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Forenbetreiber sind verantwortlich
Ein aktuelles Gerichtsurteil zieht Forenbetreiber bei
beleidigenden Einträge Dritter nach dessen Kenntnisnahme
nun mit in die Verantwortung. So müssen beleidigende
Einträge Dritter künftig gelöscht werden, sobald der
Geschädigte dazu auffordert. Dies hat der
Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in Karlsruhe
entschieden. Demnach besteht diese Pflicht des
Forum-Betreibers auch dann, wenn der Autor des
ehrverletzenden Beitrags namentlich bekannt ist und der
Geschädigte ihn direkt auf Unterlassung verklagen
könnte. (AZ: VI ZR 101/06).
Im aktuellen Fall hatte der Mitbegründer und
Vorstandsvorsitzende eines Vereins zur Bekämpfung von
Kinderpornographie im Internet gegen den Betreiber eines
Forums geklagt, das sich ebenfalls mit sexuellem
Missbrauch und Kinderpornographie beschäftigt. In dem
Forum waren dem Kläger unter verschiedenen Pseudonymen
in zwei Beiträgen indirekt selbst pädophilie Neigungen
nachgesagt worden. Eine der beiden Identitäten war dem
Kläger namentlich bekannt.
Laut BGH hätte der Forum-Betreiber beide ehrverletzende
Äusserungen löschen müssen, der Kläger sei nicht
verpflichtet sich in dem einen Fall zunächst selbst an
dem ihn namentlich bekannten Autor zu wenden. (30.03.07,
Onlinekosten.de)
Sicherheitslücke in Vistas Windows-Mail
Im Outlook-Express-Nachfolger von Windows Vista ist es
möglich, durch einen Link in einer E-Mail ein lokales
Programm ohne Warnung auszuführen. nach Angaben eines
Firmensprechers untersucht Microsoft derzeit das
Problem, das ein Nutzer der Mailingliste Full Disclosure
am Freitag beschrieben hatte. "Man sollte immer
besonders vorsichtig sein, wenn man auf einen Link in
einer nicht angeforderten E-Mail-Nachricht klickt, egal,
ob diese aus einer bekannten oder unbekannten Quelle
stammt", so ein E-Mail Statement von Microsoft.
Wie ernst die Bedrohung für Vista-Nutzer ist, hängt von
der auszuführenden Datei ab. "Theoretisch könnten
Angreifer viele Dinge tun. Durch die Lücke könnte jeder
Befehl weitergeleitet werden" so Dave Marcus, Security
Research and Communications Manager bei McAfee.
Microsoft hat erklärt, dass bisher noch kein Exploit für
die Schwachstelle in Windows Mail aufgetaucht sei. Nach
Abschluss der Untersuchungen könnte das Unternehmen ein
Sicherheitsupdate oder eine Anleitung zur Umgehung der
Schwachstelle veröffentlichen, sagte der Firmensprecher.
(26.03.07,
ZDNet)
IE verarbeitet präparierte Proxy-Dateien
Ist der Internet Explorer für die automatische Suche
nach einem Webproxy konfiguriert, könnte ein Angreifer
ihm präparierte Proxy-Dateien unterschieben. Über einem
vom Angreifer kontrollierten Server kann mittels des Web
Proxy Autodiscovery Protocol (WPAD) eine
Konfigurationsdatei ausgeliefert werden, sodass die
Proxyeinstellungen des Browsers auf einen ebenfalls vom
Angreifer kontrollierten Proxy zeigen. Danach benutzt
der Browser den Rechner des Angreifers als Proxy. Ist
dies geschehen, kann der Angreifer beispielsweise den
HTTP-Verkehr eines Opfers mitlesen.
Glücklicherweise lässt sich der Fehler jedoch nicht, wie
beim IE 5, über das Internet ausnutzen, ein solcher
Angriff ist auf ein lokales Netz begrenzt.
Microsoft empfiehlt statische WPAD-Einträge anzulegen,
wenn im DNS und WINS noch keine vorhanden sind, damit
ein Angreifer keine eigenen Einträge mehr hinzufügen
kann. 26.03.07,
Heise)
Update für Firefox
Mozilla Foundation hat für den Firefox 2.0.0.3 und
1.5.0.11 ein kleines Update bereitgestellt, welches eine
Sicherheitslücke beheben soll. So war es Angreifern bei
den Vorgängerversionen möglich, mit präparierten
FTP-Servern einen Portscan im LAN zum Ausloten von
Netzwerktopologie oder zur Schwachstellensuche
durchzuführen. Dies war mit dem PASV-Befehl machbar, der
nicht nur eine alternative Portnummer, sondern auch eine
andere Serveradresse angeben kann.
