Beteiligten ist, unser Angebot zurückzuziehen."
Auch einige Microsoft Aktionäre sahen die Fusion wegen
der hohen Kosten und unklaren Vorteile kritisch
entgegen. Als einen weiteren Grund für den Rückzug
nannte Ballmer Yahoos Pläne mit Google eine Allianz
einzugehen. Dies würde für Microsoft einen kauf nicht
mehr wünschenswert machen.
Einige Analysten gehen bereits davon aus, dass es Yahoo
mit seiner abwehrenden Haltung gegenüber Microsoft
übertrieben hat und erwarten, dass der Konzern dies mit
einem Wertverlust seiner Aktien von 30 Prozent bezahlen
wird. (06.05.08, Reuters)
Siehe auch:
Für Yahoo wird die Zeit knapp
Microsoft stellt Yahoo Ultimatum
Aktionäre klagen gegen Yahoo
Microsoft-Offerte abgelehnt
Yahoo berät Microsofts Übernahmeangebot
Google will Yahoo-Übernahme verhindern
Microsoft blickt auf Yahoo
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