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Falsche Angaben zu illegalen Downloads
Die Filmindustrie hat offenbar mit falschen Angaben über
Schäden durch illegale Filmdownloads für
Gesetzesverschärfungen geworben. Am Dienstagabend zog
der Verband Motion Pictures Association of America (MPAA)
eine fehlerhafte Studie aus dem Jahr 2005 teilweise
zurück. Darin hatte es geheissen, die Studenten seien
für 44 Prozent der Verluste der Filmindustrie in den USA
verantwortlich.
Die Organisation gab an, ein
"menschlicher Fehler" habe dazu geführt, dass zahlen
durcheinander gekommen seien. Die Studenten verursachen
wohl doch nur 15 Prozent der Einnahmeausfälle.
Genau mit dieser Studie hat der Verband für
Gesetzesverschärfungen geworben, die bereits im Kongress
beraten werden. Wahrscheinlich sind aber auch die von
der MPAA vermuteten 15 Prozent noch zu hoch gegriffen.
IT-Experten, wie Mark Luker bestreiten die
Wahrscheinlichkeit der Angaben. In Wahrheit könne man
maximal drei Prozentpunkte ansetzen, sagte Luker.
Die MPAA beharrt unterdessen weiterhin darauf, dass es
keine weiteren Fehler in der Studie gebe, allerdings
soll sie zur Sicherheit doch noch einmal von dritter
Stelle überprüft werden.
Schon lange gibt es Kritik an der Richtigkeit der
Angaben. Branchenexperten geben zu denken, dass lange
nicht jede heruntergeladene Kopie automatisch im Handel
erworben worden wäre.
Die geltend gemachten Verluste von über sechs Milliarden
Dollar sind für viele Experten weit aus der Luft
gegriffen. (23.01.08, Sat+Kabel)
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