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Microsoft interessiert sich für eBay
Die New York Post berichtet, dass Microsoft zu Zeit reges
Interesse an einer Übernahme des Online-Auktionshauses eBay zeigt.
Demnach plant Microsoft eBay in das MSN-Portal zu integrieren, um
die Stellung Microsofts und eBay gegen den Suchmaschinenbetreiber
Google zu stärken. Verhandlungsgespräche sollen schon seit einigen
Wochen laufen, sind aber derzeit wegen kartellrechtlicher Bedenken
ins Stocken geraten. Die Partnerschaft zwischen eBay und Yahoo soll
keinen Einfluss auf die geplante Übernahme durch Microsoft haben.
(30.05.06,
Heise)
Gefälschte eBay-Rechnungen mit Trojaner
Wer kürzlich eine Rechnung von eBay per E-Mail erhalten hat, sollte
überprüfen, ob sein Rechner mit einem Trojaner infiziert ist. Die
gefälschten e-Bay-Rechnungen enthielten im Dateianhang eine als PDF
getarnte ausführbare Datei, wo sich der Schädling "TR/Dldr.Small/TROJ_YABE.G"
versteckte. Zur Zeit sind noch nicht alle Virenscanner in der Lage,
den Trojaner aufzuspüren, der, einmal installiert, aus dem Internet
weitere Dateien nachlädt.
Der Trojaner versendet sich nicht selbst, sondern wird über diverse
Spamlisten an eine Vielzahl von Anwendern verschickt. (29.05.06,
Heise)
Premiere ohne Smartcard
TV-Piraten ist es gelungen, das komplette Programm von Premiere
zugänglich zu machen, ohne dass noch eine Smartcard benötigt wird.
Dazu wird lediglich ein handelsüblicher PC mit einer DVB-S- oder
-C-Karte sowie eine TV-Empfangssoftware, die ein Conditional Access
Module (CAM) in Software emulieren kann ("Soft-CAM") benötigt. Die
Entschlüsselungscodes kursieren bereits auf einschlägigen Webservern
im Internet.
Eine so emulierte Premiere Abo-Karte schaltet das komplette Premiere
Programm, abgesehen von den HD-Kanälen, komplett frei. Auch sollen
schon modifizierte Firmware Updates für DVB-Receiver, wie dbox & Co
im Umlauf sein.
Premiere hat bereits angekündigt, dass jeder Angriffsversuch auf die
Verschlüsselungstechnik "mit juristischer Härte verfolgt" wird.
Details zum weiteren Vorgehen wollte Premiere jedoch noch nicht
bekannt geben. (26.05.06,
Heise)
Musikindustrie fordert 40 Millionen
Nach der grossen Tauchbörsen-Razzia werden die Nutzer jetzt mit
horrenden Schadenersatz- Klagen überzogen. Die Musikindustrie habe
jedoch noch nicht einmal stichhaltige Beweise, so ein Anwalt. In
erster Linie seien zunächst einmal die Musikfirmen in der
Beweispflicht. Die Anwaltskanzlei von Christian Solmecke, die einige
der Betroffenen vertritt, ist der Meinung, dass Behörden und
Phono-Industrie den Vorwurf des bewussten, massenhaften Anbietens
von Musik-Dateien in den meisten Fällen nicht nachweisen können.
Zu Beweiszwecken seinen nur ein oder zwei Musikstücke durch die
Ermittler heruntergeladen worden. Anhand von Titeln sei dann
vermutet worden, dass weitere geschützte Musikstücke angeboten
worden seien.
So ist auch der Vorwurf zu erklären, die Anwender hätten tausende
von Musikstücken in das eDonkey-Netzwerk gestellt. Die
Musikindustrie verlange pro angebotenen Song bis zu 10000 Euro
Schadenersatz. (24.05.06,
Netzeitung)
Grosseinsatz gegen deutsche P2P-Nutzer
Heute wurden in einer von der Staatsanwaltschaft Köln und der
Polizei koordinierten Aktion bundesweit 130 Hausdurchsuchungen
durchgeführt. Insgesamt sollen 3500 Verdächtige identifiziert worden
sein, die jeweils bis zu 8000 Dateien über das eDonkey-Netz
angeboten haben sollen. Monatelange Ermittlungen der
Strafverfolgungsbehörden in Zusammenarbeit mit der von der deutschen
Landesgruppe der IFPI beauftragten proMedia Gesellschaft zum Schutze
geistigen Eigentums sind dieser Aktion vorausgegangen.
Gegen alle Beschuldigte wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Bereits zwei Monate lang hatten die Ermittlungsbehörden einen
Server, der als Verteilpunkt im eDonkey-Netz diente, mit einer (lt.
