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    Gefälschte T-Com Rechnungen mit Trojaner

Das Bundesamt für Sicherheit warnt vor gefälschten T-Com-Rechnungen, die zur Zeit per E-Mail verschickt werden und einen Trojaner beinhalten. Durch Nennung von extrem Hohen Rechnungsgebühren soll der Nutzer dazu gebracht werden, die verschlüsselte ZIP-Datei im Anhang zu öffnen, die den Einzelverbindungsnachweis beinhalten soll. Beim Öffnen der Datei installiert sich laut BSI jedoch der "Trojaner" auf dem Rechner und lädt ein Schadprogramm nach.
Dass Virenscanner nicht in der Lage sind, verschlüsselte ZIP-Dateien zu scannen, macht die Masche besonders hinterhältig. Empfänger entsprechender "Rechnungen" sollten im Zweifelsfall beim angeblichen Absender nachfragen, ob die Mail von ihm stammt. (23.12.06, GMX)

 

 

    Erstes Update für den Internet Explorer 7

Still und heimlich hat Microsoft ein erstes Update für den Phishing Filter des Internet Explorer 7 zum Download bereitgestellt. Das Update soll das Problem beheben, dass beim Besuch bestimmter Webseiten der Computer nur noch sehr langsam reagiert. Dieser Fehler trat vor allem dann auf, wenn eine Seite viele Frames aufweist.
"Wenn man mit dem Internet Explorer 7 eine Webseite besucht kann es unter Umständen vorkommen, dass der Computer sehr langsam reagiert. Das liegt daran, dass der Phishing-Filter den Inhalt der gesamten Seite überprüft", erklärte ein Sprecher von Microsoft.
Das Update für den Phishing-Filter ist kein Teil des monatlichen Patch-Days, es steht auf der Webseite des Unternehmens zum Download bereit. (18.12.06, ZDNet)

 

 

    Telekom ist nicht richtig für VDSL gerüstet

Im Oktober hat die Telekom ihr VDSL-Angebot in zwölf deutschen Städten gestartet, jetzt stellt sich heraus, es wurde am falschen Ende gespart. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt des Ausbaus, der schon längere Zeit in Zweifel gestellt wird, gibt es jetzt auch Probleme bei der technologischen Durchsetzung. Insidern zufolge hat die Telekom beim Ausbau des Netzes "am falschen Ende gespart".
Wie die Computerwoche berichtet, sei ein störungsfreier VDSL-Betrieb kaum möglich, da die Litzen der meisten Telefonkabel mit 0,6 statt 0,8 Millimeter zu dünn sind. Labormessungen haben ausserdem gezeigt, dass nur 40 bis 60 Prozent der Nutzer eines Telefonkabels parallel auch VDSL nutzen kann, bevor Transfereinbrüche durch Störungen auftreten. (16.12.06, Heise)
 

 

    Bei Asus ist der Wurm drin

Wer zur Zeit ein Update vom Asus-Server downloaden möchte, sollte einen aktuellen Virenscanner installiert haben. Auf mehreren Asus-Seiten wird neben dem gewünschten Update heimlich im Hintergrund ein "PWStealer", also ein Passwort stehlendes Spionageprogramm, mitinstalliert.
Mittlerweile ist Asus dabei seine Seiten aufzuräumen. Einige sind bereits gesäubert, andere sind immer noch mit dem Wurm verseucht. Wie lange die Reinigungsaktion noch dauert und wie viele Kunden bereits betroffen sind, war bislang nicht in Erfahrung zu bringen. (15.12.06, Heise)

 

 

    Microsoft geht gegen Vista-Cracks vor

Schon kurz nach der Fertigstellung der Finalen Version von Windows Vista tauchten in einschlägigen Foren Anleitungen auf, die Echtheitsprüfung zu umgehen. Jetzt will Microsoft, wie schon angekündigt, dem einen Riegel vorschieben.
Ein erstes "Update" gibt es bereits, mit dem vor allem Vista-Versionen, die aus verschiedenen Test- und Release-Versionen zusammengebaut wurden, auszuschalten.
Bei Entdeckung einer unautorisierten Kopie erhält sie noch eine Frist von 30 Tage, in sie noch voll einsetzbar bleibt. Danach wird eine derartige Kopie nur noch eingeschränkt nutzbar sein. (15.12.06, Futurezone.orf)

