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Falsche Stromtarife bei vielen Internet-Portalen
Viele Vergleichsportale im Internet wollen den
Verbrauchern den Weg zu günstigeren Strom- und
Gastarifen weisen. Doch einiger dieser
Vergleichsportale sind mit falschen Zahlen gefüttert,
wie die Stiftung Warentest jetzt herausfand. Zwischen
Verifox, Toptarif und Stromtarife.de gibt es gravierende
Unterschiede.
22301 Hamburg: Eprimo, 80804 München: Eprimo, 10435
Berlin: Eprimo, 04277 Leipzig: Eprimo, 40212 Düsseldorf:
Eprimo. Die Ergebnisse von Stromwechsel.de sind
eindeutig. Für nahezu jede Stadt wird Eprimo als
günstigster Stromversorger ermittelt. Die Wahrheit sieht
jedoch anders aus. Zwar ist in allen Fällen die
RWE-Tochter Eprimo günstiger als der örtliche
Stromversorger, doch gibt es durchaus weitere
Wettbewerber, die auch Eprimo noch unterbieten. Doch der
Nutzer von Stromwechsel.de erfährt nichts davon.
Genau dieser Problematik haben sich die Fachleute von
Stiftung Warentest nun erstmals angenommen. Das
Ergebnis: Nur vier von elf kostenlosen Suchportalen
konnten überzeugen, vier fallen durch, weil sie kaum
günstige Stromangebote finden. Die Tester empfehlen das
"sehr gute" Angebot von Verivox.de, aber auch die
"guten" Rechner Tarifvergleich.de, Toptarif.de und
Wer-ist-billiger.de.
"Verbraucher sollten auf jeden Fall mindestens zwei bis
drei Portale befragen und dann die Ergebnisse
miteinander vergleichen", erklärt Projektleiter Achim
Schröder. Zusätzlich sollten Verbraucher nicht nur nach
dem Preis schauen, sondern auch die Vertragsbedingungen
studieren. "Die Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen
sollten so kurz wie möglich sein", empfiehlt Schröder.
Von Vorauskasse rät er generell ab. "Man muss seinen
Bedarf vorab schätzen, wenn man aber sparsam ist und
weniger verbraucht, zahlt man trotzdem den vollen
Betrag. Benötigt man mehr, muss man teuer hinzukaufen."
(29.08.08, Welt.de)
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