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Shutdown-Day: 24. März als PC-freier Tag
Mit der Initiative "Shutdown Day" wollen die
Organisatoren Denis Bystrov und Michael Taylor
herausfinden, ob ein Tag ohne Computer noch möglich ist. Dafür sind am Samstag, dem 24. März 2007 alle
Computer-Nutzer auf der ganzen Welt aufgerufen, an dem
Experiment teilzunehmen. Da auf Computer in der heutigen
Geschäftswelt nur noch schwer zu verzichten ist,
entschied man sich, das Experiment an einem Samstag
durchzuführen. Mittlerweile haben sich bereits 13.000
Internetnutzer öffentlich der Initiative angeschlossen
und wollen sich an dem Tag stattdessen mit Freunden
treffen oder die Natur geniessen. Mit dem Shutdown-Day wollen die Organisatoren nicht
belehren, an der Computernutzung sei nichts Falsches,
"allerdings wäre es interessant, einen Tag lang darauf
zu verzichten und zu sehen, was passieren wird", so
Michael Taylor. Von der bisher äusserst positiven Resonanz war Taylor
überrascht: "Ich dachte zuerst, Zustimmung und Ablehnung
würden sich die Waage halten. Über 40.000 Einträge auf
News-Seiten, Blogs und Foren innerhalb der ersten Woche
sind aber überwältigend. 90 Prozent davon waren sehr
positiv." Von über 40.000 Beiträge in Foren oder auf
News-Seiten in der ersten Woche waren 90 Prozent
positiv. Während rund 13.000 Internet-Nutzer dem
Vorhaben positiv gegenüberstehen, war nur für 2.000
Nutzer ein Tag ohne Computer unmöglich. Bis zum 24. März kann man sich auf
www.shutdownday.org
einen Blick verschaffen, wie wichtig der Rechner in der
heutigen Zeit für die Internet-User geworden ist.
(27.02.07,
Yahoo)
Microsofts neues Office 2007 spioniert
Während Nutzer des neuen Office 2007 im Netz surfen,
versendet das Programm offenbar heimlich Nutzerdaten an
eine Marketingfirma. Das Microsoft Programme "ganz gerne
mal" Nutzerinformationen zum Hersteller versenden, ist
mittlerweise hinreichend bekannt. Bei Microsofts neuem
Office 2007 Paket ist der Empfänger der Daten aber nicht
nur Microsoft. Der Vorwurf lautet: Datenspionage. Die Spezialisten der Fachzeitschrift "PC Praxis" haben
den Adressaten der Spionageinformationen ermittelt. Es
handelt sich demzufolge um eine Marketingfirma namens "WebTrends".
Das Programm soll dem Bericht zufolge auch dann noch
Informationen versenden, wenn alle externen Anwendung
sowie die Online Aktivierung ausgeschaltet sind.
Nachfragen ergaben, dass die Firma WebTrends bei
Microsoft sehr wohl bekannt war. Laut einem
Microsoft-Sprecher handelt es sich dabei um "einen
unabhängigen Dienstleister". Dem Vorwurf der
Datenspionage widersprach man bei Microsoft jedoch. "Die
Daten, die WebTrends sammelt und analysiert, verwenden
wir dazu, unsere Online-Hilfe benutzerfreundlicher zu
machen", so Microsoft Managerin Pamela Sindall.
Persönliche Daten würden nicht gesammelt. Das österreichische Computermagazin futurezone.at
bekräftigte hingegen die Vorwürfe. Zu den übermittelten
Daten gehören demnach nicht nur Angaben über das
installierte Betriebssystem und die jeweilige
Office-Version, sondern auch die persönliche
WAN-IP-Adresse, mit deren Hilfe Rechner im Internet
identifiziert werden können. (22.02.07,
Netzzeitung)
Trojaner in angeblicher Ikea-Rechnung
Momentan werden E-Mails mit einer vermeintlichen
Ikea-Rechnung, die einen Trojaner enthalten, über
Bot-Netze im Netz verteilt.