 

 

    Kritik an Online-Durchsuchungen privater Computer

Das Vorhaben von Polizei und Verfassungsschutz private Computer heimlich online zu durchsuchen lehnen, Datenschützer ab.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schar äusserte sich zu der geplanten Möglichkeit von Online-Durchsuchungen: "Der Staat sollte diese Ermittlungsmethode nicht anwenden, sondern sich auf die Mittel beschränken, die ihm gesetzlich zugewiesen sind".
Schar begründete seine Bedenken gegenüber einer Tageszeitung damit, dass eine Online-Durchsuchung mit einer Hausdurchsuchung allein schon aus dem Grunde nicht vergleichbar wäre, weil bei einer Hausdurchsuchung eine offene Massnahme ist, bei der der Betroffene Anwesend ist. "Bei einer Online-Durchsuchung aber dringt der Polizist heimlich, ohne Wissen des Computerbesitzers, in den Rechner ein." Dabei werden möglicherweise auch persönliche Daten kopiert. Ein Polizist agiert also wie ein "staatlicher Hacker". "Das widerspricht dem Schutz des Kernbereichs der Privatsphäre", so Schar.
Vor kurzem hatte auch ein BGH-Richter entschieden, dass für Online-Durchsuchungen die gesetzliche Grundlage fehlt. (14.12.06, Heise)

 

 

    EU will den gläsernen Surfer

Wird die EU-Richtlinie wie geplant im September 2007 umgesetzt, können noch monatelang alle Spuren eines Internet-Nutzers verfolgt werden.

Ein Internet-Nutzer gibt unbemerkt zahlreiche Daten von sich Preis. Viele grosse Internetzugangsanbieter, die Kaufangebote bereitstellen, wie AOL, Freenet oder T-Online, nutzen bereits rege die Möglichkeit Daten ihrer Mitglieder zu sammeln, um deren Vorlieben zu studieren, besonders, da sie ihre Mitglieder ja sogar namentlich kennen. Glücklicherweise verhindert geltendes Recht derzeit noch das Abspeichern wenigstens der Verbindungsdaten über lange Zeiträume.
Die derzeitige Regelung könnte aber im September kommenden Jahres ausser Kraft gesetzt werden, wenn die Brüsseler Richtlinie zur Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten umgesetzt wird. Dann wird die Speicherung von Verbindungsdaten für 6 Monate, zum Zweck der Strafverfolgung, Pflicht. Abgesehen von den Internet-Verbindungsdaten gilt diese Regelung auch bei Mobil- und Festnetztelefonaten, deren Verbindungen dann ebenfalls protokolliert und gespeichert werden müssen.
Auch für Anonymisierungsdienste läuft dann die Zeit ab. Anonymität gegenüber dem Staat, zum Beispiel bei Strafverfolgung, wird es dann wohl nicht mehr geben. Noch nicht klar definiert ist jedoch, in wieweit die Anonymität gegenüber Dritten, zum Beispiel der Musikindustrie, gewahrt bleiben soll.

Der Betrieb von Anonymisierungsdiensten oder ein anonymer Netzzugang werden dann allerdings wohl verboten sein. (13.12.06, Teltarif)

 

 

