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    Erste Klage gegen Microsofts Echtheitsprüfung

Der US-Zeitung Seattle Post-Intelligencer zufolge hat ein amerikanischer Windows-XP-Nutzer Microsoft wegen der verschärften WGA-Echtheitsprüfung verklagt. Laut der Zeitung wurde die Klage wie folgt begründet: Microsoft deklariere das Prüfprogramm als kritisches Update, was es jedoch nicht ist. Weiter gibt Microsoft nur unzureichende oder irreführende Informationen darüber, was das Programm überhaupt macht. Ausserdem beinhalte die bis vor kurzem noch ausgelieferte Version eine heimliche "phone-home" Funktion, womit Microsoft gegen Verbraucherrechte und Anti-Spyware-Satuten verstösse.
Ein Sprecher von Microsoft gab gegenüber der Zeitung an, die Klage entbehre jeglicher Grundlage, auch als Spyware sei die WGA-Notification nicht zu bezeichnen. Eine weitere Stellungnahme von Microsoft gab es bislang noch nicht. (29.06.06, Heise)

 

 

    WGA-Notification ab sofort via Windows-Update

Microsoft wird die verschärfte Version der WGA-Notification nicht mehr optional, sondern grundsätzlich per Windows-Update an alle Nutzer ausliefern. Nach der grossen Aufregung der vergangenen Tage bezüglich der optionalen WGA-Notification, die dafür sorgt, dass Windows bei jeder Anmeldung meckert, wenn die Prüfung nicht bestanden wurde und bei jeder Anmeldung ungefragt und ohne Hinweis Kontakt zu einem Microsoft-Server aufnimmt, will Microsoft diese nicht etwa zurücknehmen, sondern liefert sie jetzt grundsätzlich aus.
Microsoft verschwieg bisher, dass sich die WGA-Notification noch in der Beta-Phase befand, weist aber jetzt darauf hin, dass die Pilotphase zu Ende sei. Die einzige Möglichkeit die neue Version der WGA-Notification bei einem Windows-Update nicht zu installieren, ist, die Lizenzvereinbarung (EULA) abzulehnen. Eine spätere Deinstallation ist von Microsoft nicht vorgesehen, auch wenn man diese in der Systemsteuerung unter Software unter den Updates findet.

Laut Microsoft nimmt die neue Version der WGA-Notification zwar keinen Kontakt mehr nach jeder Anmeldung zu einem Microsoft-Server mehr auf, die WGA-Validation übermittelt aber weiterhin folgende Daten nach der Installation:
Windows Product Key
PC-Hersteller
Betriebssystemversion
PID/SID
BIOS-Info (Fabrikat, Version, Datum)
BIOS MD5-Prüfsumme
Benutzergebietsschema (Spracheinstellung für die Windows-Anzeige)
Systemgebietsschema (Sprachversion des Betriebssystems)
Office Product Key (bei der Gültigkeitsprüfung von Office)
Seriennummer des Festplattenlaufwerks


Die Validation erfolgt nicht regelmässig, sondern zuerst direkt nach der Installation, bei jedem Herunterladen von der Windows-Update-Website und grundsätzlich wenn Microsoft eine neue Version über die automatischen Updates verteilt. (28.06.06, Heise)

 

 

    AOL warnt: "Filesharing ist illegal"

