|
Studenten jagen Raubkopierer
Im Auftrag der Musikindustrie durchforsten Studenten P2P-Tauschbörsen und laden offiziell illegal
bereitgestellte Musiktitel herunter. Die rund 80
Hamburger Studenten sammeln so im Auftrag des
Bundesverbandes Musikindustrie Beweismaterial, um
Online-Piraten das Handwerk zu legen.
Die Studenten laden illegal angebotene Musiktitel
herunter, wobei automatisch ein Downloadprotokoll mit
Datum, Uhrzeit und der IP-Adresse des Anbieters als
Beweismittel gespeichert wird. Pro Tag werden so in
Hamburg rund 100 Fälle ermittelt, an Sonntagen sind es
noch mehr.
Als nächstes erstattet der Pro Media-Geschäftsführer und Hamburger Rechtsanwalt Clemens
Rasch Strafanzeige gegen unbekannt und übergibt die
Daten der Staatsanwaltschaft, um so über die
Akteneinsicht zu erfahren, welche Person hinter der
IP-Adresse steht.
"Kleine Fische interessieren uns nicht, sondern nur
Anbieter im großen Stil", erklärt Pro-Media
Chef-Ermittler Frank Lüngen. In besonders schweren
Fällen rückt Lüngen selbst mit der Polizei zum
Hausbesuch an. (07.02.08,
Welt)
Siehe auch:
IP-Jäger verstossen gegen Datenschutz
Musikindustrie wirbt mit falschen Angaben zu illegalen
Downloads
|