    Ausblick auf die Malware-Trends in 2007

Die Sicherheitsspezialisten des russischen Antiviren-Herstellers Kaspersky haben einen Ausblick auf die Bedrohungsszenarien für 2007 gegeben. "Traditionelle Virenattacken und Epidemien gehören im Prinzip der Vergangenheit an", so Eugene Kaspersky, Gründer des Unternehmens. "Was früher das Werk von harmlosen Kids und Internet-Freaks war, ist heute zum knallharten Geschäft von Cyberkriminellen geworden", führte Kaspersky weiter aus.
Neben den Trojanern, die sensible Daten der Anwender ausspionieren, ist vor allem ein steigender Trend zu unternehmensinternen Angriffen zu vermerken. Es häufen sich Vorfälle, bei denen Mitarbeiter von Banken oder grossen Unternehmen Schwachstellen interner Sicherheitsvorkehrungen ausnutzen, um Malware einzuschleusen. In einzelnen Fällen, die glücklicherweise glimpflich abgelaufen sind, standen hunderte Millionen Euro auf dem Spiel.
Für das nächste Jahr wird ausserdem ein Anstieg von kryptischen Trojanern erwartet. Diese verschlüsseln Daten auf einem befallenen Computer und erpressen die Opfer dann mit einem Lösegeld für den entsprechenden Dechiffrierungsschlüssel.
Ein weiterer Trend scheint auch das Stehlen von wertvollen Online-Charakteren zu sein. Besonders wertvolle Charaktere oder Objekte werden erst nach monatelangem Spielen frei geschaltet und sind auf dem Schwarzmarkt mittlerweile zigtausend Dollar wert. (11.12.06, ZDNet)

 

 

    BKA will heimlich private PCs ausspähen

Das Bundeskriminalamt erwägt angeblich Mittel zu entwickeln, durch die ein heimliches Ausspähen von privaten Computern möglich wird.

Innenminister Schäuble warnte in seiner Rede über die Gesamtstaatliche Sicherheit auf einer Konferenz erneut vor den Gefahren des Internet. Für Terroristen wäre es zu „Fernuniversität und Trainingscamp“ geworden. Schäuble machte deutlich, dass er die Kontrolle des Internet zu einer seiner Hauptaufgaben während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft machen machen will.
So hat angeblich das BKA bereits mit der Entwicklung von Spionagemöglichkeiten begonnen, die es ermöglichen sollen, heimlich Computer zu überwachen. Informationen der Süddeutschen Zeitung zufolge, wurden Trojaner oder andere Spionageprogramme, die über E-Mail oder über Webseiten auf die Festplatten geschmuggelt werden, zur Überwachung denkbar.
Der Tagessspiegel berichtete, dass diese Entwicklung jedoch zunächst noch einmal wegen rechtlicher Bedenken eingestellt wurde. Wahrscheinlich will man zuerst die in Nordrhein-Westfallen geplante Veränderung des Verfassungsschutzgesetzes abwarten, in dem Verfassungsschützern ebenfalls ohne richterliche Anordnung das heimliche Ausspähen von Festplatten über das Internet gestattet werden soll.
Merkwürdig scheint jedoch, dass ausgerechnet BKA und der Verfassungsschutz vermutlich Trojaner und andere Programme zum Eindringen in Computer entwickeln und laut der Süddeutschen Zeitung auch schon eingesetzt haben, während andererseits der Bundesinnenminister gleichzeitig betont, dass die Kriminalität im Internet zunehme, wobei er insbesondere auf Computerviren und Trojaner verweist. (09.12.06, Heise)

 

 

    Sicherheitsleck in AOL-Software

Die Sicherheitsspezialisten von Secunia haben in der Zugangssoftware von AOL Sicherheitslücken entdeckt, die es möglich machen, schädlichen Programmcode einzuschleusen und auszuführen. Der Fehler betrifft das von der Zugangssoftware installierte ActiveX-Modul "CDDBControlAOL". Eine präparierte Webseite reicht bereits, um Schadenscode einzuschleusen und auszuführen.
Laut Secunia sind wenigstens die AOL-Zugangssoftware-Versionen 7.0 Revision 4114.563, 8.0 Revision 4129.230 und 9.0 Security Edition Revision 4156.910 betroffen, möglicherweise auch andere.
AOL empfiehlt, bestehende AOL-Zugangs-Software auf die aktuelle Version 9.0 Security Edition zu aktualisieren, wer diese bereits einsetzt, bekommt ein automatisches Update eingespielt. (08.12.06, Heise)

 

 

    Australier dürfen doch noch "Happy Birthday" singen

Der Gesetzesentwurf für das neue australische Urheberrecht hat in den letzten Tagen beide Kammern des australischen Parlaments passiert.

