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    Suchmaschinen als Datensammler für Strafverfolgung

Bei den Suchmaschinen häufen sich Unmengen personenbezogener Daten an, die Möglichkeiten zur Erstellung von individuellen Nutzerprofilen erlauben.
"Wenn man wissen will, was in den Köpfen von Leuten vor sicht geht, muss man in ihre Anfragen bei Internet-Suchmaschinen schauen", äusserte sich Robin Gross von IP Justice auf der Jahreskonferenz "Zugang zu Wissen" (A2K2) der Yale University in New Haven. Früher oder später werden wohl auch Strafverfolgsbehörden oder private Unternehmen das enorme potential dahinter erkennen und Anspruch auf den Zugang dieser Daten erheben.
Noch ist es weitgehend ungeregelt, wer unter welchen Umständen Zugang zu den auf den Servern gespeicherten Suchbegriffen hat, was ein grosses gesellschaftliches Konfliktpotential in sich birgt. Eine Auswertung bedeute gleichzeitig einen fundamentalen Eingriff in die rechtlich geschützte Privatsphäre eines Nutzers.
Ein Beispiel berichtete Michael Geist, Professor an der Universität Ottawa, wo ein Magazin die Suchanfragen eines anonymen AOL-Kunden auswertete und veröffentlichte. Die Liste der Suchbegriffe war derart spezifisch, dass ein Reporterteam in der Lage war, den Kunden ausfindig zu machen.
Geist warnte vor die Unbekümmertheit gegenüber einer möglichen missbräuchlicher Verwendung über die bisher noch zu wenig nachgedacht wird.
Auch Internet-Provider bieten immer häufiger den Service, Daten der eigenen Festplatte auf einem externen Server zu hosten, was im Fall eines heimischen Datenverlustes ein schnelles Wiederherstellen aller Dateien ermögliche. So praktisch ein solcher Service auch sein mag, er bietet unbefugten Drittparteien die Möglichkeit, einzelne Nutzer auszuspionieren. (30.04.07, Heise)

 

 

    Service Pack 3 für mehr Sicherheit bei Office

Microsoft stellt bei dem kommenden Service Pack 3 für Office 2003 hauptsächlich die Sicherheit in den Vordergrund. Viele Sicherheitsfunktionen aus Office 2007 werden mit dem kommenden Service Pack auch für Office 2003 zur Verfügung stehen, so Joshua Edwards, Technical Product Manager für Office.
"Wir möchten das, was wir bei der Entwicklung von Office 2007 gelernt haben, nun auch in Office 2003 einzubringen", sagte Edwards. "Wir werden natürlich nicht alle Funktionen unserer neuen Office-Suite übernehmen, aber wir versuchen, so viele wie möglich in den Servicepack 3 einfließen zu lassen."
Microsoft möchte das Produkt hauptsächlich besser vor Angriffen aus dem Internet schützen, daher werden viele Änderungen für den Nutzer gar nicht sichtbar sein. Auch soll mit dem Service-Pack 3, wie schon bei Office 2007, eine bevorzugte Verschlüsselungstechnik für Dokumente wählbar sein. (27.04.07, ZDNet)

 

 

    Dell-Kunden beurteilen Windows Vista als Flop

Der Computerhersteller Dell will PCs wieder mit Windows XP anbieten, da sich Vista als absolute Verkaufsbremse entpuppt. Dell hatte mit dem Erscheinen des neuen Betriebssystems von Microsoft umgestellt und neue Rechner fast nur noch mit Windows Vista ausgeliefert. Ende März gab es für Heimanwender nur noch zwei PCs, die mit Windows XP ausgeliefert werden konnten.
Nun erklärten auf der Dell-Website IdeaStorm, auf der die Nutzer ihre Wünsche äussern, mehr als 10.000, dass sie Windows XP bevorzugen. Als Reaktion darauf war auf der Unternehmenswebsite nun zu lesen, dass Dell wieder Windows XP anbieten will.

"Wir haben es laut und deutlich gehört und bieten wieder Windows XP als Möglichkeit bei den Dell-Consumer-PC-Angeboten an." Bei vier Inspiron-Notebooks und zwei Dimension-Desktop-PCs soll es künftig wieder Wahlmöglichkeiten geben.
Microsoft reagierte hingegen wenig begeistert. "Dell habe auf eine kleine Minderheit" von Konsumenten reagiert, so Microsoft-Manager Michael Burk. "Die grosse Mehrheit der Kunden will die neueste und beste Technik, und dazu gehört Windows Vista."
Auch Michael Silver von der Marktforschungsfirma Gartner reagierte überrascht. "Das ist wirklich seltsam" so Gartner.