So hat der Hamburger Provider postalisch in einer aktuellen Kundeninformation einen Teil seiner DSL-Kunden vor digitalem Datentausch gewarnt. Weiter klärt der Provider in dem Schreiben darüber auf, dass "Musik- und Filmindustrie sowie die Strafverfolgungsbehörden" momentan "vermehrt gegen Internetnutzer vorgehen, die sich widerrechtlich Copyright geschützte" Dateien aus dem Netz herunterladen. Auch sei AOL dazu verpflichtet "auf Antrag der Ermittlungsbehörden die Daten verdächtiger Nutzer herauszugeben".
Damit scheint es, AOL würde File-Sharer pauschal kriminalisieren, denn Filesharing ist keinesfalls grundsätzlich illegal, mittlerweile hat sogar die Filmindustrie diese ressourcesparende Verbreitungstechnik für sich entdeckt. Ein Gesetzesverstoss wird erst dann begangen, wenn urheberrechtlich geschütztes Material getauscht wird, auch AOL weist am Anfang des Schreibens kurz darauf hin.
AOL hat offensichtlich nur einem ausgewählten Teil seiner DSL-Kunden diese Kundeninformation geschickt, tatsächlich will der Provider jedoch keine genauen Angaben dazu machen, wie viele Kunden das Schreiben tatsächlich erhalten haben.
Auf Fragen bezüglich der Speicherung der Nutzungsdaten von Flatrate-Kunden betonte AOL, dass Daten nur soweit gespeichert würden, wie sie nach den deutschem Datenschutzrichtlinien gespeichert werden dürfen, in konkreten Verdachtsfällen jeglicher Art, würde man jedoch eng mit den ermittelnden Behörden zusammenarbeiten. (28.06.06, Onlinekosten)

 

 

    Wurm schickt Todesankündigung

Der Programmierer des aktuell Im Netz kursierenden Computerwurms BlackAngel.B scheint ein grosser Fan des Films "The Ring" zu sein. Ein infizierter Rechner zeigt seinem Nutzer das Bild eines schwarzhaarigen Mädchens sowie eine Todesdrohung mit der genauen Zeitangabe. Der Wurm BlackAngel.B verbreitet sich über den MSN-Messenger indem er Video-Nachrichten an alle aktiven Kontake versendet. Der Wurm benutzt dabei den Absender-Namen "Fantasma", also "Geist". Öffnet der Empfänger nun diese Videodatei, erscheint der "Geist" in Form eines schwarzhaarigen Mädchens. Die Textbotschaft dabei lautet: "En el 1er dia te espantas, en el 2° te desesperas, en el 3° buscas ayuda y en el 4° mueres", was übersetzt bedeutet: "Am ersten Tag erschrickst Du, am zweiten Tag verzweifelst Du, am dritten Tag suchst Du nach Hilfe und am vierten Tag stirbst Du", ähnlich wie auch die Aussage in dem Film "The Ring".
Der Wurm verändert verschiedene Einstellungen auf dem befallen System und ist auch in der Lage, den Task-Manager und laufende Sicherheits-Software zu beenden. (27.06.06, all about PC)

 

 

    Auch Bill Gates "saugt" illegal Videos

In einem Interview des Wall Street Journal äusserte Bill Gates, dass auch er urheberrechtlich geschütztes Material aus dem Internet downloade. "Eine hübsche Seite ist das", so Bill Gates zur Video-Community "Youtube". "Vergangene Nacht habe ich mir dort einen Haufen alter Videos von den Harlem Globetrotters angesehen - großartig."
Auf die Frage ob die Aufnahmen der legendären Basketball-Showtruppe denn nicht die Zustimmung des Rechteinhabers bedürfen und diese ohne die Zustimmung nicht gestohlen seien antwortete Bill Gates: ""Gestohlen ist ein sehr starker Begriff. Es ist urheberrechtlich geschützter Content, für den der Eigentümer nicht bezahlt wurde. Insofern, ja".
Bei der Community Youtube.com sehen sich über 6 Millionen Nutzer am Tag 40 Millionen Videos an und laden weitere 50.000 Clips hoch. Immer wieder steht die Webseite wegen Urheberrechtsverletzungen unter Beschuss. (27. 06.06, T-Online)

 

 