Zuvor wurde der heftig kritisierte Regierungsentwurf etwas entschärft. So dürfen auch die australischen Bürger weiterhin "Happy Birthday" singen, da nur der Text urheberrechtlich geschützt ist, einfaches Singen reicht für Sanktionen nach dem Gesetz nun nicht mehr aus.
Nach dem neuen Gesetz dürfen Käufer von CDs diese in andere Formate wie etwa MP3s umwandeln und dann auf Abspielgeräte wie den iPod übertragen, ein Kopierschutz darf jedoch nicht umgangen werden.
Bei Fernsehaufnahmen zwischen "librarying" und "time-shift recording" unterschieden werden. Das erste diene dazu, eine Sammlung zum wiederholten Anschauen anzulegen und ist nicht zulässig, das zweite dient dazu, eine Fernsehsendung zu einem versetzten Termin zu schauen. Das wäre nach dem neuen Gesetz legitim, auch andere Familienmitglieder dürfen dann anwesend sein.
Der australische Generalstaatsanwalt Philip Ruddock bezeichnete das neue Gesetz als "durchbrechend" und richtungweisend. Großbritannien, Kanada und Neuseeland seien dabei, die australische Lösung zu adaptieren. (07.12.06, Heise)

 

 

    AntiVir erkennt Internet Explorer als Trojaner

Virenscanner von Avira (AntiVir) erkennen nach einem Update der Signaturen fälschlicherweise den Internet Explorer 6 als Trojaner "TR.Spy.Goldun.ML".

Avira (vormals H+BEDV) hat mit einem Update fehlerhafte Signaturen auf die Rechner der Nutzer eingespielt. Die Signaturdateien 6.36.01.127 beziehungsweise 6.36.01.134 sind trotz interner Tests fehlerhaft und wurden heute morgen ab 7:25 Uhr verteilt.
Glücklicherweise hat Avira den Fehler schnell festgestellt und schon eine halbe Stunde später neue Updates bereitgestellt. Betroffene Anwender, bei denen der "Internet Explorer" gelöscht wurde, können die Datei aus der Quarantäne wieder herstellen. Auch sorgt die "Windows File Protection" bei Windows XP selbstständig für das Rückspielen der fehlenden Datei. (06.12.06, Heise)

 

 

    Windows Vista - teuerstes Betriebsystem aller Zeiten

Glaubt man den Berichten der US-Presse, hat die Entwicklung von Windows Vista mehr als 10 Milliarden US-Dollar verschlungen. Mehr als 10.000 Mitarbeiter sollen dabei an Windows Vista mitgearbeitet haben, so Businessweek.com. Die Seattle Times glaubt zu wissen, dass das Durchschnittgehälter der Mitarbeiter von Microsoft 200.000 US-Dollar pro Jahr seien.

Rechnet man das Gesamtvolumen der Gehälter über den Zeitraum zusammen, muss die Entwicklung des Betriebssystems demnach 10 Milliarden Dollar gekostet haben.
Zwangsläufig stellt sich die Frage, ob derartige Entwicklungskosten jemals wieder eingespielt werden können. Experten prognostizieren, dass Vista wohl das letzte Betriebssystem seiner Art sein wird.

Die Software Entwicklung steht vor einer Wende. Immer weniger Anwendungen werden wohl zukünftig auf dem eigenen Rechner installiert sein.

