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    Suchmaschinen unter die Lupe genommen

Ein Professor für Informationswissenschaft warnt: "Wer nur mit Google in den digitalen Weiten unterwegs ist, könnte einiges verpassen." Suchmaschinen sind die wichtigsten Wegweiser im Internet. Ohne Suchmaschinen können Internet-Nutzer im Grunde kaum oder gar nicht einschätzen, welche Webseiten sich unter welchen Namen sich mit welchen Themen befassen.
Dirk Lewandowski, Professor für Informationswissenschaft an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) prüft Suchmaschinen. Rund 90 Prozent aller Suchanfragen werden von Google bearbeitet. Lange Zeit war der Marktführer Google seinen Konkurrenten haushoch überlegen, die Ergebnisse waren qualitativ besser.

Suchmaschinen sind jedoch zu wichtig, um sich allein auf den Ruf einer Suchmaschine verlassen zu können. Daher arbeitet Dirk Lewandowski seit 2005 an einem Qualitätsvergleich.
Das Zwischenfazit des Professors fällt gemischt aus. Die Beschreibung der Treffer im zweizeiligen Kurztext sei etwa bei Google am besten. Dagegen hat der Marktführer nach Lewandowskis Beobachtungen oft damit Probleme, Ergebnisse nach der Sprache zu sortieren - hier schneidet Yahoo! besser ab. Bei der Auswahl von Dokumenten aus einem bestimmten Zeitraum schleichen sich bei allen Anbietern noch etliche Fehler ein.
Doch auch die Benutzerfreundlichkeit ist ein wichtiges Kriterium. "Die meisten Nutzer wissen nicht, wie man die Suchmaschine richtig bedient", so Lewandowski. Daher ist es wichtig, dass bei der Eingabe sinnvolle Vorschläge erscheinen, die bei der Suche helfen. Die drei Marktführer, Google, Yahoo! und Microsofts Live.com, testen oder haben diese Funktion bereits.

 


Beim Punkt Datenschutz dagegen schneiden die drei Grossen gleich schlecht ab. IP und Suchanfrage werden bis zu neun Monate lang gespeichert und ausgewertet. Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, empfiehlt daher ixquick: Die Meta-Suchmaschine löscht benutzerspezifische Daten bereits nach 48 Stunden und hat dafür das europäische Datenschutz-Gütesiegel erhalten.
Auch wenn die endgültigen Vergleiche noch ausstehen, kann Lewandowski ist bereits jetzt absehbar, dass Google und Yahoo! die besten Suchergebnisse liefern. Microsoft.com liegt leicht hinter der Spitzengruppe. Auf jeden Fall ist es lohnenswert Suchbegriffe  bei mehreren Suchmaschinen einzugeben. "Die Überschneidungen in den Ergebnislisten sind erstaunlich gering", erklärt Lewandowski. (18.12.08, sueddeutsche.de)
 

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