    Google-Toolbar im Shockwave Download

Will man zukünftig den Shockwave-Player herunterladen, bekommt man gleichzeitig auch die Google-Toolbar mit auf den Rechner gepackt. Dafür hat Google eine "bedeutende Summe" ab Adobe gezahlt, so Sci-Tech Today, wie hoch diese genau ist, wurde jedoch nicht verraten.
Da Microsoft für den kommenden Internet Explorer eigene Suchmaschine Windows Live Search favorisiert und den Browser dementsprechend schon vorkonfiguriert hat, sieht Google so offensichtlich seine Chance, die Google-Toolbar dennoch möglichst oft auf die Anwender Rechner einzuschleusen.
Das zweifelhafte Vergnügen der Google Toolbar ist also ab sofort im Shockwave-Download-Paket für den Internet Explorer enthalten, für andere Browser, wie zBsp. den Mozilla Firefox, gibt es eine eigene Toolbar Version. (26.06.06, Heise)

 

    Sicherheitslücke bei Opera

Eine Sicherheitslücke im Browsers Opera könnte ein potentieller Angreifer dazu benutzen, um Schadcode auf einen Rechner auszuführen.
Entdeckt hat das Leck, von dem alle Versionen bis zur 8.54 von Opera betroffen sind, das Sicherheits-Unternehmen Vigilantminds. Wenn bestimmte Ausschnitte eines JPG-Bildes über besonders hohe Werte in Höhe und Breite verfügen, kommt es in den betroffenen Versionen zu einem Pufferüberlauf, der dazu ausgenutzt werden kann, schädlichen Code auszuführen.
Opera-Nutzern wird deshalb dringend angeraten auf die Version 9 umzusteigen. Diese ist von dem Sicherheitsleck nicht betroffen. (25.06.06, Chip.de)

 

 

    Weitere Sicherheitslücke in Excel

Sicherheitsspezialist Debasis Mohanty hat eine weitere mögliche Sicherheitslücke in Microsofts Tabellenkalkulations-Software ausgemacht. So kann laut Mohanty durch das Einbetten einer Shockwave-Datei in ein Excel-Dokument beim Starten der datei JavaScript Code ausgeführt werden. Dieser Code kann dazu benutzt werden etwa ein ActiveX-Control zu laden, um Zugriff zu den Systemressourcen zu erhalten. So kann ein Windows-System mit Schädlingen infiziert werden.
Um diese Lücke auszunutzen, muss jedoch eine zweite Lücke auf einem Windows-System vorhanden sein. Denn auch schon das Control muss verwundbar und für andere Anwendungen als "sicher für Skripting"-gekennzeichnet sein, damit diese es steuern können. (24.06.06, Heise)

 

 

    Microsoft Patch verursacht Probleme

Ein von Microsoft in der vergangenen Woche bereitgestelltes Patch kann Schwierigkeiten bei Wählverbindungen verursachen. Das Update MS06-025 wurde bereitgestellt, um zwei kritische Windows-Sicherheitslücken zu stopfen, die es einem Angreifer ermöglichen können, die Kontrolle über ein System zu erlangen. Jetzt wurden Probleme festgestellt, die sich laut Microsoft auf Wählverbindungen auswirken, die ein Terminal-Fenster oder ein Script verwenden. "Es handelt sich um eine ältere Technologie, die nur selten von modernen Wählverbindungen genutzt wird", so Microsoft. Es wird bereits an einer fehlerbereinigten Version gearbeitet. Bis dahin sollten Anwender, welche die beeinträchtigten Funktionen nutzen, noch auf die Installation des Updates verzichten. (22.06.06, ZDNet)

 

 