Die neuen Versionen des Firefox ignorieren die
alternative Serveradresse. Abgesehen davon soll Firefox
2.0.0.3 mit mehr Webseiten als der Vorgänger kompatibel
sein.
Für den Firefox 1.5.0.x wird es sowieso nur noch bis zum
24. April Updates geben, es wird allen Nutzern empfohlen
auf den aktuellsten Zweig 2.0.0.3 umzusteigen.
(21.03.07,
Heise)
AIM mit Standortangabe
AOL hat für seinen Instant Messenger AIM jetzt testweise
ein Plug-In bereitgestellt, welches den Aufenthaltsort
eines Nutzers anzeigt. Mit diese Erweiterung können
Nutzer des AOL Instant Messenger ihren Aufenthaltsort
angeben und auch sehen, wo sich die in der Kontaktliste
gespeicherten AIM-Nutzer gerade aufhalten.
Jedoch können umgekehrt nur die in der Buddyliste
aufgeführten Nutzer sehen, wo man sich selbst als
AIM-Nutzer aufhält, wie AOL in der FAQ beteuert. Auch
würden die Ortsangaben nicht an AOL weiter gegeben
werden, versucht das vor kurzem deshalb in die
Schlagzeilen geratene Unternehmen neue
Datenschutzbedenken zu zerstreuen. (19.03.07,
Heise)
Trend Micro übernimmt HijackThis
Das Softwareunternehmen Trend Micro hat bekannt gegeben,
dass es das Anti-Spyware-Tool
HijackThis
gekauft hat. Das Freeware-Tool, entwickelt von dem
holländischen Studenten Merijn Bellekom, wird vor allem
von technisch orientierten Anwendern genutzt, um
Windows-Systeme auf Spyware Infektionen zu überprüfen
und zu reinigen.
Merijn Bellekom hat HijackThis verkauft, weil seine
Verpflichtungen an der Universität ihm keine Zeit
gelassen hätten, an der Software weiterzuarbeiten, wie
in seinem Blog nachzulesen ist. Er schreibt dort: "Ich
bin über ein Jahr an einem unfertigen Update gesessen
und konnte immer noch nicht genügend Zeit finden, es
fertig zu programmieren."
Trend Micro arbeitet bereits an eine neue Beta-Version
von HijackThis die kompatibel zu Windows Vista und dem
Internet Explorer 7 sein soll. Auch eine neue Funktion "Analyze
this", die dem Anwender zeigen soll, wie weit verbreitet
eine gefundene Bedrohung ist, wird enthalten sein.
Die Hijack-This-Beta 2.0 wird nach Angaben des
Unternehmens kommende Woche auf Trend Micros
Trendsecure-Site
zunächst für die englischen Versionen von Windows bereit
stehen. (15.03.07,
ZDNet)
QickTime-Update versagt unter Windows
Anwender, die Apples QuickTime unter Windows nutzen,
sollten das Update auf die aktuelle Version manuell
herunterladen und installieren. Anscheinend funktioniert
das automatische Update unter Windows nicht.
Auch Anwender, die über die Anwendung nach Updates
suchen, bekommen die Meldung, dass die verwundbare
Version 7. 1. 3. die aktuellste sei, obwohl seit über
eine Woche 7. 1. 5. zum Download angeboten wird. Unter
Mac OS funktioniert das automatische Update hingegen
einwandfrei. Die Ursache für das Problem ist bisher noch
nicht bekannt. (14.03.07,
Heise)
Datenschützer warnen vor Folgen bei Online
Durchsuchungen
Ein Bundestrojaner überschreite die "Grenzen jeder
Sicherheit" und wird Kollateralschäden bei der
allgemeinen Computersicherheit produzieren. So warnte
Johan Bizer, stellvertretender Leiter des Unabhängigen
Landeszentrums für Datenschutz in einem Interview mit
Deutschlandradio Kultur. Der Schaden, der bei der
allgemeinen Computersicherheit entstehen würde, stehe in
keinem Verhältnis zur technischen Maßnahme der
Ermittler, bei der niemand mehr weiss, ob er von der
Massnahme betroffen ist, so Bizer.
Bizer warnt ausserdem davor eine digitale Durchsuchung
mit einer Hausdurchsuchung zu vergleichen. Eine Online
Durchsuchung sei vielmehr als eine Erweiterung der
Telefonüberwachung zu sehen, bei der der Computer mit
technischen Mitteln überwacht werde.
