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    Spionagevorwürfe gegen Microsoft

Der Computerspezialist und Sachbuchautor André Spiegel hat Windows Vista als Eingriff in die Privatsphäre kritisiert. Der Kunde hole sich einen Spion ins den Spion ins Arbeitszimmer, so Spiegel im Deutschlandradio. Über die Anmeldung des Betriebssystems könne Microsoft regelmäßig Daten vom Computer abfragen,  kritisierte Spiegel weiter.
Habe der Konzern den Verdacht, dass eine Lizenz auf mehreren Rechnern laufe, das Programm also illegal kopiert worden sei, dann könne Microsoft Vista in einen eingeschränkten Modus herunterfahren, so Spiegel. Einige Module seien dann nicht mehr verfügbar. Bei Microsoft war auf Anfrage zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. (29.01.07, Yahoo)

 

 

    Sicherheitslücken in Word

In Microsofts Textverarbeitungsprogramm Word wurde erneut eine gravierende Sicherheitslücke entdeckt. Damit weist Word derzeit vier bekannte Lecks auf, durch die Schadcode in ein System eingeschleust werden könnte.
Die Sicherheitsorganisation "FrSIRT" warnt davor, dass bereits Schadcode im Umlauf sei, der auf die jüngste Sicherheitslücke ausgerichtet ist. Danach ist das Infizieren eines PCs über eine solche Lücke für den Angreifer recht einfach: Er muss sein "Opfer" lediglich dazu bringen, ein entsprechend präpariertes Word-Dokument herunterzuladen und zu öffnen.
Der entsprechende Patch zum Schliessen der Sicherheitslücke wird bisher noch nicht bereitgestellt. Anwender sollten daher vorsichtig sein und keine Word-Dokumente aus unbekannter Quelle öffnen. (27.01.07, Yahoo)

 

 

    Versatel speichert Verbindungsdaten für Anwälte

Spätestens nach dem Darmstädter Urteil dürfte eigentlich kein Provider mehr die Verbindungsdaten seiner Flatrate-Kunden speichern, Versatel stellt jedoch ein "darf" im Telekommunikationsgesetz über die geltenden Datenschutzvorschriften.
Nicht alle Unternehmen, die behaupten es würden keine Verbindungsdaten gespeichert, scheinen sich auch daran zu halten, wie zahlreiche Postings von abgemahnten Versatel-Flatrate-Kunden zeigen.

Mit diesen Postings konfrontiert, räumte Versatel-Pressesprecher Stefan Sayder ein, dass es Fälle gebe, "in denen Versatel im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen IP-Adressen seiner Kunden speichert – zum Beispiel im Zusammenhang mit Auskunftsersuchen der Staatsanwaltschaft, einzelner Polizeibehörden oder auch Rechtsanwaltskanzleien". Auch dann, "wenn eine Strafverfolgungsbehörde oder eine Anwaltskanzlei Versatel über einen Verdacht der missbräuchlichen bzw. rechtswidrigen Inanspruchnahme von Telekommunikationsleistungen informiert".
An dieser Auskunft ist allerdings bemerkenswert, wie selbstverständlich Versatel "Rechtsanwaltskanzleien" mit Vertretern der Exekutiven wie Staatsanwaltschaft oder Polizei gleichsetzt und deren Wünsche über die Datenschutzvorschriften stellt.
Versatel führt als Begründung den Paragrafen 100 Absatz 3 Satz 1 des Telekommunikationsgesetzes an, wo der Gesetzgeber mit der Formulierung "darf" die Wahl lässt, Daten zur Ermittlung einer "rechtswidrigen Inanspruchnahme" zu speichern. Ein "darf", das in den Datenschutzvorschriften, welche die Speicherung von Verbindungsdaten verbietet, ganz bewusst fehlt. (24.01.07, Heise)

 

 