    Prozessor mit 500 Gigahertz

IBM hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Georgia Institute of Technology einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Der am Dienstag vorgestellte Chip hat eine Taktrate oberhalb von 500 Gigahertz. Dabei musste der Chip jedoch nahe am Temperaturnullpunkt bei minus 268,5 Grad Celsius betrieben werden. Aber auch unter normaler Raumtemperatur soll der Chip immerhin auf eine Geschwindigkeit von 350 Gigahertz kommen.
Der neue Versuchschip besteht aus einem Mix von Silizium und Germanium, herkömmliche PC-Prozessoren bestehen aus reinem Silizium. Prozessoren auf Basis von Silizium und Germanium werden jedoch seit einigen Jahren vor allem bereits in Mobiltelefonen genutzt. Dieser Mix lässt ein wesentlich schnelleres Schalten des Prozessors zu. Computersimulationen sollen bereits gezeigt haben, dass sich Germanium-Silizium-Chips in naher Zukunft mit einer Taktfrequenz bis zu einem TerraHertz herstellen lassen könnten, die sich unter normalen Temperaturbedingungen betreiben lassen. (20.06.06, Yahoo)

 

 

    Editier-Vandalismus bei Wikipedia

Wegen ständigen Änderungen an bestimmten Artikeln bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia mussten einzelne Artikel eingefroren werden.
Zweifel an der Qualität von Wikipedia hat es schon immer gegeben, ist es doch eine Online-Enzyklopädie, deren Artikel von jedermann geändert oder editiert werden kann. Sie ist ein "Mitmach-Projekt" und wurde, anders als bei der Encyclopaedia Britannica oder dem Brockhaus, nicht von Experten verfasst.
Jetzt mussten die Administratoren für die englischsprachige Wikipedia jedoch einige Artikel für die Bearbeitung sperren, wie die "New York Times" berichtete. Der Grund dafür waren Vandalismus und so genannte Edit-Wars, bei denen Streithähne immer wieder Texte in ihrem Sinne ändern. So wurden jetzt 82 Artikel eingefroren und weitere 179 Einträge, darunter über George W. Bush, Islam und Adolf Hitler bekamen den Status "halb-geschützt". Wer diese ändern wollte, muss schon einige Zeit bei Wikipedia registriert sein.
Die Artikel bleiben nur temporär gesperrt, in der Regel beruhigen sich die Streithähne nach einiger Zeit wieder. (19.05.06, Spiegel)

 

 

    Sicherheitslücke in Microsoft Excel

Microsoft untersucht derzeit einen Vorfall, bei dem mit einer manipulierten Excel-Datei Schadcode in der Tabellenkalkulation ausgeführt werden kann.

Die infizierte Excel-Datei verbreitet sich per E-Mail und versucht im Text den Nutzer dazu aufzufordern das Excel Dokument zu öffnen. Die dabei ausgeführte Schadensroutine kann über eine Sicherheitslücke beliebigen Code auf dem befallenen System ausführen. So kann ein Angreifer die Kontrolle über das System erlangen. Bisher ist noch kein Patch gegen das Sicherheitsloch verfügbar. Der einzige Schutz bleibt zunächst, Excel-Dateien nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu öffnen. (17.06.06, Secunia)

 

 

    Zu viele PCs sind verseucht

Auf 311 Windows PCs kommt einer, der mit einem Trojaner verseucht ist und so von Fremden als Zombie für bestimmte Zwecke ferngesteuert wird. Dies fand jetzt Microsoft mittels der Daten, die mit dem Windows Malicious Software Removal Tool zwischen Januar 2005 und März 2006 gesammelt wurden, heraus.
Damit kann gesagt werden, das Trojaner die eine Hintertür installieren, die größte Gefahr für Windows-Systeme darstellen. Diese so genannten Zombie-PCs werden gerne von Spam-Versendern als willenlose Verteilerstation und von Hackern als Zombie-Armee für Cyberattacken missbraucht.
Eine weniger grosse Rolle spielen dabei noch Rootkits, etwa 14 Prozent aller Infektionen gehen laut Microsoft auf Rootkits zurück, die sich ins System einnisten, um zum Beispiel den Kopierschutz von Musik-CDs zu gewährleisten. Aber allein Sonys skandalöses Rootkit machte davon schon 5 Prozent aus. Die meisten anderen gehen mit einer Trojaner-Infektion einher, die mittels einer Rootkit Installation verschleiert wird. (15.06.06, GMX)