Die dazu erforderlichen Mittel, die vom
Bundeskriminalamt offenbar zusammen mit den Herstellern
von Antivirenscannern entwickelt werden, würden alle
Computer zu unsicheren Systemen machen. "Wenn das BKA
das kann, wer wird das noch können?", so Bizer.
(10.03.07,
Heise)
Mozilla beseitigt Sicherheitslücke
Die kürzlich veröffentlichten Updates für Firefox und
SeaMonkey beseitigen unter anderem auch ein kritisches
Sicherheitsloch, das erst durch einen anderen Patch
entstand. Im Dezember sollte mit einem Patch ein Fehler
in der Behandlung von IMG-Tags beseitigt werden. Dies
eröffnete allerdings die Möglichkeit über
javascript:-URIs beliebigen Code auf dem System
auszuführen und das sogar, wenn der Nutzer JavaScript
deaktiviert hat. Dadurch hatte der Patch nicht nur das
Sicherheitsproblem nicht beseitigt, es hat eine weitere
Lücke hinzugefügt. In dem jetzt im Februar veröffentlichten Patch wurde das
Problem beseitigt. Betroffen war ausser Firefox auch
SeaMonkey. Mozilla empfiehlt ein Upgrade auf Firefox
2.0.0.2/1.5.0.10 und SeaMonkey 1.1.1/1.0.8. Thunderbird-Nutzer hatten Glück, zwar wurde auch dort
das Patch installiert, doch der E-Mail-Client führt
keine javascript:-URIs in IMG-Tags aus. (07.03.07,
Heise)
Vista-Aktivierung gecrackt
Ein kleines Software-Paket mit dem sich Windows Vista
dauerhaft aktivieren lässt, ist in den einschlägigen
Tauschbörsen aufgetaucht. Das so freigeschaltete Vista
läut auf einem Rechner zeitlich unbegrenzt und besteht
momentan sogar die WGA-Prüfung. Möglich macht das ein Schlupfloch im Lizensierungsmodell
von Vista. Um Herstellern das Aufspielen eines
Vista-Images auf ganze PC-Serien zu ermöglichen, hat
Microsoft den PC-Herstellern Generalschlüssel für die
Installation bereitgestellt, die an der jeweiligen
Hardware gebunden ist. Diese Generalschlüssel bleiben
bei der Auslieferung der PCs im System und werden nicht,
wie ursprünglich angenommen, durch individualisierte
Schlüssel ersetzt. Wird Vista mit einem solchen
Schlüssel bestückt, überprüft es, ob im BIOS des PCs von
Microsoft dazu passende signierte Lizenzinformationen
vorhanden sind. Das Software-Paket enthält einen Treiber, der die
BIOS-Zugriffe umlenkt und so dem Betriebssystem die zum
Schlüssel passende Lizenzinformation liefert.
Ist der Treiber aktiv, reicht es Windows Vista die in
dem Paket enthaltende Signaturdatei und den zugehörigen
Schlüssel unterzujubeln und Vista damit frei zu
schalten. (05.03.07,
Heise)
WGA-Prüfung jetzt mit neuem Status
Microsoft bietet in dieser Woche wieder eine neue
Version der Windows Genuine Advantage Notification für
Windows XP an. Der neue Version des Programms, das die
installierte Windows-Version eines Kunden auf ihre
Echtheit hin überprüft, hat nun einen weiteren Status.
Neben "legal" und "illegal" wurde jetzt auch der Status
"unklar" hinzugefügt. Sollten bei der Prüfung nur einige wenige Kriterien
auftreten, die auf eine Raubkopie der genutzten Windows
Installation hinweisen oder wenn ein Fehler im System
oder dem Netzwerk die Echtheitsüberprüfung unterbricht,
wird zukünftig der neue Status "unklar" ausgegeben.
Wenn ein System den Zustand "unklar" erhält, kann der
Nutzer unter Windows XP weiterhin automatische
Sicherheitsupdates beziehen. Bei Windows Vista ist
jedoch nur eine erfolgreiche Validierung des Systems
Voraussetzung dafür, dass alle Funktionen des
Betriebssystems genutzt werden können. "Wenn ein System- oder Netzwerkfehler auftritt und einen
erfolgreichen Abschluss der Validierung verhindert,
möchten wir sichergehen, dass der Nutzer sich darüber im
Klaren ist, dass er eine Möglichkeit, hat das Problem zu
beheben", so ein Microsoft-Sprecher. (01.03.07,
ZDNet)
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