Eine mögliche Erklärung lieferte Michael Gartenberg von JupiterResearch. Die Konsumenten bevorzugen Windows XP, weil sie einfach damit vertraut seien, weil vorhandene Programme kompatibel sind und es insgesamt ja auch "gut genug" sei. (25.04.07, 20min.ch)

 

 

    AMD sucht Investoren

Nach den aktuellen Quartalszahlen sieht die finanzielle Lage des Prozessor-Herstellers AMD momentan alles andere als rosig aus. So ist es auch nicht verwunderlich das Hector Ruiz, seinerseits Chef von AMD nichts gegen frisches Kapital hätte, wie er bei einer Telefonkonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen durchblicken lies.
Berichten nach erwägt AMD zur zeit alle Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung. Sogar ein Abschied von der Börse wird dabei nicht ausgeschlossen. Eher wahrscheinlich ist jedoch das Engagement eines Finanzinvestors.
AMD hat im ersten Quartal diesen Jahres einen Netto-Verlust von 611 Millionen US-Dollar verbuchen müssen, jedoch kann AMD wenigstens in technologischer Hinsicht hoffen effektiv gegen Intel konkurrieren zu können. Mit dem K10 und dem R600 hat AMD wieder zwei heisse Eisen im Feuer. (24.04.07, K-Hardware)

 

 

    YouTube plant Nutzerdaten zu sammeln

Das Videoportal YouTube möchte interessanter für Werbung werden und plant deshalb Nutzerdaten zu sammeln. Das Wissen, welcher Personenkreis ein in YouTube eingestelltes Video betrachtet, wie etwa Alter und Geschlecht, soll Werbung zielsicherer machen.
Die ersten Studien dazu will man schon nächste Woche vorstellen und im dritten Quartal diesen Jahres will der Portalbetreiber schon umfangreiche Daten zu jedem Video anbieten können. (21.04.07, Heise)

 

 

    Neuer Kopierschutz-Ärger mit Sony

Sony scheint aus dem Rootkit-Skandal nicht viel gelernt zu haben und verärgert wieder Kunden mit einem neuen Kopierschutz. In den USA hatten sich Beschwerden von Kunden, die Filme auf DVD erworben hatten, derart gehäuft, dass Sony nun den Umtausch von 20 DVD-Titeln bekannt gab.
Die DVDs aus dem Hause Sony waren mit einer aktualisierten Version des ArccOS Kopierschutzsystem versehen, welches Sony seit zwei Jahren nutzt und immer wieder aktualisiert. Viele DVD-Player konnten die so geschützten DVDs nun nicht mehr abspielen. Ironischerweise konnten gleichfalls DVD-Player aus dem Hause Sony die DVDs nicht wiedergeben.
Laut Sony wurde der neue Kopierschutz, der den internen Kompatibilitätstest mit DVD-Playern bestanden haben soll, nur bei einer limitierten Anzahl DVDs verwendet. Mittlerweile wurde der Kopierschutz erneut aktualisiert und soll nun keine Probleme mehr verursachen. (19.04.07, PC-Welt)

 

 

