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Tauschbörsen-Anbieter zockt seine Kunden ab
Die Firma Oxyron, Betreiber der kostenpflichtigen und
anonymen Tauschbörse Fastload.tv, versucht seine Kunden
zu erpressen. Nach einem Bericht von Netzwelt.de
erhalten die Tauschbörsen-Nutzer Rechnungen, in denen
der Betreiber vorgibt, dass gegen den Account-Inhaber
eine "Ermittlungsanfrage der Generalstaatsanwaltschaft
in einem Strafverfahren" vorliegt.
Oxyron teilt seinen Kunden in dem Schreiben mit, dass
man dessen Anonymität achte und auch nicht
auskunftspflichtig sei. Der Kunde solle jedoch 350 Euro
für Übersetzungs- und Rechtsberatungskosten zahlen,
ansonten würde man seine Daten trotzdem weitergeben.
"Sofern Sie dieser Aufforderung nachkommen, bleibt
dieser einmalige Rechtsverstoß für Sie ohne
Konsequenzen" ist in dem Schreiben weiter zu lesen. Der
Initiator der Ermittlungsanfrage, die GVU, berechne bei
wenigen Mediendateien schon 5000 Euro, so der darauf
folgende Hinweis.
Das Schreiben, durch das die Kunden zur Zahlung von 350
Euro getrieben werden sollen, erfüllt nach Ansicht
einiger Juristen selbst den Straftatbestand des Betruges
und der Nötigung, eventuell sogar der Erpressung.
Betroffene sollten die Rechnung daher nicht bezahlen,
sondern einen Anwalt konsultieren. (02.07.08)
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