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Hoster muss Torrent.to vom Netz nehmen
Laut einem Gerichtsbeschluss muss der niederländische
Webhoster Euroaccess das Torrent-Portal Torrent.to vom
Netz nehmen und die Daten der Administratoren
herausgeben. Laut der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung
von Urheberrechtsverletzungen) hat dies ein Gericht in
Amsterdam per einstweiliger Verfügung angeordnet.
Auch der niederländische Hoster Leaseweb hat bereits
zwei Seiten mit Links zu Torrent-Dateien von
deutschsprachigen TV-Serien und Filmen abgeschaltet.
Ein weiterer Hosting-Anbieter aus den Niederlanden hat
eine Streaming-Site mit urheberrechtlich geschützten
Filmen vom Netz genommen.
Da Torrent.to für den deutschsprachigen Raum ausgelegt
sei, ist für die GVU ein Indiz, dass auch Deutsche das
Portal betreiben. Daher hat die GVU ein Strafverfahren
einleiten lassen und wird von der niederländischen
Schwesterorganisation Bescherming Rechten Entertainment
Industrie Nederland (BREIN) unterstützt. Da Euroaccess
sich nicht kooperativ zeigte, hat BREIN den Webhoster
abgemahnt und ein zivilrechtliches Verfahren
eingeleitet.
Nun muss Euroaccess innerhalb 24 Stunden nachdem die
Verfügung zugestellt wurde, Torrent.to vom netz nehmen
und innerhalb weiterer zwei Tage die persönlichen Daten
der Seitenbetreiber an BREIN übergeben. Sollte der
Webhoster der Forderungen nicht nachkommen, müsse er
täglich bis zu einer Gesamtsumme von 500.000 Euro
mehrere tausend Euro zahlen und die Kosten des
Rechtsstreits übernehmen.
Das Gericht argumentierte Euroaccess ermögliche durch
seine Rolle als Webhost "strukturelle
Urheberrechtsverletzungen" und trage als Unternehmen
"eine eigene Verantwortung". Das die Seite in
rechtswidriger Art geführt wurde, hätte dem Webhoster
spätestens dann klar werden müssen, als GVU und BREIN
ihn darauf hinwiesen. (13.07.08,
Heise)
Siehe auch:
Filesharer in Grossbritannien festgenommen
Razzia gegen Torrent-Tracker
Torrent-Suchmaschine soll Nutzerdaten speichern
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