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    Datenschutzpanne: Meldedaten im Internet

Aufgrund einer "Panne" waren vertrauliche Daten von Bürgern aus rund 200 Städten über Jahre hinweg frei im Internet zugänglich. Den Recherchen des ARD-Fernsehmagazins "Report München" zufolge standen Daten wie Religionszugehörigkeit, Geburtsdaten, Passfotos von ca. einer halben Millionen Bundesbürgern für jeden frei zugänglich im Internet.
Schuld an dem Skandal war eine Panne bei dem Software Hersteller HSH aus Ahrensfeld bei Berlin. Während einer Unternehmenspräsentation hatte das Unternehmen versehentlich das Standard-Passwort der Einwohnermeldeämter veröffentlicht. Hatten die Kommunen versäumt, dass Standard-Passwort zu ändern, konnten die Daten von jedem heruntergeladen werden.

 


Der Redaktion von "Report München" war es so möglich, innerhalb einiger Sekunden Zugriff auf die Datenbanken mehrere Kommunen zu bekommen und sämtliche gespeicherte Daten - vom Familienstand bis hin zur Religionszugehörigkeit der Bürger einzusehen. Auch die Passfotos der gespeicherten Personen waren einsehbar.
Die Softwarefirma HSH hat in einer ersten Stellungnahme die Panne bestätigt. Inzwischen sei die Sicherheitslücke aber geschlossen worden. Nach Aussage von HSH seien aber nur 15 Kommunen der Panne zum Opfer gefallen, während die Redaktion von "Report München" schon bei einer Stichprobe unter acht Gemeinden fünfmal erfolgreich auf die Daten zugreifen konnte. (23.08.08, Focus)

 

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