    Jedes fünfte Windows-System als illegal erkannt

Microsoft hat bekannt gegeben, dass seit Einführung von Windows Genuine Advantage (WGA) im Juli 2005 rund 22 Prozent der Windows-Installationen an dem Test scheiterten.
Seit der Einführung der WGA haben rund 512 Millionen Windows-Anwender ihr System online auf die Echtheit hin überprüfen lassen, die Microsoft zur Pflicht bei verschiedenen Downloads gemacht hat. Viele Anwender, die eine illegale Version verwendeten, waren sich dessen nicht einmal bewusst. So erhielt Microsoft im Rahmen der WGA insgesamt über 56.000 Hinweise von Anwendern mit illegalen Versionen. Jeder dieser Anwender, die Microsoft dadurch in vielen Fällen halfen, Software-Piraten Einhalt zu gebieten, erhielt zur Belohnung eine Original-Version.
Auch zum Start von Windows Vista und Office 2007 in der kommenden Woche bereitet Microsoft eine gross angelegt Aktion vor, bei der die Anwender über die Vorzüge einer legal erworbenen Version aufgeklärt werden sollen. (23.01.07, PC-Welt)

 

 

    YouTube & Co sollen Lizenzgebühren zahlen

Im letzten Jahr haben Musik-Downloads der Musikindustrie rund zwei Milliarden US-Dollar eingebracht, was die sinkenden CD-Verkäufe aber nicht ausgleicht. Daher diskutieren die Experten über neue Vertriebsformen digitaler Musik im Kampf gegen die Piraterie.
"Derzeit werden weltweit pro Monat zehn Milliarden selbstproduzierte Videos von Internet-Nutzern abgespielt. Die meisten davon enthalten Musik, für die wenigsten fließen allerdings Lizenzgebühren an Plattenfirmen oder Verlage", so Michael Downing, Geschäftsführer des US-Portals GoFish.
"Es gibt rund 200 größere solcher Mitmach-Websites, aber nur eine Hand voll bezahlt für die Musik, die die Nutzer in ihren eigenen Videos einsetzen." Zu den zahlenden Portalen gehört beispielsweise YouTube und GoFish, die einen Vertrag mit dem Plattenriesen Universal haben.
Da die meisten der selbstproduzierten Videos in irgendeiner Form Musik enthalten, müsste die Musikindustrie nur den Bruchteil eines Cents pro Video bekommen und könnte so zweistellige Millionenbeträge einfahren.
Der Präsident des Welt-Phono-Verbandes IFPI, John Kennedy betonte: "Wir sind jeden Tag in Gesprächen mit den Internet-Unternehmen. Und häufig müssen wir erst vor Gericht ziehen, damit es zu ernsten Verhandlungen und Abschlüssen kommt". (22.01.07, futurezone.orf)

 

 

    Sicherheitslücke in der Java Virtual Machine

Ein Fehler in Suns Java Virtual Machine kann ausgenutzt werden, um über manipulierte GIF-Bilder Code auf ein System einzuschleusen. So provoziert ein GIF-Bild mit mit der Breite 0 in einem Image-Block einen Überlauf, was zu diversen fehlerhaften Pointern führt. Nach einem Bericht von der Zero Day Initiative (ZDI) lässt sich wenigstens einer davon dazu nutzen, um den Speicher gezielt zu manipulieren. So kann ein nicht vertrauenswürdiges Applet seine Privilegien erhöhen und Zugriff auf die Ressourcen eines Systems erhalten.
Von der Sicherheitslücke sind JDK und JDE 5.0 Update 9, SDK und JRE 1.4.2_12 sowie vorhergehende und SDK und JRE 1.3.1_18 und ältere Versionen betroffen. Die seit Ende Dezember verfügbaren Versionen JDK/JRE 5.0 Update 10, SDK/JRE 1.4.2_13 und SDK/JRE 1.3.1_19 haben den Fehler nicht mehr. Nutzer, die ein Update installieren, sollten beachten, dass Java-Updates grundsätzlich eine neue Version installieren ohne die alte Version zu löschen. Diese muss also per Hand deinstalliert werden. (17.01.07, Heise)

 

 