    Heftige Kritik an der Vorratsdatenspeicherung

Die Umsetzung der Brüsseler Vorgaben zur Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten gibt Anlass zu scharfen Reaktionen. Branchenverbände, Datenschützer, Bürgerrechtler und Oppositionspolitiker üben heftige Kritik an den Plänen der Bundesrepublik zur Neufassung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen.
Ein Kernpunkt ist die Umsetzung der Brüsseler Vorgaben zur Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten. Die Pflicht zur verdachtsunabhängigen Speicherung sämtlicher Verkehrsdaten der Kommunikation aller Bürger per Festnetz, Mobiltelefon, Internet, E-Mail oder SMS für 6 Monate wird schärfstens kritisiert.
Der Landesdatenschutzbeauftragte greift in seiner Reaktion direkt Bundesjustizministerin Brigitte Zypries an. Sie tue so, "als wäre die sechsmonatige Vorratsspeicherung von TK-Verkehrsdaten nichts Besonderes und Neues". Tatsächlich würde das Gesetz "uns mit einem Schlag in eine voll überwachte Informationsgesellschaft katapultieren". Für die geringe Chance, den einen oder anderen Kriminellen zu fangen, würden 100 Prozent der Bevölkerung bei der Nutzung elektronischer Kommunikationsmedien überwacht. Das ist eindeutig verfassungswidrig.
Jerzy Montag, rechtspolitischer Sprecher der Grünen wirft Schwarz-Rot vor, "einmal mehr die Rechtstaatlichkeit zu konterkarieren" und weiteren "Raubbau" an den Bürgerrechten zu betreiben.
Nach der FDP-Fraktion im Bundestag sind die Vorschläge der Regierung "unzureichend", "enttäuschend" und in Teilen "hochproblematisch".
Die Linke im Bundestag wirft der Bundesregierung Unglaubwürdigkeit vor, wenn sie behaupte, nur schwerste Straftaten mit der Vorratsdatenspeicherung verfolgen zu wollen. Schon jetzt seien Forderungen aus der Union laut geworden, "Teenager, die Musik aus dem Internet downloaden, per Vorratsdatenspeicherung zu jagen".
Auch eco-Vorstandsmitglied Oliver Süme ist wendet sich gegen das Vorhaben: "Das Novum der Vorratsdatenspeicherung liegt darin, dass unbescholtene Personen unter Generalverdacht gestellt werden, wenn sie per Internet und Telefon kommunizieren." Betroffene Unternehmen würden dabei "wider Willen zum Hilfsscherriff" und "Büttel des Staats" gemacht.
Auch dem Branchenverband Bitkom erscheint die Vorratsdatenspeicherung "noch nicht durchdacht" und der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), Thilo Weichert, riet, den Kabinettsbeschluss am besten "sofort wieder einzustampfen". (18.04.07, Heise)

 

 

    Wissenschaftler denken an Internet-Neustart

So absurd wie auch klingen mag, denken viele Informatik-Wissenschaftler ernsthaft über einen radikalen "Kaltstart" des Internet nach. Nur durch eine völlige Umstrukturierung wären die mannigfaltigen Probleme des heutigen Internets am elegantesten zu lösen.
Zu der Zeit, als Professor Leonard Kleinrock die ersten Datenpakete zwischen zwei Grossrechnern austauschte, hatte man an Probleme wie Spam, Trojaner oder DoS-Attacken noch nicht gedacht. Viel zu lange dachte man nach heutiger Sicht nicht über Sicherheits-Aspekte bei der Datenfernübertragung nach, die damals sowieso eine Einrichtung war, die vorwiegend von Wissenschaftlern genutzt wurde.
Mittlerweile denken viele an eine neue Architektur des Internet, was im Ernstfall den Austausch vieler Netzwerk-Hardware und das Neuschreiben von Zig-Millionen Programmzeilen nach sich zöge. Im Gegenzug wäre aber ein Netz möglich, welches bestehende Verbindungen viel effizienter nutzen kann.
Die National Science Foundation arbeitet beispielsweise an einem neuen Netzwerk mit dem Namen GENI ("Global Environment for Network Innovations"), welches aber noch in den Kinderfüssen steckt. Später soll das GENI-Netz zunächst erst einmal parallel zum bestehenden Internet betrieben werden, bis es das Internet vollständig ablösen kann. Das könnte schon in etwa 15 Jahren der Fall sein. (16.04.07, Heise)

 

 

    Zwei Hacks für Windows Vista im Umlauf

Microsoft hat die Existenz von zwei funktionierenden Hacks bestätigt, welche die Aktivierungspflicht für Windows Vista aushebeln. Nachzulesen ist das in einem Microsoft-Blog-Eintrag.

Der eine Hack verändert das BIOS des Rechners indem es um den sog. SLIC-Bereich erweitert wird, welcher Vorraussetzung für die SLP (System-Locked Preinstallation) 2.0 (die Prüfroutine) ist, um Vista glauben zu machen, dass es sich um einen OEM-Rechner handelt.
Ein weitere Hack nimmt Änderungen an Windows Vista selbst vor, um eine Aktivierung zu umgehen. Beide Hacks funktionieren allerdings nur mit OEM-Versionen von Vista. Ob oder wie dagegen vorgegangen wird, hat Microsoft bisher noch nicht bekannt gegeben. (13.04.07, Golem.de

 

 