Der Trend gehe zu Programmen, die via Browser online genutzt werden können, wie jetzt schon Googles Textverarbeitungsprogramm und Tabellenkalkulation. (05.12.06, tecchannel.de)

 

 

    Auch Warner-Chef-Kinder nutzen Tauschbörsen

In einem Interview gab der Chef von Warner Music gegenüber der Reuters Agentur zu, dass in seinem Haushalt Tauschbörsen genutzt wurden. Auf die Frage der Reporters, ob eines seiner sieben Kinder Musik aus Tauschbörsen laden würden, antwortete Warner-Chef Edgar Bronfman: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie das haben, und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sie die Konsequenzen ertragen haben."
Angaben über die wahren Konsequenzen für seine Kinder wollte Bronfman dann doch nicht machen. Auf die Frage wie er darauf reagiert hatte antwortete er: "Ich habe ihnen erklärt, was ich glaube, was richtig ist." und "Ich kann Ihnen versichern, dass sie es nicht mehr tun." (05.12.06, Futurezone.orf.at)

 

 

    Spyware durch gefälschte Fehlerseite des Internet Explorer

Eine neue Masche der Spyware-Macher gaukelt dem ahnungslosen Internet Explorer-Nutzer vor, er müsse ein Anti-Spyware-Tool installieren. Wurde ein PC bereits mit einer bestimmten Adware infiziert, bringt diese den Nutzer auf eine gefälschte Fehlerseite, die der Fehler-Seite des internet Explorers ähnlich sieht. Diese enthält jedoch am oberen Rand eine Leiste, die einer ActiveX-Meldung ähnlich sieht. Darin wird eine Verseuchung des PCs mit Adware/Spyware gemeldet und der Download einer Software namens "System Doctor" empfohlen.
Der Link führt dann zu einer Webseite, wo die angebliche Anti-Spyware-Software geladen werden kann. Dabei handelt es sich jedoch um die bekannte und schwer zu entfernende Adware "Winfixer". Diese präsentiert auch prompt angebliche gefundene Spyware, die es entfernen könnte, wenn man die kostenpflichtige Vollversion ersteht, was natürlich erst recht nicht zu empfehlen ist. (04.12.06, PC-Welt)
 

 

    Wurm wandert durch MySpace

Unter Ausnutzung der JavaScript-Unterstützung des Quicktime-Players, missbrauchen Phisher die Community MySpace zum Ausspähen von Daten und Passwörtern. Schon das Betrachten von den manipulierten Video-Clips genügt, um das eigene MySpace-Profil mit einem Wurm zu infizieren.
Bemerken kann man die Folgen durch die Infektion nur bei genauerem Hinsehen. Die obere Menüleiste wird gegen eine andere ausgetauscht, die manipulierte Links auf Phishing-Seiten enthält. Darüber gelangt man auch auf einen MySpace nachempfundenen Login-Bildschirm.

MySpace-Nutzer, die das bereits infizierte Profil eines anderen Nutzers ansehen, werden ebenfalls von dem Wurm infiziert. Zu identifizieren ist der Wurm auch an einem leeren Quicktime-Video im Kopf der MySpace-Seite. (04.12.06, Heise)

 

 

    MyVideo.de demnächst auf Sat1

Ab dem 22. Dezember soll das Videoportal MyVideo.de eine eigene Sendung auf Sat1 bekommen, bei der die besten Clips ausgestrahlt werden. Abgesehen von YouTube.com gibt es noch einige weitere Unternehmen, die einen kostenlosen Videodienst anbieten, auf dem Nutzer ihre selbsterstellten Videos anbieten können. Der bekannteste Dienst ist das deutsche Portal MyVideo.de.
Seit einiger Zeit ist das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 an diesem Projekt zu 30 Prozent beteiligt. Jetzt wird MyVideo.de eine eigene Fernsehsendung erhalten, bei der die besten Clips gezeigt werden sollen. Die erste Sendung soll am 22. Dezember um 23:15 ausgestrahlt werden.
Noch ist nicht bekannt ob und in welcher Höhe die Macher der Clips entlohnt werden, das Unternehmen sichert sich jedoch in seinen AGBs dementsprechend ab. Demnach müssen Nutzer, die Videos einstellen die notwendigen Urheberrechte besitzen. (03.12.06, Webmasterpro.de)

 

 