    Gefälschte GEZ-Rechnungen mit Trojaner

Zur Zeit landen zahlreiche gefälschte E-Mails mit angeblichen Rechnungen der GEZ, in deren Anhang sich ein Trojaner befindet in den Postfächern. Die gefälschten Rechnungen zielen auf diejenigen Nutzer, die von der neuen Gebührenordnung der GEZ verunsichert sind.
In der Rechnung wird eine dreistellige Summe aufgeführt, wohl um den Empfänger zu schockieren, damit er den Anhang, der eine detaillierte Aufführung verspricht, zu öffnen. In der angehängten ZIP-Datei befindet sich jedoch eine ausführbare Datei, die als PDF-Datei getarnt ist. Da Windows in der Grundeinstellung die Dateiendung .exe ausblendet, ist die ausführbare Datei (RechnungGEZ.pdf.exe) für viele Nutzer auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen. Auch erkennen die meisten aktuellen Virenscanner den Schädling zur Zeit noch nicht. (14.01.07, Heise)

 

 

    StudiVZ provozierte Chaos Computer Club

Das Studentenportal StudiVZ hat in einem Interview verbreitet, der Chaos Computer Club habe vergeblich versucht, die Website zu hacken. Prompt haben in der folgenden Nacht Unbekannte das Weblog von StudiVZ übernommen und eine Gegendarstellung veröffentlicht.
Die Studentenplattform war schon Ende letzten Jahres wegen zahlreicher Sicherheitslücken ins Gerede gekommen, unter anderem auch deswegen, weil auch der Zugriff auf privat markierte Dateien möglich war und diese für Cross-Scripting-Attacken missbrauchen liessen. Nach einem öffentlichen Aufruf zum Melden von Sicherheitsmängeln und zahlreiche Umbauarbeiten schien das Portal jedoch wieder einigermassen sicher zu sein.
In einem Interview mit dem Manager Magazin äusserte sich der Manager Konstantin Urban zur Frage nach der Datensicherheit: "Unlängst hat der Chaos Computer Club vergebens versucht, sich ins System zu hacken. Auch die Seite ist jetzt stabil."
Die Aussage stiess allerdings auf Unverständnis, weil sich der CCC zwar mit der Sicherheit des Portals beschäftigt hatte, jedoch nie einen vergeblichen Hackversuch gestartet hatte. So kam die Antwort prompt, die Angreifer verschafften sich Zugang zum Portal und veröffentlichten folgende inoffizielle Gegendarstellung: "Der Chaos Computer Club beteiligt sich nicht an solchen 'Hackt uns doch'-Mätzchen wie den von StudiVZ ausgerufenen Wettbewerb. Es kommt leider vor, dass einzelne Spinner von sich behaupten 'im Namen des CCC' zu handeln, wie wohl auch hier geschehen. Mit dem Chaos Computer Club hat das jedoch nichts zu tun". (11.01.07, Heise)

 

    HD-DVDs mit Vista nur eingeschränkt nutzbar

Ein Anti-Piraterie-Schutz in Windows Vista verhindert das Abspielen von Filmen auf HD-DVDs oder Blu-Ray Disks bei den meisten PCs. Gegenüber der britischen "Times" hat der Program Manager for Video bei Microsoft, Dave Marsh zugegeben, dass Microsoft auf Druck der Unterhaltungsindustrie einen Anti-Piraterie-Schutz in Windows Vista integrieren musste, der das Abspielen von Filmen auf den DVD-Nachfolgeformaten nur dann zulässt, wenn der Monitor oder Fernseher einen digitalen HDCP-konformen Eingang hat, der einen höchstmöglichen Content-Schutz bietet. Ist diese Vorraussetzung nicht gegeben, kann ein Film mit Windows Vista nicht abgespielt werden.
Damit setzt Vista zum Abspielen von digitalen Filmen eine teure HDCP-fähige Grafikkarte und einen HDCP-fähigen Monitor voraus. Dazu kommt erschwerend hinzu, dass beide in den Geräten zum Einsatz kommende HDCP-Schnittstellen zueinander kompatibel sein müssen, was oftmals nicht der Fall ist.
Marsh betonte gegenüber der Times, dass mit der Zeit wohl immer mehr PCs mit integrierten HDCP auf den Markt kommen werden. Microsoft sei von der Unterhaltungsindustrie zu dem Schritt, Filme nur in einer abgesicherten Umgebung lauffähig zu machen, verpflichtet worden. (10.01.07, PCWelt)