IFPI) eigens dafür entwickelten Software überwacht. In dieser Zeit
wurden sämtliche Dateiaustauschangebote an diesem Server
mitgeschnitten, zu jeder ermittelten IP-Adresse stellten die
Ermittler fest, welche Dateien für den Tausch angeboten wurden.
Insgesamt wurden 40.000 IP-Adressen mitgeschnitten, davon waren 3500
besagten deutschen Nutzern zuzuordnen. Hausdurchsuchungen wurden
dabei nur bei Nutzern durchgeführt, die mehr als 500 Dateien zum
Tausch angeboten hatten. Dabei wurden ca. 100 Computer, Tausende von
CDs und weiteres Beweismaterial sichergestellt. Die Musikindustrie
hat Strafanträge gegen die identifizierten Nutzer gestellt.
Während der zweimonatigen Überwachung seien von dem überwachten
Server rund 14 Gigabyte Logdateien angefallen, von denen ein
Grossteil noch ausgewertet werden müssen. (23.05.05,
Heise)
Trojaner nutzt Sicherheitslücke in Word
Eine Sicherheitslücke in Microsofts Textbearbeitungsprogramm Word
wird derzeit genutzt, um einen Trojaner zu installieren. Der
Backdoor.Ginwui genannte Trojaner verbreitet sich als Word-Dokument
per E-Mail und wird derzeit noch nicht von Spam- oder
Antiviren-Filtern aussortiert.
Backdoor.Ginwui installiert nach dem Öffnen des Dokuments unbemerkt
eine Hintertür, über die Angreifer die Kontrolle über den PC
erlangen können. Anschliessend überschreibt er den Inhalt der
ursprünglichen Word-Datei und provoziert so einen Absturz von Word.
Wird Word erneut gestartet, ist nur ein Dokument mit einer harmlosen
Nachricht zu sehen. Der Trojaner wurde aber damit installiert und
sendet Pings an IP-Addressen in Asien, teilt also mit, wo sie
erreichbar ist.
Weitere Details sind bisher spärlich: Vor
Entdeckungen schützt sich der Eindringling mit Rootkit-Techniken.
Zudem werde anscheinend auch eine RBot-Variante installiert, die
diverse System-Informationen einholt, beispielsweise über
installierte Anti-Viren-Scanner oder auch den Inhalt diverser Ordner
und Dateien.
Die Art der Infektion stellt ein grosses Sicherheitsproblem dar,
weil Sicherheitsmassnahmen wie Firewall, Virenscanner oder
installierte Updates nicht helfen.
Die als hoch kritisch eingestufte Sicherheitslücke wurde bisher bei
Microsoft Word 2002 und Microsoft Word 2003 festgestellt. (20.05.06,
Heise)
Update:
Auch am heutigen Montag erkennen viele Virenscanner den
Backdoor.Ginwui immer noch nicht.
Nur BitDefender, eTrust-VET, F-Secure, Kaspersky, Microsoft OneCare,
NOD32 und Symantecs Norton Antivirus erkannten bei einem Test alle
infizierten DOC- und EXE-Dateien.
Nur unvollständig schafften dies AntiVir, Dr. Web, eSafe,
eTrust-INO, Fortinet, Ikarus, McAfee, Panda, QuickHeal, Sophos,
Trend Micro und VirusBuster.
Die Virenscanner Avast!, AVG, ClamAV, Command, Ewido, F-Prot, Norman
und VBA32 sind durchgefallen, da sie Ginwui überhaupt nicht
erkannten. (22.03.06)
Mögliches Aus für Windows Vista
Microsoft soll rechtlich geschützte Speichertechniken
unerlaubterweise für das neue Betriebssystem genutzt haben, jetzt
wurde Klage eingereicht. Kläger ist der Softwarehersteller Symantec,
der dem Windows-Konzern vorwirft, geistiges Eigentum falsch genutzt
und gegen Verträge verstoßen haben. Gemeint ist ein Vertrag zwischen
Veritas und Microsoft aus dem Jahre 1996. Veritas gehört seit
letztem Jahr dem Softwarehaus Symantec, das Microsoft nun vorwirft,
Speichertechniken von Veritas heimlich in unerlaubter Weise genutzt
zu haben. So habe Microsoft Patente zugesprochen bekommen, die
eigentlich auf Erfindungen basieren, die Symantec gehörten.
Symantec will mit der Klage die Entwicklung, den Verkauf und die
Verteilung von Windows Vista und dem Longhorn Server unterbinden.
(19.05.06,
Netzeitung)
Trojaner löscht P2P Verzeichnisse
Ein neuer Trojaner deaktiviert die Sicherheitsmassnahmen eines
befallenen PC und löscht Verzeichnisse von Tauschbörsenprogrammen.