    Finger weg von Anti-Phishing-Toolbars

Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum brachte bei Anti-Phishing-Toolbars ein sehr bedenkliches Verhaltensmuster an den Tag. Viele Anwender nutzen Anti-Phishing-Toolbars als ein probates Mittel, um sich gegen Phishing Attacken zu wehren. Die Toolbars sind jedoch in den meisten Fällen nicht nur unzuverlässig, sondern einige von ihnen protokollieren das gesamte Surfverhalten der Nutzer, so wie es eigentlich nur von Spyware bekannt ist.
Dieses Verhalten ist datenrechtlich bedenklich und kann dazu verwendet werden, an sensible Daten eines Nutzers zu gelangen.
Projektbetreuer Sebastian Gajek vom Lehrstuhl für Netz- und Datensicherheit erklärte dazu: "Als Horrorszenario ist denkbar, dass eine Anti-Phishing-Toolbar von Phishern selbst programmiert wird, um so an sensible Daten wie PINs und TANs zu gelangen."
So können gutgläubige Nutzer, die darauf bauen von der Toolbar geschützt zu werden, nach der Installation erst recht zum Opfer werden. Die Sicherheitsexperten raten daher dazu, auf den angeblichen Schutz von Anti-Phishing-Toolbars zu verzichten und stattdessen lieber mehr Eigenverantwortung und Vorsicht walten zu lassen. (02.12.06, ZDNet)

 

 

    eBay ändert Preise und die AGB

Zu Beginn nächsten Jahres hebt die beliebte Auktions-Plattform eBay etliche Preise an und ändert gleichzeitig die AGB. Vor allem sind dabei Händler von einigen erheblichen Preissteigerungen betroffen. Die Angebotsgebühren für Shop-Artikel steigen von drei Cent pro Artikel auf bis zu 29 Cent an. Der exakte Wert ergibt sich dabei aus dem Preis des Artikels und die Artikelmenge. Auch die Option "Sofort Kaufen" wurde überarbeitet und kostet nun bei höherpreisigen Artikeln mehr. Die Verkaufsprovisionen bei einigen Unterkategorien im Bereich Musik sind hingegen von zwölf auf neun Prozent gesunken.
Auch die AGBs wurden bei eBay überarbeitet und neu strukturiert. So wurden jetzt Ausnahmeregeln zur Geheimhaltung des Passwortes gestrichen und ein Passus für die Selbsthaftung der eBay-Mitglieder bei sämtlichen Aktionen unter seinem Mitgliedskonto hinzugefügt. Auch neu ist, dass eBay sich nun vorbehält, die Veröffentlichung eines Artikels aus Sicherheitsgründen verzögern zu können und das die Löschung eines Artikels in Zukunft gebührenpflichtig wird. (02.12.06, Heise)

 

 

    Mit Windows Vista lieber noch warten

Auch wenn Microsoft vom "grössten Launch in der Unternehmensgeschichte" spricht, weiss niemand genau, warum Vista unbedingt nötig ist.

Um den "grössten Launch" nicht in den grössten Flop münden zu lassen, startet Microsoft die grösste Werbekampagne der Unternehmensgeschichte. Einige 100 Millionen US-Dollar werden in diese Kampagne gesteckt und sollen dabei helfen Windows Vista dahin zu bringen, wo Microsoft es sich hinwünscht: auf den PCs der Unternehmen und den Privathaushalten.
Obwohl Microsoft Windows Vista mit dem grössten Enthusiasmus anpreist, scheint der Rest der Welt noch nicht begreifen zu wollen, wozu man unbedingt Vista braucht. Nach vielen Jahren der Service Packs und Patches ist Windows XP zu einem recht brauchbaren Betriebsystem herangereift. Sicher wird sich Vista eines Tages durchsetzen, Experten schätzen jedoch, dass es zwei Jahre oder mehr dauern wird, bis die grossen Unternehmen auf Vista umgestellt haben, denn Revolutionäres hat auch Vista nicht zu bieten. Einen effektiven Virenschutz, funktionierende Spamfilter und transparente Fenstereffekte sind nicht wirklich triftige Gründe umzusteigen.
Freuen können sich hingegen eher die Hardwarehersteller. Sie können im Frühjahr auf einen Schub von Umsteigern rechnen, die den Windows-Generationswechsel hardwareseitig mitvollziehen. (01.12.06, Heise)

 

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