 

 

    Sicherheitslücke in Win98/ME bleibt bestehen

Gegen die im April entdeckte, schwerwiegende Sicherheitslücke im Windows Explorer bei Windows 98 und ME wird es keinen Patch geben. Ein Patch würde derart tief greifende Veränderungen in Kernkomponenten der veralteten Betriebssysteme voraussetzen, dass es nicht mehr gewährleistet ist, dass Anwendungen weiterhin fehlerfrei funktionieren, so Microsoft in der Neuauflage seines Security Bulletins MS06-015.
Die Sicherheitslücke betrifft eine Schwachstelle im Windows Explorer, wodurch es einem Angreifer möglich wird, beliebigen Code auf dem Rechner auszuführen und die Kontrolle zu übernehmen. Microsoft rät den Umstieg auf Windows XP mit Service Pack 2. Eine Alternative wäre aber auch eine Firewall, die den Transfer auf TCP Port 139 filtert. (12.06.06, ZDNet)

 

 

    Offene Fragen zu Microsofts WGA-Prüfung

Microsofts verschärfte Echtheitsprüfung nimmt auch bei XP-Systemen mit einem legalen Schlüssel täglich ungefragt Kontakt zu Microsoft Servern auf*. Nachdem dies nun herausgefunden wurde, hat Microsoft auch zu den Vorwürfen Stellung genommen. Im Kern wurde in der Mitteilung erklärt, dass es wohl ein Versehen gewesen wäre, die Anwender nicht ausreichend über diese Kontaktaufnahme informiert zu haben. Man habe sich stattdessen mehr auf den Schritt der Validierung des CD-Schlüssels konzentriert. Als Konsequenz will Microsoft die Häufigkeit der Kontaktaufnahme künftig auf alle 14 Tage ausweiten. Microsoft führte weiter an, dass durch die Kontaktaufnahme keine Daten übertragen werden, die heruntergeladene Datei erlaube das Abschalten des Programms, welches sich noch in einer Testphase befände. Wenn diese vorbei wäre, würde man auf eine Kontaktaufnahme verzichten.
Bleibt die Frage offen, warum Microsoft ein Programm an seine Kunden ausliefert, welches die Testphase anscheinend noch gar nicht überwunden hat und in dem Microsoft selbst so wenig Vertrauen hat, dass sogar ein Notschalter eingebaut werden muss.
Bleibt noch anzumerken, dass dass nur die WGA Notification keine Daten überträgt, die Validation hingegen schon. (09.06.06, Heise)

*Tipp: Mit dem Tool xp-AntySpy ist es möglich diese Kontaktaufnahme zu deaktivieren.

 

 

    Microsofts verschärfte WGA-Prüfung spioniert

Die verschärfte Version der Echtheitsprüfung (Windows Genuine Advantage) für Windows XP überprüft anscheinend nicht nur die Legalität des Schlüssels. Windows nimmt im Falle einer XP-Installation mit einem von Microsoft als nicht legal eingestuften Schlüssel bei jeder Anmeldung ungefragt Kontakt zu einem Microsoft-Server auf. Eine erste Analyse der Zeitschrift c't ergab, dass es dabei eine XML-Datei von der URL www.microsoft.com/genuine/replacement/bioslist2.xml herunterlädt.

Zur Zeit enthält die Datei jedoch nur einen kleinen, wenig informativen Datensatz. US-Medien berichten zufolge begründet Microsoft die Kontaktaufnahme damit, so WGA bei Bedarf zu deaktivieren, es würden keine wichtigen Daten übertragen und damit harmlos.