Erazer-A löscht alle Archive, Musik-, Film- und Bilddateien, die er
im Incoming-Verzeichnis von P2P-Programmen findet. Dass nur die
Inhalte dieser spezifischen Verzeichnisse angegriffen werden, gibt
natürlich Grund zu allerhand Spekulationen. Möglicherweise ist dies
aber erst der harmlose Anfang einer Serie neuer Erazer-Typen, die
mit den Daten der Nutzer zukünftig weitaus aggressiver vorgehen.
(17.05.06,
PC-World)
Online-Funde per Browsererweiterung speichern
Die Browsererweiterung
Google Notebook
steht ab sofort für Firefox und den Internet Explorer zum Download
bereit. Per Button oder über das Kontextmenü können damit Bilder,
Texte und Links aus dem Web sowie dazugehörige Kommentare direkt auf
einem Google-Server gespeichert. So können Nutzer mit einem
Google-Account von überall auf ihre Notizbücher zugreifen oder
anderen Google-Nutzern zur Verfügung stellen.
Google Notebook kombiniert damit die Funktionen beispielsweise des
lokalen Firefox-Notizbuchs ScrapBook und des Yahoo-Dienstes My Web,
das komplette Webseiten auf dem Server speichert. (16.05.06,
Heise)
Sicherheitslücke auch im neuen Firefox
Auch die neue Firefox Version 1.5.0.3, die kürzlich erst wegen einer
Sicherheitslücke bereitgestellt wurde, hat eine Schwachstelle. Ein
Exploit kann diese Schwachstelle ausnutzen, indem mittels Javascript
in einer Web-Seite viele "mailto:"-Links erzeugt. Diese links werden
in img-Tags versteckt, die eigentlich Bilder laden sollten. Dadurch
kann der Rechner soweit ausgelastet werden, dass er nicht mehr auf
Benutzeraktionen reagiert oder gar abstürzt. Allerdings kann das im
Einzelfall auch davon abhängen, welches Mail-Programm in Firefox als
für mailto-Links zuständig eingetragen ist.
Als Abhilfe kann JavaScript mit allen damit verbundenen Nachteilen
komplett abgeschaltet werden oder man macht einen Eingriff in die
Konfiguration des Browsers, indem man eine Warnung für mailto-Links
einträgt. Dazu gi´bt man einfach "about:config" in die Adresszeile
des Firefox ein. So bekommt man den Zugriff auf einer Vielzahl von
versteckten Konfigurationsmöglichkeiten. Im Eingabefeld "Filter" am
oberen Rand wird dafür "warn-external.mailto" eingegeben. Als
einzige Option bleibt dann "network.protocol-handler.warn-external.mailto"
stehen, der Wert steht standardmäßig auf "false". Durch Anklicken
mit der rechten Maustaste und Auswählen von "Umschalten" wird dieser
auf "true" gesetzt. (13.05.06,
PC-Welt)
Windows Vista kostenlos bei gefälschtem XP
Besitzer, die unwissentlich eine gefälschte Windows XP Version
erworben haben, macht Microsoft für Windows Vista ein besonderes
Angebot. XP-Nutzer, die mit ihrer gefälschten Windows XP Version die
WGA-Echtheitsprüfung über das Internet vornehmen und denen die
Fälschung bestätigt wird, bekommen beim Kauf einer lizenzierten
Windows XP Version das Upgrade für das kommende Windows Vista
gratis.
Das Angebot gilt bis zum 30. Juni 2006, jedoch nur für Besitzer
einer gefälschten Version, nicht etwa für eine illegale Kopie.
(10.05.06,
Blog)
Virenscanner von Sophos mit Sicherheitsproblem
Die Antivirenlösungen von Sophos weisen eine Lücke auf, welche unter
Umständen die Systemsicherheit gefährden kann. Über manipulierte
CAB-Archive kann es einem Angreifer gelingen, schädlichen Code
einzuschleusen und auszuführen. Der Fehler tritt beim Auspacken und
Scannen von Microsoft-Cabinet-Dateien mit einer fehlerhaften Anzahl
von Ordnern im Header auf. Standardmässig ist das Überprüfen von
CAB-Archiven allerdings deaktiviert.
Von der Sicherheitslücke sind alle Versionen von Sophos Anti-Virus
betroffen. Sophos hat bereits ein Update zur Beseitigung des
Problems bereitgestellt: (09.05.06,
Heise)
Klage: Google profitiert von Kinderpornografie
Gegen den Suchmaschinenbetreiber Google wurde von einem US-Politiker
eine Klage mit Vorwürfen in Zusammenhang mit Kinderpornografie
eingereicht. "Dieser Fall betrifft eine
Multimilliarden-Dollar-Firma, die Kinderpornografie fördert und von
ihr profitiert", zitiert die Spiegel-Redaktion aus der Klageschrift,
die Jeffrey Toback, Mitglied des Regionalparlamentes von Nassau
County, eingereicht hat. Google wird vorgeworfen, bezahlte Links auf
Webseiten zu zeigen, die Kinderpornografie beinhalten.