In der E-Mail mit dem Betreff "Ihre Ikea Bestellung"
wird der Empfänger aufgefordert den Anhang mit der
angeblichen Rechnung zu entpacken und zu öffnen. In
der beigefügten ZIP-Datei befindet sich der
Trojaner, durch die doppelten Dateiendung pdf.exe
und dem PDF-Icon getarnt. Eine genaue Analyse steht noch aus aber wer die
Datei öffnet, lädt sich vermutlich die übliche
Spionagesoftware und Bot-Netz-Software auf den
Rechner. Die Erkennungsrate von Antivirenprogrammen ist bei
dieser Art von Trojanern üblicherweise sehr
schlecht, da sie oft variiert werden, um möglichst
lange unerkannt zu bleiben. Der Versand solcher
E-Mails erfolgt über Bot-Netze innerhalb von Stunden
an hunderttausende von Empfängern, damit den
Antivirenherstellern möglichst wenig Zeit bleibt auf
die neue Bedrohung zu reagieren. (20.02.07,
Heise)
Zero-Day-Lücke in Microsoft Word
Eine Tag nachdem Microsoft alle Sicherheitslücken in
Office geschlossen hat, ist eine neue Zero-Day-Lücke in
Word bekannt geworden. So warnt Microsoft im jüngsten
Security Advisory vor einem Fehler des Programms im
Zusammenhang mit manipulierten Word-Dateien. Von der Sicherheitslücke betroffen sind die
Word-Versionen aus Office 2000 und Office XP. Mit einem
manipuliertes Word-Dokument ist es bei diesen Versionen
möglich beim Öffnen den Hauptspeicher zu korrumpieren
und damit einem Angreifer die Kontrolle über den Rechner
zu ermöglichen. "In sehr geringem und zielgerichtetem
Umfang" sei die Lücke bereits ausgenutzt worden, so
Microsoft. An einem Update wird bereits gearbeitet. Sicherheitsexperten warnen besonders vor der
Gefährlichkeit solcher zielgerichteter Angriffe in
geringem Umfang. Ausgedehnte Attacken durch Viren,
Würmer oder Trojaner werden schnell entdeckt und lassen
sich leichter filtern. Durch zielgerichtete Angriffe
hingegen können Sicherheitsbarrieren leichter überwunden
werden. (16.02.07,
ZDNet)
Deutschlands grösster Prozess gegen Raubkopierer
Am heutigen Mittwoch beginnt vor dem Mühlhauser
Landgericht das in Deutschland bisher grösste Verfahren
wegen kommerziellen Vertrieb von Raubkopien. Vier Männer
zwischen 22 und 49 Jahren sollen tausende Kunden über
das Internet mit illegalen Material versorgt haben. Zwischen Juni 2003 und September 2004 sollen sie illegal
Filme, Audiodateien, Spiele und Software über das
Internet vertrieben und damit einen Gewinn von 700.000
Euro erwirtschaftet haben. Die vier Männer sollen über
eine dafür eigens gegründete Firma auf den britischen
Jungferninseln die Raubkopien verkauft haben. Laut
Staatsanwaltschaft waren 15.000 Kunden registriert, die
sich die Raubkopien von verschiedenen Servern gezogen
haben. (14.02.07,
rp-online)
Windows Vista CDs mit falschem Aufdruck
Microsoft ist bei der Beschriftung der Windows Vista CDs
für Deutschland ein peinlicher Fehler passiert. So wurde
bei den Installationsmedien der Retail-Versionen wie
auch auf den Verpackungen bei der System Builder-Ausgabe
fälschlicherweise der Hinweis auf ein
Wiederverkaufsverbot gedruckt. Auf den betroffenen CDs heißt es: "Sie sind nicht
berechtigt, diesen Datenträger zu verkaufen, zu
verleihen oder unrechtmäßige Kopien davon zu erstellen."