Im Gegensatz zu früheren Zusicherungen seitens Microsofts um die Unbedenklichkeit von Seriennummern und Befürchtungen wegen heimlicher Kontaktaufnahmen von Windows mit Microsoft Servern, sind viele Internetforen jedoch voll von recht barschen Meinungen der Windows-Nutzer.
Die neue WGA-Prüfung, die zudem einen Nutzer eines als illegitim erkannten Systems bei jeder Anmeldung darauf hinweist, wird von Microsoft als freiwillig bezeichnet. Sie soll in erster Linie die Nutzer informieren, die ohne ihr Wissen eine gefälschte Windows Kopie besitzen.

Allerdings gibt es Berichte, dass die Prüfung in Einzelfällen eine legal erworbene XP-Version, wie etwa von Dell oder Medion, als illegal erkannt hat. (08.06.06, Heise)

 

 

    TeenBuzz - der unhörbare Klingelton

Der Klingelton-Spezialist Infowing bietet ab heute einen Klingelton für Handys an, der nur von Personen unter 25 Jahren wahrgenommen wird. Der Klingelton ist in einem derart hohen Frequenzbereich gelagert, dass er nur von noch jungen Ohren gehört werden kann.
"Wir haben selber einen Riesenplausch an diesem Experiment und wollen darum auch den Teenies eine Freude bereiten" so ein Sprecher. "TeenBuzz" funktioniert bei Handys, die MP3-Files abspielen können und über einen hochwertigen Lautsprecher verfügen.
Auch in Großbritannien werden bereits Alarmanlagen mit Hochfrequenztönen eingesetzt, um so herumlungernde oder randalierende Teenager von den Geschäften zu vertreiben. Die Frequenz des Tons ist so hoch, dass er den Jugendlichen Schmerzen bereitet. (08.08.06, 20 Minuten)

 

 

    Gericht verbietet Online-TV-Recorder Dienste

Heute musste sich ein Gericht mit der Legalität von Mitschnitten von Fernsehsendungen durch einen Internet-Anbieter beschäftigen. Eine Filmproduzentin klagte gegen eine Firma, die Filme vom Fernsehen gegen Bezahlung für Privatpersonen aufnehmen will. Sie sah darin das Urheberrecht verletzt. Die Hamburger Firma sah in ihrer Dienstleistung hingegen eher einen virtuellen Videorecorder-Verleih, da die Fernsehsendungen nur zum jeweiligen TV-Sendezeitpunkt aufgenommen werden. Die Aufnahmen werden dann auf den Servern des Unternehmens bis zum Abruf durch den Kunden gespeichert.
Das Landgericht Braunschweig entschied heute zugunsten der Filmproduzentin und erliess gegen die Hamburger Firma eine Einstweilige Verfügung, wonach die Dokumentarfilme der besagten Filmproduzentin nicht durch einen "Virtuellen Online Video Recorder" aufgenommen werden dürfen. Als Begründung erläuterte der Richter, dass Die Rechte liegen grundsätzlich bei den Urhebern lägen. Ausnahme wären Kopien für reine Privatzwecke. Die beklagte Firma aber ermögliche jedoch auch Aufnahmen, die vom eigenen Wohnzimmer nicht möglich wären und verstosse somit gegen das Gesetz, da auch Filme von nicht empfangbaren Bereichen aufgenommen werden könnten. (07.06.06, Lübecker Nachrichten)

 

 

    Instant Messages zwischen Yahoo und MSN

Obwohl es in letzter Zeit um die geplante Kooperation zwischen MSN und Yahoo ruhig geworden war, scheint die Realisierung aber nahe zu sein. Im Blog des MSN-Messenger-Teams ist nachzulesen, dass die Zusammenschaltung der Messenger-Dienste von MSN und Yahoo kurz vor der Vollendung stehen. Für beide Versionen stehen bereits Testversionen für den internen Gebrauch zur Verfügung.
Durch die Kooperation beider Dienste wird es zukünftig möglich sein, Nutzer des jeweiligen anderen Dienstes zur eigenen Kontakteliste hinzuzufügen und mit diesen zu kommunizieren. Der genaue Termin zur endgültigen Einführung ist jedoch noch unbekannt. (06.06.06, ZDNet)