Ein Google-Sprecher widersprach den Vorwürfen und stellte klar:
"Wenn wir Kinderpornografie finden oder darauf aufmerksam gemacht
werden, entfernen wir sie aus unseren Produkten, einschließlich
unserer Suchmaschine" Weiter würde den entsprechenden
Strafverfolgungsbehörden Bericht erstattet. In diesen Punkt würde
Google eng mit den Gesetzeshütern zusammenarbeiten.
Google wird in der Klageschrift als "weltgrößter und effektivster
Erleichterer und Verbreiter von Kinderpornografie" bezeichnet"
Andere Suchmaschinenbetreiber, wie MSN oder Yahoo werden in der
Klageschrift nicht erwähnt. (08.05.06,
Spiegel)
Internet Explorer 7 in Deutsch
Die Beta 2 des Internet Explorers 7 steht jetzt endlich auch in
deutscher Sprache zum
Download bereit. Mit dem neuen längst überfälligen Internet
Explorer 7 versucht Microsoft verlorenen Boden gegenüber Firefox &
Co wieder gut zu machen.
Die neu gestaltete Oberfläche verzichtet auf verwirrende Elemente.
Das neue Design kennt keine störenden Toolbars und schafft so mehr
Platz für die Darstellung einer Webseite auf dem Bildschirm. Der IE
7 unterstützt Tabbed-Browsing und kann Tab-Gruppen als Favoriten
abspeichern. Auch die Druck-Funktion wurde verbessert, Texte werden
automatisch so verkleinert, dass sie auf eine Seite passen. Eine
neue Architektur und verbesserte Sicherheitsfunktionen schützen vor
bösartiger Software und verhindern den Missbrauch von persönlichen
Daten durch betrügerische Websites oder Phishing. (05.05.06,
KT)
E-Mail mit WM-Spielplan beinhaltet Trojaner
Zur Zeit kursiert eine E-Mail mit einem Verweis zu einer
selbstextrahierenden Excel-Datei mit dem angeblichen Spielplan der
Fußball-WM 2006. Die Datei "googlebook.exe", die den angeblichen
Spielplan erhalten soll, installiert bei Ausführung einen Trojaner
auf dem System. Laut einer Meldung des LKA befindet sich diese auf
einem Webserver in den USA.
Internetnutzer tun also weiterhin gut daran aufzupassen, welche
Dateien oder E-Mail-Anhänge ausgeführt werden sollen. (04.05.06,
Heise)
Neue Version des Firefox Browsers
Mozilla hat die aktualisierte Version 1.5.0.3 des beliebten
Firefox-Browsers offiziell zum Download freigegeben. Damit reagieren
die Entwickler auf die kritische Sicherheitslücke bei der
JavaScript-Anweisung iframe.contentWindow.focus() , die schon ein
paar Tage nach der Veröffentlichung der Version 1.5.0.2 im April
entdeckt wurde.
Das ist aber auch schon die einzige Änderung im Firefox 1.5.0.3
gegenüber der letzten Version. Der Browser kann über die eingebaute
Update Funktion aktualisiert oder direkt auf der Mozilla
Download-Seite
heruntergeladen werden. Die ursprünglich für die Version 1.5.0.3
geplanten Änderungen werden nun vorrausichtlich Ende Mai unter der
Versionsnummer 1.5.0.4 erscheinen. (03.05.06)
Preiseinigung bei Musikdownloads
Nach monatelangen Verhandlungen hat Apple sich mit den vier grössten
Musiklabels auf einen Preis für den Verkauf von Songs geeinigt. Die
Musikstücke werden im iTunes Music Store weiterhin wie bisher 99
US-Cent kosten. Apple konnte sich also erfolgreich gegen eine von
der Musikindustrie geforderte Preiserhöhung durchsetzen.
Warner Music, EMI und Sony BMG hatten ein variables Preismodell
favorisiert, bei dem für neue oder in den Charts erfolgreiche Songs
ein höherer Preis zu zahlen wäre. Einzig Universal plädierte dafür,
den noch relativ jungen Markt für Musikdownloads erst einmal in Ruhe
zu lassen. Wahrscheinlich war aber die Prognose ausschlaggebend,
dass eine Preiserhöhung die Gefahr erhöht, dass Anwender sich
Musikstücke wieder vermehrt illegal aus dem Netz herunterladen.
(02.05.06,
Heise)
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