Dieser Satz ist bis auf das Verkaufsverbot auch auf den
CDs von Windows XP zu finden. Dort ist allerdings von
"Software" statt einem Datenträger die Rede. System
Builder-Ausgaben tragen auf dem Datenträger ebenfalls
den Hinweis, bei ihnen ist er allerdings zusätzlich auch
auf der Verpackung angebracht. Dort ist nach Angaben von
Microsoft zu lesen: "Einzelne Softwarelizenzen in diesem
Paket dürfen NUR mit einem vollständig assemblierten
Computersystem vertrieben werden." Microsoft hat die Fehler bereits eingestanden und
betont, dass sowohl die Retail-, als auch die System
Builder-Ausgaben von Windows nach wie vor
weiterverkauft werden dürfen. Bedingung sei lediglich,
dass wie bisher alle Teile des Produktes verkauft werden
und der Verkäufer die Software vorher von seinem System
entfernt hat. (13.02.07,
Winfuture.de)
Vista-Nachfolger schon 2009
Gerade hat Microsoft der Weltöffentlichkeit nach fünf
Jahren Entwicklung das neue Windows Vista vorgeführt,
schon erhellen sich die Pläne des Nachfolgers. Wie schon
bei Windows XP wollte Microsoft ursprünglich in
regelmässigen Abständen auch für Windows Vista
Service-Packs vorstellen. Schon 2008 soll Windows Vista
in einer aufgebohrten Version erhältlich sein. "Vista
R2" soll über eine verbesserte Sidebar, ein integriertes
Musikbearbeitungsprogramm, volle HD-DVD-Unterstützung,
verbesserte Spracheingabe und allerlei neue Icons,
Themen und Wallpapers verfügen. Aber nur ein Jahr später, zum Ende 2009, soll bereits
der Vista-Nachfolger mit Codenamen "Vienna" auf den
Markt. Dieses Vorhaben bestätigte jetzt Ben Fathi,
zuständig für die Kernkomponenten des OS, gegenüber dem
magazin PC-Welt. Windows Vienna soll über ein radikal verändertes
User-Interface verfügen und volle Virtualisierung
unterstützen. (12.02.07,
derStandard.at)
Apple fordert das Ende des Kopierschutzes
Vor allem die Verbraucherschützer haben Apple-Chef Steve
Jobs für seinen Vorstoß gegen den Kopierschutz für im
Internet verkaufte Musik gelobt. Katja Mrowka vom Bundesverband der Verbraucherzentralen
sagte gegenüber der Berliner Zeitung: "Wir empfinden das
grundsätzlich als eine gute Sache".
Zuvor jedoch wurde gerade Steve Jobs von den
Verbraucherorganisationen scharf kritisiert. Gerade
Musik, die in Apples Internet-Shop iTunes verkauft wird,
lässt sich nämlich nur auf dem konzerneigenen
iPod-Player abspielen. (09.02.07, Yahoo)
Postkartenwurm verbreitet sich
Mit rasanter Geschwindigkeit verbreitet sich der Wurm "Nurech.A"
seit gestern als Postkartengruss per E-Mail im Netz. "Nurech.A",
alias "Downloader.Tibs" alias "Zhelatin.r" alias "Tibs.JR"
alias "Mixor.Q massiv" verbreitet sich dermasen schnell,
dass der Antiviren-Hersteller Panda deshalb bereits
Alarmstufe Orange ausgerufen hat. "Nurech.A" wird anscheinend anders als die Rechnungs
opder BKA-Trojaner nicht über Bot-Netze verteilt,
sondern verbreitet sich über die Adressen, die er auf
den Rechnern seiner Opfer findet. Die E-Mail hat keinen eigentlichen Text, nur einen in
englisch gehaltenen Betreff. Statt einem Text hängt der
E-Mail eine Datei mit der Bezeichnung Postcard.exe an.
Der Anwender muss den Anhang erst ausführen, um die
Schadensfunktion auszulösen. Laut Panda hat der Wurm Rootkit-Funktionen, die es für
betroffene Anwender sehr schwer machen ihn aufzuspüren
oder zu entfernen. (07.02.07,
Heise)
Heimliche PC-Durchsuchungen sind illegal
Verdeckte Online-Durchsuchungen von Computerfestplatten
ohne das Wissen des Beschuldigten durch die Polizei sind
unzulässig. Dies hat am heutigen Montag der
Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Die
Durchsuchung der im Computer eines Beschuldigten
gespeicherten Daten sei nicht durch die
Strafprozessordnung gedeckt. Diese erlaube nur eine
offene Durchsuchung. Im nordrhein-westfälischen Verfassungschutzgesetz ist
die Möglichkeit zur Online-Durchsuchung bereits seit
Kurzem festgehalten, dagegen ist jedoch eine
Verfassungsklage in Vorbereitung. Als "Bundestrojaner"
wird inoffiziell der Teil eines Programms bezeichnet,
der Spyware-Code auf einen PC einschleust, um so
heimlich eine Online-Durchsuchung durch die
Strafverfolgungsbehörden oder Geheimdienste zu
ermöglichen. Schäuble hatte bereits angekündigt, dass, sollte der BGH
die Zulässigkeit von Online-Durchsuchungen aufgrund der
gegenwärtigen Rechtslage verneinen, entsprechende
Anpassungen an den Gesetzen vorgenommen würden.