    Drastische Preissenkungen bei AMD-CPUs

Der Chiphersteller AMD hat Preissenkungen um bis zu 48 Prozent für seine Dual-Core Prozessoren angekündigt. Das Spitzenmodel der Athlon-64-X2-Reihe, der 6800+ kostet beispielsweise in den USA jetzt nur noch 241 Dollar. Damit liegt der Prozessor auf dem Preisniveau einer Mittelklasse CPU von Intel.
Ursache für die Preissenkungen dürften AMDs Befürchtungen eines deutlichen Umsatzrückgangs sein, der noch unter den Schätzungen der Analysten liegen wird.
Gleichzeitig hat AMD Umstrukturierungen angekündigt, mit denen die Effizienz des operativen Geschäftes gesteigert und die Kostenstruktur verbessert werden soll. AMD möchte in diesem Jahr 500 Millionen Dollar weniger ausgeben, dennoch die Planungen nicht einschränken. Im Personalbereich werden einige kritische Positionen neu besetzt. (12.04.07, ZDNet)

 

 

    Trojaner als Post vom Anwalt getarnt

Seit gestern verschicken Unbekannte seriös wirkende E-Mails mit dem Betreff AZ: "995235/40" und einer Zahlungsaufforderung. Die E-Mail mit dem Absender "anwalt@forderungseinzug.de" nutzt den Name der Anwaltskanzlei Olaf Tank. Das angehängte Archiv enthält statt der Rechnung jedoch Schadensoftware, welche die meisten aktuellen Virenscanner als Trojan-Downloader erkennen.
Die E-Mail, die im Betreff ein offizielles Aktenzeichen vortäuscht und sich an Originalbriefen des Anwalts orientiert, sieht so auf den ersten Blick authentisch aus. Auf den zweiten Blick fallen einige kleine Fehler auf. Das Datum liegt in der Zukunft und bei der Addition der Summe liegt ein Rechenfehler vor. Auch fehlen Name und Anschrift des Empfängers.
Tank betreibt das Inkasso für die Gebrüder Schmidtlein, die für ihre umstrittenen Geschäftspraktiken im Bereich der Abo-Dienste bekannt sind. Vielfach wurden die echten Schreiben, die jedoch ausschliesslich in Briefform verschickt werden, in Diskussionsforen veröffentlicht. Vermutlich soll der Name des Anwalts dafür sorgen, dass Empfänger verunsichert werden und den Anhang öffnen. (11.04.07, Heise)

 

 

    Angebliche Skype-Flatrate ist Abzocke

Der als "Flatrate" betitelte Telefontarif von Skype hat nichts mit einer Flatrate zu tun, sondern kann sogar richtig teuer werden. Nachdem Skype noch vor Kurzem durch das Ausspionieren von Daten und des BIOS negativ auffiel, kommt nun der nächste Hammer. Skype wirbt für eine neue Flatrate, die in Wirklichkeit gar keine ist.
Auf den Internetseiten von Skype wird das als "Flatrate" bezeichnete Angebot wie folgt beworben:
– Keine Minutengebühren für Inlandsgespräche an Festnetzanschlüsse
– Kostenlose Skype Voicemail
– Exklusive Ermäßigungen
Die Leistungen werden als "Flatrate deklariert und für 11,50 Euro für 5 Monate angeboten. Dabei wird dem Kunden suggeriert, er würde eine echte Flatrate für 5 Monate erwerben, die Praxis sieht aber ganz anders aus.
Skype berechnet bei dem Flatrate-Tarif zwar tatsächlich keine Minutengebühren dafür aber Verbindungsgebühren, die bis zu 50 Cent pro Verbindung betragen können.

Auf diese Verbindungsgebühren wird zwar hingewiesen, der Hinweis wird aber bewusst versteckt und sehr klein als Vertragsbestandteil gehalten, so dass es für den Kunden nahezu aussichtslos ist, diesen rechtzeitig zu entdecken. (10.04.07, DCRS)

 

 

    Sicherheitslücken in Winamp

Wie der Sicherheitsspezialist Piotr Bania beschreibt, kann der Medien-Player von AOL Nullsoft als Einfalltor für Schadprogrammen dienen. In seinem Advisory beschreibt er, wie es bei der Version 5.33 bei der Verarbeitung von manipulierten Dateien im MatLab- (Endung .MAT), Impulse-Tracker- (.IT) und ScreamTracker-3-Format (.S3M) dazu kommen kann, dass Speicherstrukturen mit Inhalten überschrieben werden. Dabei stürzt das Programm ab, jedoch ist es nicht auszuschliessen, dass sich diese Schwachstellen auch zum Einschleusen von Code über das Netz ausnutzen lassen.
Es ist wahrscheinlich, dass diese Fehler auch in den älteren Winamp-Versionen enthalten sind. Bisher steht auf der Webseite von Winamp noch keine fehlerbereinigte Winamp-Version zum Download bereit.

