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    "Sie wurden nackt fotografiert"

Da sich Schadsoftware als einfacher E-Mail Anhang nicht mehr so einfach verbreiten lässt, müssen Cyber-Kriminelle auf andere Methoden ausweichen. Präparierte Webseiten, die im Hintergrund über Sicherheitslücken schädlichen Programmcode installieren, sind dabei eine lukrative Methode. Nur wie sollen die Besucher auf die Seiten gelockt werden?
Dazu dienen wieder einmal E-Mails, clever formuliert, sollen sie Internet-Nutzer gezielt auf die präparierten Webseiten locken, per Gerichtsbeschluss und Videobeweis.

 


Die Betreffzeilen der E-Mails müssen dazu aussagekräftiger, persönlicher oder peinlicher werden. Ein aktuelles Beispiel macht zur Zeit das Internet wieder ein wenig unsicherer. Mit Betreffzeilen wie: "Wir haben dich nackt erwischt, IHR NAME. Check das Video!" Für IHR NAME wird der Namensteil der E-Mail-Adresse eingesetzt an welche die Spam-Nachricht gerichtet ist. Der Link soll direkt auf das Video gehen, die besagte Nacktdokumentation zeigt. Mit derartigen persönlichen Attacken haben die Phisher zur Zeit wesentlich mehr Erfolg, als mit herkömmlichen "Schau dir das mal an"-Betreffzeilen.
Wer auf den angeblichen "Nacktbeweis" klickt, macht seinen Computer zu einem Teil des Srizbi-Botnetztes, einer Gruppe von fernegesteuerten Zombie-Rechnern, die zu den verschiedensten Zwecken missbraucht werden können. Der Trick funktioniert gut, Sicherheitsdienstleister Secure Networks sieht Srizbi derzeit als das größte Botnetz mit weit über 300.000 Rechnern. (23.04.08)

 

Siehe auch:

Neuer Wurm bildet gigantisches Botnetz

 

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