Ex-Bundestagsvizepräsident Burkhard Hirsch (FDP) dagegen
hält die heimliche Online-Durchsuchung von Computern
durch die Polizei für "schlimmer als den Großen
Lauschangriff". Das Ausspähen des Privatcomputers per
Internet sei ein "brutalerer Eingriff" als alle
bisherigen Ermittlungsmethoden, äusserte er gegenüber
dem Spiegel: "Der PC ist ja wie ein ausgelagertes
Gehirn." (05.02.07,
Heise)
Vista belastet unnötig unsere Umwelt
Aus Sicht der Grünen in England gilt Microsofts neues
Betriebssystem Windows Vista als sinnlose
Umweltbelastung. "Künftige Archäologen werden eine
'Vista-Upgrade-Schicht' identifizieren, wenn sie unsere
Mülldeponien durchforsten", schimpft die
Grünen-Sprecherin Siân Berry. Da das neue Betriebssystem die Nutzer zu teuren
Aufrüstungen zwingt, werden wohl "Tausende von Tonnen
Monitore, Grafikkarten und ganze Computer ... auf den
Müll wandern, obwohl Vista mit ihnen hätte laufen
können, nur dass sie eben nicht die paranoiden
Verriegelungsmechanismen unterstützen, zu deren Einsatz
Vista zwingt", so ein Zitat des Inquirer. Besonders kritisch äusserte sich Berry gegenüber dem
Digitale Restriktions-Management von Windows Vista. Sie
bezeichnete es als aufdringlich und unnötig für die
Konsumenten und sei nur mit dabei, um dem
Entertainment-Konglomeraten gefällig zu sein. Die
DRM-Technik sei zudem wenig effektiv, da sie zusätzliche
Energiekosten und Hardware-Ressourcen verschlinge, um
ständig nach unlizenzierten Daten zu forschen. Besser als ein Umstieg auf Windows Vista sei folglich
ein Wechsel zu Open-Source-Software, die weitgehend frei
von DRM sei und auch mit vorhandener Hardware
kompatibel, so die Empfehlung des Grünen-Sprecher Derek
Wall. (03.02.07,
Magazine.web.de)
Sicherheitsrisiko bei Windows Vista
Ist die Sprachsteuerung bei Windows Vista aktiviert,
kann ein Angreifer mit manipulierten Sprachdateien
jederzeit Zugriff auf ein System erlangen. Dazu genügt
es einem Opfer Audiodateien mit entsprechenden
Sprachbefehlen unterzujubeln. Da die Sprachbefehle nicht an eine bestimmte Stimme
gebunden sind und eine Sicherheitsabfrage fehlt, kann
ein solcher Missbrauch möglich werden. Vorrausetzung
dazu ist jedoch, dass die Sprachsteuerung erst einmal
aktiviert wird und ein Mikrofon und Lautsprecher
angeschlossen sind. Sind diese Vorraussetzungen gegeben,
kann ein Angreifer mittels Audiodateien nahezu beliebige
Funktionen per Sprachkommandos ausführen, ohne das der
Anwender das verhindern kann. Microsoft hat diesen Umstand bereits gegenüber ZDNet
bestätigt. Zwangsläufig drängen sich die Fragen auf
warum Microsoft überhaupt gestattet, dass Sprachbefehle
für Vista vom eigenen Computer kommen können und warum
keine Kennworteingabe oder Stimmerkennung eingebaut
wird, um derartigen Missbrauch zu verhindern. (01.02.07,
Golem)
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