 

 

    Hitachi bringt Terabyte-Festplatte

Schon in diesem Quartal will Hitachi mit der Deskstar 7K1000 die erste Consumer-Festplatte mit 1 Terabyte Speicherplatz anbieten.
Eine neue Technologie, "Perpendicular Magnetic Recording" genannt, erlaubt eine besonders hohe Speicherdichte. Aber auch sie weitere Ausstattung kann sich sehen lassen. Das "Ramp Load Design" soll eine erhöhte Stoßresistenz bieten, der Stromverbrauch soll dank drei verschiedener Spar-Modi minimiert werden.
Die neue Festplatte soll bereits im ersten Quartal diesen Jahres erhältlich sein. Der Preis für die 1-Terabyte-Version soll 399 Euro betragen.

Zusätzlich soll es eine weitere Variante geben, die speziell für den Einsatz in digitalen Videorecordern gedacht ist. Diese bietet einen "SMART Command Transport", der eine gleich bleibende Videoqualität garantieren soll. Mit der "Smooth Streaming" Technologie sollen Betriebsgeräusche weitgehend reduziert und Ruckeln beim Abspielen von Videos wirksam verhindert werden. (06.01.07, derStandard.at)

 

 

    EU-Abgeordnete wollen Urheberrecht verschärfen

Geht es nach den Änderungsanträgen einiger EU-Abgeordnete, sollen sämtliche Urheberrechtsverstösse kriminalisiert werden. Scharfe Änderungsanträge haben Janelly Fourtou, Gattin des Vorstandsvorsitzenden des französischen Medienkonglomerats Vivendi, und ihre französische Kollegin Nicole Fontaine zu den geplanten EU-Strafvorschriften zum Schutz des geistigen Eigentums vor dem Rechtsausschuss des EU-Parlaments gebracht.
Die Änderungen sehen unter anderem vor, dass die bisher vorgesehene Beschränkungen bei Urheberrechts- oder Markenrechten auf Verstösse "im gewerblichen Ausmaß" aufgehoben werden. Dabei haben die Politiker offensichtlich in erster Linie Tauschbörsen-Nutzer im Visier, denn vor allem diese können mit der vorgeschlagenen Änderung erfasst werden. (04.01.07, Heise)

 

 

    T-Com gibt Mehrwertsteuer-Erhöhung weiter

Für Kunden eines T-DSL-Anschluss bei der T-Com oder eines Providers, deren Tarife auf einem solchen Anschluss aufsetzen, wird der Grundpreis teurer. Neu und Bestandskunden der T-Com müssen aufgrund der Mehrwertsteuer-Erhöhung jetzt tiefer in die Tasche greifen. Das gilt für den monatlichen Grundpreis eines T-DSL-Anschlusses und für die Grundpreise einiger weiterführende Features. Da T-Com die Grundlage für die Angebote vieler anderer Provider ist, betrifft die Preiserhöhung einen grossen Teil der DSL-Nutzer.
Ab Januar diesen Jahres werden für einen T-DSL-1000-Anschluss statt 16,99 Euro nun 17,43 Euro fällig, bei T-DSL 2000 20,51 Euro statt 19,99 Euro. Das verbreitete T-DSL kostet nun monatlich 25,64 Euro statt 24,99 Euro und für T-DSL 16000 steigt der monatliche Grundpreis von 29,99 Euro auf 30,77 Euro.
Auch Zusatzoptionen werden teurer. Die Option Fastpath, die vor allem für Online-Gamer interessant ist, schlägt nun mit 1,02 Euro statt vorher 99 Cent zu Buche. Ein höherer Upstream kostet nun bei T-DSL 2000 2,04 Euro monatlich und bei T-DSL 6000 5,12 Euro.
Von den Preiserhöhungen sind Kunden von T-Com Resellern, wie 1&1, freenet oder Strato, die zwar Anschlüsse der Telekom nutzen, diese jedoch auf eigene Rechnung und unter eigenem Namen weiterverkaufen, nicht betroffen.  (02.01.07, dsl-magazin)

 

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