Winamp-Nutzer sollten Dateien in den betroffenen Formaten nicht öffnen, wenn sie aus zweifelhafter Quelle stammen. Ausserdem wird angeraten unter "General Preferences/File Types" die Verknüpfungen von Winamp zu den Formaten zu lösen, um so eine automatische Ausführung zu verhindern. (09.04.07, Heise)

 

 

    Klage wegen irreführender Vista-Werbung

In einer am Donnerstag eingereichten Sammelklage wird Microsoft irreführende Werbung für das neue Windows Vista vorgeworfen. Die Klage, die in Seattle eingereicht wurde wird Microsoft beschuldigt, mit der Marketingkampagne für Vista absichtlich potentielle Käufer täuschen zu wollen.
Ein Computer darf schon als "Vista-ready" bezeichnet werden, wenn dieser mindestens Vista Home Basic ausführen kann. Allerdings enthält diese Version nicht die meisten der beworbenen Kernfunktionen von Vista. So kann ein PC mit 512 MByte Hauptspeicher, einer 800-MHz-CPU und einem DirectX-9-Grafikadapter schon als Vista-ready bezeichnet werden. Laut der Klage gibt es keinen Grund für Microsoft vorauszusetzen, dass ein Vista-Käufer auch die Systemvorrausetzungen verstehen muss. Die Werbung lässt den Käufer im unklaren darüber, dass ein vistafähiger Computer gar nicht imstande sein muss, alle Funktionen von Vista auch auszuführen.
"Konsumenten wurde fälschlicherweise glaubhaft gemacht, dass sie mit einem Upgrade ein grundlegend verändertes Betriebssystem mit den beworbenen Features erhalten", heißt es in der Klageschrift.

Besonderes Augenmerk wird auf das Express-Upgrade-Programm genommen, mit dem man von XP Home zu Vista Home Basic upgraden kann. "Dies ist nur ein Upgrade auf den Namen Vista, aber nicht auf die Funktionalität". (06.04.07, ZDNet)

 

 

    Schweiz verschärft Spam-Schutz

Die Schweiz nimmt ab April Spammer und ihre Auftraggeber stärker ins Visier und geht dabei wesentlich weiter als andere Länder. Mit neuen Anti-Spam-Gesetzen will die Schweiz ein politisches Zeichen setzen. Mit den neuen Gesetzen soll es nicht nur Spammern, sondern auch deren Auftraggeber an den Kragen gehen. Spammen ist in der Schweiz jetzt eine Straftat.
"In der Schweiz konnten sich Spammer bisher besonders sicher fühlen", so der Züricher Jurist David Rosenthal. "Anders als in den USA und der EU fehlte hierzulande eine klare gesetzliche Handhabe gegen ihr Treiben", erklärt der Spezialist für Informatikrecht gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung. Das werde sich künftig ändern. Denn ab dem 1. April gilt in der Schweiz ein rigoroses Spamverbot, das den weltweiten Vergleich mit anderen nationalen Anti-Spam-Gesetzen keineswegs zu scheuen braucht.
In der Schweiz ist die Verbreitung unerwünschter Werbemails in Zukunft eine Straftat, die mit einer Geld- und in besonders schweren Fällen sogar mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Dann gilt wie auch in Deutschland und der EU das so genannte "Opt-in-Prinzip": Werbung per E-Mail ist nur noch erlaubt, wenn der Empfänger dazu ausdrücklich seine Zustimmung gegeben hat.
Nicht nur kriminellen Spamversender, die sich fremde Rechner mit Schadprogrammen "kapern", um mit Bot-Netzen Spam zu versenden geht es an den Kragen, auch die Besitzer von Rechnern, die nicht sorgfältig genug vor solchem Missbrauch geschützt sind, befinden sich zukünftig im Visier der Schweizer Justiz. Wer seinen Computer nicht ausreichend vor Missbrauch schützt, muss mit dem Verlust seines Internetzugangs rechnen. (03.04.07, Heute.de)

 

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