 

 

    Virenverseuchte Treiber bei HP

Antivirenhersteller Bitdefender gab bekannt, dass HP auf seinen Download-Servern virenverseuchte Treiber an die Kunden ausgeliefert hat. Am 31. Mai wurden mit dem Funlove-Virus infizierte Treiber-Archive entdeckt. HP löschte zwar jetzt die befallenen Treiber, tat dies jedoch ohne weitere Rückmeldung oder Stellungnahme. So bleibt unbekannt, wie viele Anwender ihr System durch die Installation der verseuchten Treiber infiziert haben. Auch ist es bis dato unbekannt, wie ein infiziertes Treiberarchiv den Weg auf den FTP-Server von HP finden konnte.
Funlove ist ein recht alter Virus aus dem Jahr 2000. Aber auch schon damals hatte HP (vormals Hewlett Packard, nach der Fusion mit Compaq HP) mit Funlove verseuchte Treiber angeboten. Die Vorfälle zeigen wieder einmal deutlich, dass Virenscanner auf Windows-Systemen unverzichtbar sind und das man selbst bei vertrauenswürdigen Downloadquellen vorsichtig sein muss. (05.06.06, Heise)

 

 

    Microsoft mit Sanktionen gegen Raubkopierer

Bei der Echtheitsprüfung für das Betriebssystem Windows XP geht Microsoft nun eine Stufe aggressiver vor. Bisher konnte mit die im Jahr 2005 eingeführten Windows-Genuine-Advantage-Konzept (WGA) eine freiwillige Überprüfung des Produktschlüssels manuell durchgeführt werden. Verzichtete man darauf, bekam man einfach nur das Update nicht.

Jetzt hat Microsoft auch für die deutsche XP-Version eine Benachrichtigungsfunktion in das Update eingebaut. Dieser WGA-Notifier, der Microsoft zufolge auf freiwilliger Basis installiert werden kann, macht sich im Falle einer illegalen Windows-Version spürbar bemerkbar. Anwender mit einer illegalen Windows XP-Version werden bei jedem Systemstart mit einer Meldung konfrontiert, die dem Nutzer zweifelsfrei im klaren lässt, dass er keine Original-Version auf dem Rechner hat. Die Warnmeldung blockiert zudem alle Funktionen so lange, bis sie von dem Nutzer weggeklickt wird.

Zusätzlich wird in der Taskleiste ein neues Zusatzicon installiert, dass dem Anwender in regelmässigen Abständen mit einem PopUp zum Erwerb einer legalen Version auffordert. (02.06.06, gmx.net)

 

 

    BitTorrent Server beschlagnahmt

Bei einer Razzia hat die schwedische Polizei die Server des weltweit grössten BitTorrent Tracker ThePirateBay.org beschlagnahmt. Dabei wurden drei Personen zum Verhör mitgenommen.

Ein Sprecher von ThePirateBay.org äusserte gegenüber der P2P-Newsseite Slyck, dass die Polizei die Server beschlagnahmt hat, um zu prüfen, ob sie für kriminelle Machenschaften verwendet wurden. Offenbar ist sich die Polizei nicht sicher.
Tracker indexiert zum Tausch bei BitTorrent angebotene Dateien und halten .torrent-Dateien mit den IP-Adressen der beteiligten Rechner bereit, müssen aber nicht selbst zwangsläufig deshalb urhebergeschützes Material anbieten. Aber selbst wenn die Betreiber von ThePirateBay ihre Server zurückerhalten, wird die Musik- und Filmindustrie die Beschlagnahme als grossen Erfolg werten können, da BitTorrent Nutzer sich nach anderen Quellen für ihre Downloads umsehen müssen. (01.06.06, Heise)

 

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