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Phishing-Welle über MSN-Messenger
Wer plötzlich von seinen Freuden per Messenger
Nachrichten mit URLs bekommt, sollte ab jetzt besonders
vorsichtig sein. Durch Microsofts MSN-Netz läuft gerade
eine Phishing-Lawine, bei der die Empfänger auf eine
Seite gelockt werden, wo ihre Zugangsdaten abgefragt
werden.
Wer diese dann leichtfertig eingibt, wird auf eine Seite
mit ein paar Fotos weitergeleitet, die auf Suchanfragen
verlinken. Zeitgleich prüft ein Script, ob die
Zugangsdaten echt sind, indem es sich damit bei MSN
anmeldet. Kurze Zeit später erhalten die Freunde des
geknackten Accounts Nachrichten mit besagten URLs, die
wieder auf Seiten leiten, die Zugangsdaten abfragen.
Sollte jemand tatsächlich die "Privacy Policy" lesen,
würde er den Braten eventuell noch rechtzeitig lesen.
Dort wird ganz offen beschrieben, dass die Zugangsdaten
dazu genutzt werden, um Freunden "neue unterhaltsame
Seiten vorzustellen". Phishing sei dies dennoch nicht, da
die Nutzung der Daten ja genau beschrieben würde, kann
man dem Kleingedruckten weiter entnehmen.
Sicherheitshalber wird auch gleich Panama als
Gerichtsstand für eventuelle Klagen angegeben.
(07.07.08, Heise)
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